Baumgartenberg - OÖ

Pfarrkirche
Mariä Himmelfahrt

Ehemalige Stiftskirche

der Zisterzienser von Baumgartenberg

  Innenraum

Home Geschichte Bauetappen
 

Stuck/Fresken

Altäre

Chorgestühl

Kanzel

Orgel

Grabsteine

Geburt Jesu - Deckenfresko im Chorumgang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Orientierungsplan

1

Hochaltar

2

Altar Hl. Benedikt

3

Altar Hl. Bernhard

4

Altar Hl. Michael

5

Bekenneraltar

6

Apostelaltar

7

Marienaltar

8

Märtyreraltar

9

Jungfrauenaltar

10

Johannesaltar

11

Chorgestühl

12

Kanzel

13

Orgel

   
Grabsteine
a Bernhard Breil
b Kaspar Kirchleutner
c Otto von Machland
d Abt Heinrich II. Kern

 

 

Das Innere der Kirche zählt zu jenen glücklichen Schöpfungen, die über Jahrhunderte entstanden sind, ohne die Einheitlichkeit des Raumes zu beeinträchtigen.

Das Vorbild der Bauweise ist in den Zisterzienserbauschulen der Kirchen von Pontigny und Fontenay zu suchen. Das wichtigste Merkmal - das kreuzrippengewölbte, überhöhte Mittelschiff mit sieben Jochen ist doppelt so hoch wie die Seitenschiffe.

 

Hochchor - Südlicher Teil

Blick in das Innere der Kirche

Der spätgotische Chor mit Chorumgang wurde unter Abt Stephan II. errichtet und 1443 geweiht. Dieser Bautypus wurde ebenfalls der französischen Kathedralarchitektur entlehnt und kam über die Vorbilder Sedlec (Böhmen) und Zwettl (1383 vollendet) nach Baumgartenberg. Eine Reihe von Pfeilern, die den gotischen Chorumgang noch unterteilte, wurden im 17. Jahrhundert entfernt. Damit hatte Baumgartenberg das charakteristische Gepräge seiner baulichen Eigenart erreicht: die Barockisierung. Die Bündelpfeiler im Hochchor wichen vier mächtigen Säulen aus Stukkolustro, zwischen denen rund um den Hochaltar eine Balustrade aus rotem Salzburger Marmor eingezogen wurde.

Stuckgirlanden und Gewölbefresken im Langhaus

Hochaltar - Kuppelgemälde: Krönung Mariens

Im Bewusstsein wieder erstarkter Glaubensfreude dekorierten die Äbte Bernhard Breil und Kandidus Pfyffer in den Jahren von 1660 bis 1697 die ernste, nüchterne Basilika im Stile des vornehm - eleganten Frühbarocks. Die dominierende Rolle fiel dabei den Stuckateuren unter der Bauleitung des Italieners Carlo Antonio Carlone zu. Die damals in der Region viel beschäftigten Künstler veränderten bei völliger Belassung des ursprünglichen Baubestandes mit einem neuen dekorativen System entscheidend den Raumeindruck. Gurtbögen und Kreuzrippen wurden mit stark plastischen Fruchtwerk und Akanthuslaub verkleidet. Die abgetreppten Wanddienste verschwinden hinter hochgestellten Halbsäulen, die ein durchlaufendes Kämpfergebälk tragen.

Durch die Barockisierung erhielt der Kirchenraum neue Proportionen, welche durch die farbig- plastischen Akzente und der eingerahmten Malerei ein geschlossenes und ungemein einheitliches Gepräge darstellen.

Wandgemälde im Langhaus - Die Mutter Gottes überreicht dem Hl. Alberich das weiße Ordenskleid der Zisterzienser

Die insgesamt 121 Fresken an Wänden und Decke stammen von Giacomo Antonio Mazza und den Gebrüdern Grabenperger aus Und/Krems. Die Themen sind vor allem der Verherrlichung Mariens durch den Zisterzienserorden gewidmet. Der Hl. Bernhard von Clairvaux, die dominierende geistliche Persönlichkeit des 12. Jahrhunderts, bestimmt ebenso wesentlich das Freskenprogramm in seinen Inhalten.

Einrichtung

 

Hochaltar/Altäre:

Der Hochaltar birgt das "Zielbild" der Kirche, die Aufnahme Mariens in den Himmel. Das Bild ist ein Meisterwerk von Johann Carl von Reslfeld.

Das Presbyterium flankieren zwei Altäre, die den Heiligen Bernhard und Benedikt geweiht sind. Weitere Altäre befinden sich im Chorumgang.

Chorgestühl:

Ein unvergleichliches Meisterwerk (unbekannter Meister) ist das um 1690 kunstvoll geschnitzte Chorgestühl mit reichem Akanthusrankenwerk, prachtvoll geschaffenen Wangen und Fruchtgehängen. In der Mitte beiderseits (Norden, Süden) als Krönung Abtwappen (Lilie) und Stiftswappen.

Kanzel:

Entstanden um 1690 mit bemerkenswerter Symbolik. In Anlehnung an die Wurzel Jesse wächst aus dem Leib des Hl. Bernhards von Clairvaux ein Baumstamm, dessen Früchte bedeutende Zisterzienser bilden.

 

Hochaltar

Chorgestühl - unbekannter Meister (1690)

Kanzel mit dem Hl. Bernhard

Orgel:

Die konkav einschwingende Musikempore, zu der über den barocken Treppenturm ein eigener Zugang geschaffen werden musste, fügt sich harmonisch in das Gesamtbild. Die klangschöne Orgel, ursprünglich erbaut von dem Passauer Freundt, zeigt im Knorpelwerk des Gehäuses die Jahreszahl 1662. Das herrliche Instrument wurde um 1780 von dem Freistädter Orgelbauer Richter überbaut. Nach dessen Plänen wurde es auch von 1997 - 2001 restauriert.

Orgel - 1662

Orgelempore

 

Epitaph Ottos von Machland

Epitaph des Abtes Heinrich II. Kern

Grabsteine:

Der Stiftergrabstein im nördlichen Seitenschiff war ursprünglich die Deckplatte eines Hochgrabes und wurde nach dessen Zerstörung in josefinischer Zeit in die Wand eingelassen. Graf Otto von Machland (+1148) steht uns in ganzer Figur mit Schwert und Kirchenmodell frontal gegenüber.

Weitere sehenswerte Epitaphe:

Abt Heinrich II. Kern (neben Portal), Barockäbte Kirchleutner und Breil (Altarraum).