| Der
Ostermontag nimmt Bezug auf die Ereignisse unmittelbar nach der
Auferstehung.
Weihnachten und Ostern, früher auch
Pfingsten, werden mit einem je achttägigen Fest gefeiert, das bis zum
folgenden Sonntag dauert. Dabei zählt jeder einzelne Wochentag als Hochfest.
Um wenigstens an einem der Werktage einen Festgottesdienstbesuch zu
ermöglichen, wurden die zweiten Feiertage an den Montagen eingeführt.
Die Reaktion der Jünger und die ersten Erscheinungen Jesu stehen nun im
Mittelpunkt, wobei auch die Konsequenzen der Auferstehung schon deutlich
werden. An diesem Tag wird das Evangelium von den
Emmausjüngern gelesen. Daher wird der Tag mit dem Osterspaziergang in
Verbindung gebracht. Der durch Goethes Faust berühmt gewordene
Osterspaziergang leitet sich von diesem Emmausgang her, hat aber kaum eine
religiöse Bedeutung mehr, sondern wird als Frühlingsspaziergang verstanden.
In unserer Pfarre sind
nach dem Gottesdienst alle Kinder zum "Ostereier-Suchen im Pfarrhofgarten
eingeladen.
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Einfach zum
Nach-denken
Die Geschichte von
den Emmausjüngern zeigt uns, dass Jesus auch
unerkannt unter uns ist und wirkt. So können wir getrost alle Zweifel in
Gottes Hand legen, brauchen sie aber auch nicht zu verschweigen, weil wir
wissen, dass Gott uns zur rechten Zeit das Verstehen schenkt. |
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Aus dem Heiligen Evangelium nach
Lukas, 24,13-35
Die
Begegnung mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus
| Am gleichen Tag waren
zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig
Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all
das, was sich ereignet hatte. Während sie redeten und ihre Gedanken
austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen. Doch sie waren
wie mit Blindheit geschlagen, so dass sie ihn
nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf
eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen, und der eine
von ihnen - er hieß Kleopas - antwortete ihm: Bist du so fremd in
Jerusalem, daß du als einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort
geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit
Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott
und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohenpriester
und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen
lassen. Wir aber hatten gehofft, daß er der sei, der Israel erlösen
werde. |
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Und dazu ist heute schon der dritte Tag,
seitdem das alles geschehen ist. Aber nicht nur das: Auch einige Frauen
aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der
Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen,
erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er
lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die
Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.
Da sagte er zu ihnen: Begreift ihr denn nicht? Wie schwer fällt es
euch, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Mußte nicht der
Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen? Und er
legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der
gesamten Schrift über ihn geschrieben steht.
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So erreichten sie das Dorf, zu dem
sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie
drängten ihn und sagten: Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend,
der Tag hat sich schon geneigt. Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu
bleiben. Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach
den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die
Augen auf, und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr.
Und sie sagten zueinander: Brannte
uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und
uns den Sinn der Schrift erschloß? Noch in derselben Stunde brachen
sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück, und sie fanden die Elf und
die anderen Jünger versammelt. Diese sagten:
Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen.
Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn
erkannt hatten, als er das Brot brach.
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