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Feierlichkeiten
zum 25. Jahrestag der Revolution:
Am Nachmittag des 19. Juli nahmen wir an den Feierlichkeiten zum 25.
Jahrestag der Revolution teil (Sturz von Diktator Somoza). Die Straßen
waren verstopft mit Bussen, aus denen endlose Schlangen von Begeisterten
quollen. Erwachsene wie Kinder verkauften Erfrischungen,
Selbstgebackenes, Andenken, rot-schwarze Fahnen und Tücher in den Farben
der Sandinisten. Menschenmassen auf den Straßen, viele junge Gesichter,
Hochstimmung, alles war auf den Beinen. Sogar Bäume, Plakatwände,
Straßenleuchten waren begehrte Aussichtspunkte.
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C O N D E G A:

Die nächsten drei Tage verbrachten wir in Condega.
Dem Besuch beim Bürgermeister folgte ein Stadtrundgang
und die Besichtigung einer Zigarrenfabrik sowie zweier Schulen im
Stadtgebiet.
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Der Tag endete mit einem Willkommensessen im
Begegnungszentrum mit nicaraguanischer und österreichischer Hymne und
abschließendem Tanzen zu schwungvollen einheimischen Rhythmen. Am
dritten Tag wurde das Zentrum eingeweiht, wofür viele Erwachsene und
Kinder anspruchsvolle Tanz- und Musik-Darbietungen vorbereitet hatten.
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Projekte &
Arbeiten in Nicaragua:
Mit der Besichtigung einer Keramikerzeugung, einer Frauen-Tischlerei,
eines Häuserprojektes und zweier Partnerschulen konnten wir uns davon
überzeugen, dass mit unseren Geldern gute Arbeit geleistet wird.
Durch das Projekt „Schulfrühstück für Straßenkinder“ erscheint uns sowie
den Lehrerinnen in Nicaragua eine Basis für den Weg aus der Verelendung
gelegt. Die Bedeutung des Schulfrühstücks für die Bevölkerung wurde
durch die übergroße Dankbarkeit spürbar, die uns bei der Begegnung mit
den Lehrkräften und SchülerInnen entgegengebracht wurde.
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Die Kaffee-Finca
im nördlichen Hochland:
Sehr interessant erlebten wir den Ausflug zu einer Kaffee-Finca im
nördlichen Hochland. Schon die Anreise mit dem Bus auf steinigem
holprigen Gelände und durch einen Fluss wurde zu einem Abenteuer. Die
letzte Strecke zu den Kaffeepflanzen in den Wäldern war nur mehr mit
einem Fußmarsch zu bewältigen, der uns an üppiger Vegetation bestehend
aus Hochlandreis, Mais, Tomaten, Erdäpfel und Bananen vorbeiführte.
Dabei konnten wir erahnen, wie mühsam die Arbeit der Kaffeepflücker ist.
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Zwischen Pazifik
& Atlantik:
Auf dieses dichte offizielle Programm folgten noch einige Tage
„Sightseeing“ an der Pazifikküste, in den Kolonialstädte Leon und
Granada, zu Vulkanen und heißen Quellen. Ein paar Badetage auf der
Karibikinsel Corn Island sorgten für Entspannung.
  
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Nicaragua,
schreckliche Schönheit, wie viele zu sagen pflegen!
Wir fanden ein Land vor mit Naturschönheiten,
bewohnt von herzlichen, offenen Menschen. Sie besitzen trotz äußerster
Armut einen unbändigen Lebenswillen und sind unendlich dankbar und
bereit, mit unserer Hilfe eine Arbeit (Arbeitslosigkeit von über 66%) zu
finden, lernen zu dürfen (Analphabetenrate liegt bei 35%) und so in
einem langsam wachsenden Prozess aus dem Teufelskreis der Armut
herauszukommen.
Wir kehren mit tief berührenden, nachhaltigen Eindrücken, die unsere
bisherigen Wertvorstellungen von einem guten Leben verändern, am 31.
Juli nach Österreich zurück.
Annamarie Edlmair |
| Bgm. Walter Ernhard: "Eine
bewegende Reise durch ein bewegtes Land!" |
"Eine bewegende Reise durch ein bewegtes Land, die einem die eigene
Werteskala überdenken lässt", so Bgm. Walter Ernhard zu seinen
Reise-Eindrücken.Auch eine Reise von 13.000 km beginnt
mit einem ersten Schritt, der durch die Städtepartnerschaft Ansfelden -
Condega getan und mit der "Unvollendeten" von Anton
Bruckner, geboren in Ansfelden, der im Anton-Bruckner-Saal in Condega
durch Padre Karl Rammer seine zweite Heimat gefunden hat, in Condega/Nicaragua
freundschaftlich besiegelt werden konnte. Die nationale und
internationale Solidarität hat über Kaplan Karl Rammer im "Karl-Rammer-Begegnungszentrum"
ein Dach bekommen. Ich bin als Bürgermeister der Stadtgemeinde Ansfelden
mit Fug und Recht stolz darauf, dass somit ein Stück Ansfelden in
Condega beheimatet ist.
Unvollendet deswegen, weil sich die
Klimabündnisgemeinde Ansfelden gemeinsam mit dem Personenkomitee
Nicaragua vorgenommen hat, die Umsetzung eines ganzen Bündels an
künftigen Entwicklungsprojekten für Nicaragua, eines der ärmsten Länder
der Welt, mitzutragen.
In diesem Sinn wünsche ich dem Ansfeldner Personenkomitee für Nicaragua
und dem CHICA-Büro Nicaraguas mit Koordinator Elmer Zelaya auch
weiterhin viel Erfolg in einer nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit!
Bürgermeister Walter Ernhard
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