Nikolausfeier 2001     Die Kornlegende      Historisches über den Hl. Nikolaus    zur Jungschar-Seite

 
 

NIKOLAUSAKTION

Wenn Sie wollen, dass Ihr/e Kind/er von einem "Nikolaus" aus der Pfarre besucht werden, können Sie sich im Pfarrhof dafür anmelden. Geschulte Jugendliche unserer Jungschar werden dann zu Ihnen nach Hause kommen.

Informationen und Anmeldeformular liegen ab Mitte November auch im Pfarrhof auf!
Ausgefülltes Anmeldeformular bitte im Pfarrhof abgeben!

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Jungschar-Nikolausfeier 2001
 

Am 4. Dezember fand die traditionelle Nikolausfeier der Jungschar im Barocksaal des Pfarrhofes statt. Eingeladen waren alle Jungscharkinder mit deren Eltern und Geschwistern.

In einem unterhaltsamen und stimmungsvollem Programm wurden von den Kindern kleine Theaterstücke, Gedichte und Musikeinlagen dargebracht.

 

Der Höhepunkt war natürlich die Ankunft des Nikolaus, der anschließend alle Kinder und JS-Leiter/innen mit kleinen Säckchen beschenkte.



 

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Das Kornwunder

Nikolaus war Bischof in der Stadt Myra, als eine große Hungersnot über das Land herein brach. Viele Monate hatte es nicht geregnet und die Erde war ausgetrocknet. Die Kühe fanden kein Gras und ga­ben keine Milch mehr. Das Getreide verdorrte auf den Feldern und bald war das ganze Korn aus den Vorratsspeichern aufgebraucht. Die Menschen konnten kein Brot mehr backen, wurden mager und matt vor Hunger. Mit letzter Kraft gingen sie in die Kirche, um zu­sammen mit Bischof Nikolaus Gott um Hilfe zu bitten.

Da legte eines Tages ein Segelschiff aus Ägypten im Hafen von Myra an. Es war voll mit Korn beladen. Auf dem Weg nach Konstantinopel mussten die Segel ausgebessert werden und so beschloss der Kapitän, erst am nächsten Tag den Hafen zu verlassen. Als die Menschen von dem Schiff hörten, liefen sie sofort zum Hafen, um dem Kapitän das Korn abzukaufen. Nach langer Zeit des Hungers wollten sie Brot backen und sich endlich satt essen. Aber der Kapitän weigerte sich, ihnen etwas davon abzuge­ben. Er sagte: »Leute von Myra, das Korn ist nicht für euch be­stimmt, sondern für die Kornkammern des Kaisers. Wenn auch nur ein Sack fehlt, werde ich bestraft. Wie soll ich euch da helfen? Gleich morgen früh, wenn wir die notwendigen Reparaturen ausge­führt und die Segel ausgebessert haben, müssen wir wieder able­gen. « Eine Mutter mit zwei kleinen Kindern flehte ihn an: »Herr Ka­pitän schauen sie sich meine kleinen Kinder an. Sie sind schon ganz schwach und wenn sie uns nicht helfen, werden sie verhungern. « Da der Kapitän immer noch nicht nachgab, gingen die Leute zu Bi­schof Nikolaus, erzählten ihm von der Begebenheit und hofften auf seine Hilfe. Darauf begleitete Nikolaus sie zum Hafen und suchte den Kapitän auf. Er bat ihn darum, doch einige Säcke Korn an das Volk zu verkaufen. Doch dieser entgegnete: »Es ist so, wie ich es den Leuten hier erzählt habe. Ich kann das Korn nicht verkaufen, da es dem Kaiser von Konstantinopel gehört. Dir wurde ja sicher berichtet, was mich erwartet, wenn ich es dennoch tue!«

Nikolaus antwortete: »Kapitän, du brauchst nichts zu fürchten. Verkaufe uns einige Säcke und ich verspreche dir, dass dir kein einziges Getreidekorn fehlen wird, wenn du in Konstantinopel eintriffst. « Etwas ungläubig und verwundert sah ihn der Kapitän an und sagte schließlich: »Gut, ich will dir vertrauen« Er befahl den Matrosen zwölf Säcke mit Korn ab­zuladen. Nikolaus bedankte sich herzlich beim Kapitän für die großzügige Hilfe. Dann ließ er elf der Säcke zur Mühle bringen, damit die Leute Brot backen konnten. Den zwölften Sack aber gab er den Bau­ern. Als endlich wieder Regen fiel, konnten sie das Korn aussäen. Als das Schiff Konstantinopel erreichte, war die Ladung tatsächlich kein Gramm leichter geworden, so wie es Nikolaus vorausgesagt hat­te. Der Handelsherr ließ die Säcke nachzählen und das Getreide sorg­fältig nachwiegen. Es fehlte nichts Da erzählte der Kapitän seiner Familie, seinen Freunden und seinen Nachbarn, was in Myra geschehen war. Schnell sprach sich das Wunder in den Nachbarstädten he­rum, bald im ganzen Land und schließlich auch bei uns.

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   Nikolaus von Myra
 

Gedenktag: 6. Dezember, Bischof von Myra, Wundertäter
geboren  um 280/286 in Patara in Lykien, heute ein Ruinenfeld bei Kalkan (?)
gestorben am 6. Dezember zwischen 345 und 351 in Myra,
dem heutigen Kocademre bei Kale
 

Nikolaus trat in das seiner Heimatstadt nahgelegenen Kloster von Sion ein und wurde um 300 zum Metropoliten (Bischof) von Myra geweiht. Während der bald darauf einsetzenden Christenverfolgung wurde er um 310 gefangen genommen und gefoltert. 325 nahm er am 1. Konzil von Nicäa teil.

Verbreitete Legenden über Nikolaus erzählen: In einer verarmten Familie konnte er durch gezielte Geldgeschenke, die er heimlich durchs Fenster und durch den Kamin in die darin aufgehängten Socken warf, verhindern, dass der Vater seine drei Töchter zur Prostitution bewegen musste.

Drei zu Unrecht zum Tod Verurteilte konnte er retten, indem er im Traum dem Kaiser erschien und um ihre Befreiung bat; in anderer Version rettete sie Nikolaus, indem er das Schwert des Henkers abwehrend ergriff. Um ein in Seenot geratenes Schiff mit drei Pilgern, die von Ephesus ausfuhren und das für eine christliche Kapelle bestimmte heilige Öl in den Diana-Tempel zurückzubringen sollten, zu retten, begab er sich an Bord, stillte den Sturm und brachte das Schiff sicher in den Hafen. Drei Jungen fielen auf der Suche nach Arbeit dem Metzger in die Hände, der sie in ein Pökelfass steckte und zu Wurst verarbeiten wollte; sie waren schon zerteilt, als der Bischof davon erfuhr und sie wieder zum Leben erweckte. Vom 15. Jahrhundert an verbreitete sich die Legende von den Getreidehändlern: Nikolaus erbat bei einer Hungersnot in Myra von jedem der für den Kaiser in Rom bestimmten Schiffe nur 100 Scheffel und versicherte, dass durch sein Gebet nichts bei der Ablieferung fehlen werde, was sich bewahrheitete; Nikolaus aber konnte seine Gemeinde auf Jahre hinaus ernähren und sogar Saatgut austeilen.

Der Kult um Nikolaus entwickelte sich etwa 200 Jahre später in Griechenland und kam dann zunächst in die slawischen Länder. Er wurde einer der beliebtesten Volksheiligen mit vielen legendären Erzählungen, die vor allem seine menschenfreundliche und hilfsbereite Art bezeugen. Über die byzantinische Tradition wurde Nikolaus einer der am meisten verehrten Heiligen Russlands, er folgt im Osten in der Verehrung unmittelbar nach Maria. Nikolaus' zerbrochener leerer Sarkophag wird noch heute in der wiederhergestellten Unterkirche von Demre von Wallfahrern der Ostkirche verehrt. Im 6. Jahrhundert wurde Nikolaus in der griechischen Kirche verehrt, in Rom zog der Kult im 8. Jahrhundert ein, er verbreitete sich dann zunehmend auch in Mittel- und Südeuropa. Um 980 entstand in Deutschland die ersten Nikolauskirche in Brauweiler. Die 1087 von Piraten entwendeten Gebeine brachte man Ende des 11. Jahrhunderts nach Bari und errichtete auf den Trümmern des byzantinischen Gouverneurspalastes die monumentale Basilika S. Nicola, die Papst Urban II. 1098 weihte. Als Translationstag gilt der 8. Mai, der in Bari mit einem großen Unzug begangen wird. Zwischen dem 11. bis zum 16. Jahrhundert wurden diesseits der Alpen über 2.200 Kirchen nach dem Heiligen Nikolaus benannt.

Nikolaus' Kult in Deutschland wurde im 10. Jahrhundert besonders durch Kaiserin Thephanu, die griechische Ehefrau des Kaisers Otto II., gefördert. Schon damals entstand der Brauch, dass Nikolaus die Kinder beschenkt. Grundlage hierfür war der Brauch des "Bischofsspieles" in Klosterschulen, wo ein Schüler für einen Tag - zuerst am Tag der "Unschuldigen Kindlein", dann am Nikolaustag - als "Bischof" fungieren durfte.

Nikolaus gilt als Helfer in fast allen Schwierigkeiten. Die Volksfrömmigkeit hat seinen Gedenktag mit reichem Brauchtum liebevoll bedacht, seit 1555 ist Nikolaus als Gabenbringer für Kinder belegt. Ansatzpunkte für Brauchtum und seine zahlreichen Patronate finden sich in den Legenden. Am Vorabend des Nikolaustages beschenkt er - oft zusammen mit seinem Helfer, Knecht Ruprecht, die Kinder. Am Nikolausabend stellen Kinder ihre Stiefel oder Strümpfe vor die Tür, diese werden über Nacht von Nikolaus mit Süßigkeiten gefüllt. Der Weihnachtsmann mit weißem Bart und rotem Gewand, der den Kindern am Heiligen Abend die Geschenke überreicht, geht auf den niederländischen "Sinterklaas" zurück; für die weltweite Verbreitung dieses Bildes von Nikolaus sorgte um die Jahrhundertwende die Firma "Coca Cola", die ihn für Werbung in ihren Firmenfarben benützte. In Bari wurde neben Kirchen und einem Platz auch das moderne Fussballstadion nach ihm benannt. Auch in liberalen islamischen Familien beschenkt "Noel Baba" die Kleinen.

 

Attribute: Bischof, drei Goldkugeln, drei Brot, drei Steine, Pökelfass mit drei Knaben, Schiffe
Patron von Russland, Lothringen; der Kinder, der Schüler, Mädchen, Jungfrauen und alten Menschen, der Ministranten, Feuerwehr, der Pilger und Reisenden, der Zigeuner, der Gefangenen; der Apotheker, Richter, Rechtsanwälte und Notare, Kaufleute, Bäcker, Müller, Korn- und Samenhändler, Metzger, Bierbrauer, Schnapsbrenner, Wirte, Weinhändler, Fassbinder, Parfümhersteller und - händler, Fährleute, Schiffer, Matrosen, Fischer, Flößer, Brückenbauer, Bauern, Weber, Spitzen- und Tuchhändler, Steinmetze, Steinbrucharbeiter, Knopfmacher, Kerzenzieher, der Diebe und Verbrecher; für glückliche Heirat und Wiedererlangung gestohlener Gegenstände; gegen Wassergefahren, Seenot, Diebe

Bauernregel: "Regnet es an Nikolaus / wird der Winter streng, ein Graus."

 

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