Baumgartenberg - OÖ

Pfarrkirche
Mariä Himmelfahrt

Ehemalige Stiftskirche

der Zisterzienser von Baumgartenberg

  Bauetappen

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Romanische Pfeilerbasilika

 

Frühgotische Vorhalle

 

Spätgotischer Umgangschor

 

Barockisierung
Stuck/Fresken)

 

Innenmaße:

Kirchenlänge

ohne Vorhalle

58 m

Kirchenbreite 15,5 m
Kirchenhöhe 13 m
Querschiff 24 m
Querschiffbreite 5,6 m
Mittelschiff-Länge 33 m
Mittelschiff-Breite 10 m
Seitenschiff-Breite 2,5 m
Vorhalle - Länge 15,5 m
Vorhalle - Breite 10 m

Ortsseitig durch den mächtigen Trakt des heutigen Frauenklosters und den dreigeschossigen Torturm verdeckt, kommt der eindrucksvolle Baukörper der Kirche erst in unmittelbarer Nähe zur Geltung. Wie ein architektonisches Gebirge türmt sie sich auf und lässt auf den ersten Blick die großen Bauabschnitte nicht gleich erkennen

Die hohe Qualität des aus unverputztem Mühlviertler Granit gehauenen Quaderwerkes sticht auffallend aus der damals hierzulande geübten Bauweise heraus und weist ebenso wie die Anlage der Kirche auf französische Vorbilder hin. Der von den Zisterziensern in Burgund entwickelte und durch das rasche Anwachsen des Ordens international verbreitete Stil zeichnet sich in seinen knappen und kahlen Formen durch eine strenge Schönheit aus.

Nach der Bauvorschrift des Ordens waren Türme (statt dessen ein Dachreiter), Krypta, Polygonalchöre (statt dessen gerade Chorabschlüsse) und Bauplastik (kein figuriertes Tympanon) in romanisch-frühgotischer Zeit verboten.

Nordwestansicht

Südansicht mit angrenzendem Pfarrhof

Frühgotische Vorhalle

Romanische Westfassade

Dieser älteste spätromanische Bau wird an der Giebelfront des basilikalen Langhauses mit Vierpassrosette und zierlich ansteigendem Rundbogenfries wie auch an den klosterseitig gelegenen Trakten des Langschiffes und Querhauses sichtbar. Der etwas erhöhte Giebelfirst samt dem alles überragenden steilen Krüppelwalmdach des gotischen Hochchores wurde nach den Verwüstungen durch die Hussiten im 15. Jahrhunderts aufgesetzt. Der mit einem Zwiebeldach bekrönte Treppenturm im Nordosten mitsamt der angrenzenden Flucht des Mansardendaches sind Ergebnisse der Barockisierung, als die Kirche mit der Gestalt der Fenster und der Lisenen ihr heutiges Aussehen erhielt.

Die Spitzbogenfenster und das Pultdach weisen die frühgotische Vorhalle, auch "Paradies" genannt, als eigenen Baukörper aus. Abt Christian (1301-1316) setzte es vor die romanische Fassade.

Gotische Malerei in der Vorhalle

Romanisches Portal (Vorhalle)

Die dreischiffige, zweijochige Halle erinnert in seinen breit gelagerten Dimensionen an klösterliche Dormitorien (Schlafsäle). Die aus dem Boden wachsenden Pfeiler tragen Gurtbögen und kräftig profilierte Rippen, welche in halber Höhe von Diensten abgefangen werden. Die 2001 vollendete Restaurierung brachte Reste ihrer ursprünglichen Bemalung zu Tage. Gleichfalls verdankt das breit angelegte, romanische Stufenportal (ursprünglich mit Säulen im Gewände) mit leerem Bogenfeld dieser Restaurierung die Schärfe seiner Konturen.