Eröffnung des "Karl-Rammer-Begegnungs-Zentrums"
 

Ein eigenes Kultur- und Kommunikationszentrum für Condega/Nicaragua?
Für uns Österreicher wohl nichts besonderes, vor allem deswegen nicht, weil wir uns nicht vorstellen können, was diese Einrichtung für die Partnerstadt Condega, einer ähnlich große Gemeinde wie Ansfelden, bedeutet.

Auch eine Reise von 13.000 km beginnt mit einem ersten Schritt, der durch die Städtepartnerschaft Ansfelden - Condega getan und mit der "Unvollendeten" von Anton Bruckner, geboren in Ansfelden, der im Anton-Bruckner-Saal in Condega seine zweite Heimat gefunden hat, freundschaftlich besiegelt wurde als die Reise-Delegation der feierlichen Eröffung im Juli des Jahres beiwohnte.

Die Gesamtkosten beliefen sich auf immerhin € 245.000,-- und wurden großteils durch Spenden verschiedener Einrichtungen und durch Gemeindesubventionen unterstützt. Condega darf mit Fug und Recht stolz sein: Hier wird in Zukunft informiert, geschult, sich in Bürgerversammlungen vereinbart.

Die nationale und internationale Solidarität hat somit über Kaplan Karl Rammer ein Dach bekommen. Ein Stück Ansfelden und Oberösterreichs ist damit bei unseren Amigos in Condega gebunden.

 

Foto-Impressionen rund um die Eröffnungsfeier: Hörprobe

 


Enthüllung des Schildes
" Centro de Convenciones
Padre Karl Rammer"

Bgm. Rene Lira und Bgm. Walter Ernhard durchtrennen das Band

Familie Rammer enthüllt die Fotos, welche zum Andenken an Karl Rammer im Begegnungszentrum ihre Heimat gefunden haben

 

Ehrengäste auf der Tribüne anlässlich der feierlichen Eröffung

 

Die Familienmitglieder Karl Rammers

Zum Gedenken an Karl Rammer

Der Anton-Bruckner-Saal mit zahlreichen Gästen, die der Eröffnungsfeier beiwohnten

Antologia-Felipe Urrutia, eine national bekannte Gruppe untermalt musikalisch die Eröffnungsfeier

Gemütlicher Abschluss unter neu gewonnenen Freundschaften

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Hommage auf Karl Rammer


anlässlich der Einweihung
des Karl-Rammer-Begegnungszentrums
in Condega am 22.7.2004

Karl Rammer

Wir sind heute hier versammelt, um einen Menschen zu ehren, der es verstand, in der Sandinistischen Revolution den Ausdruck des Willens Gottes zu sehen: Befreiung für die Armen.

So wie Moses gesandt worden war, das Volk Israels vom Joch des Pharao zu befreien, so entstand die FSLN, um Nicaragua vom Joch des US-amerikanischen Imperialismus zu befreien.

Karl Rammer verstand es - wie viele andere Christen in den Achtzigerjahren - in der Solidarität den Ausdruck der Liebe Jesu Christi zu sehen, die durch die Liebe zu den Armen geht, durch die Teilhabe an ihren Hoffnungen und Kämpfen jenseits aller Grenzen und Entfernungen.

Für uns christliche Sandinisten von Condega ist Karl Rammer ein Beispiel des Sich-Einlassens mit Gott und den Menschen. Er verstand es, sein theologisches Wissen und sein Erkennen Gottes durch sein soziales und revolutionäres Engagement in der Solidarität mit unserem Volk zu konkretisieren.

Das Beispiel von Karl Rammer blieb nicht auf Condega oder auf Österreich beschränkt. Er war ein Vorbild für viele Christen in Deutschland, der Schweiz, in ganz Europa, die seinem solidarischen Engagement folgten, was zur Gründung zahlreicher Solidaritätskomitees für Nicaragua führte.

Wir möchten seiner Familie, seiner Mutter, seinen Geschwistern dafür danken, dass sie der Menschheit in Karl einen wertvollen Menschen geschenkt haben, ein Beispiel für einen integren Menschen, eine jener Personen, die sich nicht nur vorübergehend engagieren, sondern die ein Leben lang mit der ganzen Kraft ihres Seins kämpfen. Es ist eine unvergleichliche Ehre für eine Familie, einen solchen Menschen zu den ihren zählen zu können.

Für all dies unser aufrichtigster Dank an die Familie Rammer und die Companeros und Companeras von Ansfelden!

FSLN (Sandinistische Befreiungsfront), Condega

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