| Spendenaufruf „FELIX“ |
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Bitte um Spenden für den Wiederaufbau
nach dem verheerenden Hurrikan Felix an der Ostküste Nicaraguas!
Erlagschein liegt bei.
Günter Pilz, der jahrelang in der
Katastrophenregion als Entwicklungshelfer tätig war, schickte uns
unmittelbar nach der jüngsten Hurrikankatastrophe folgenden Bericht:
Am 4. September dieses Jahres hat wieder
einmal eine Naturkatastrophe die Ärmsten getroffen: Hurrikan 'Felix'
(welch sarkastischer Name!) ist über die Atlantikküste Nikaraguas
hinweggefegt und hat auf seinem Weg Menschenleben, Infrastruktur, Häuser
und viele Hoffnungen zerstört.
Meine ehemalige Arbeitskollegin Melba
McLean in Bilwi hat mir gerade verzweifelt am Telefon berichtet, dass der
Sturm alle Bäume in ihrem Garten ausgerissen und auf das Haus geschleudert
hat. Das Dach ist vollkommen kaputt, die Mauern wurden stark beschädigt.
Was sie und ihre Familie in Jahren geschaffen haben, wurde in wenigen
Minuten zerstört. Auch in Bonanza, wo ich mehrere Jahre lang gearbeitet
habe, wurden mehr als 200 Häuser zerstört. Ein Bekannter ist nur durch
Glück mit Hilfe seiner Freunde aus einem über die Ufer getretenen Fluss
gerettet worden.
Nach letzten Zählungen der Regierung sind
6.640 Familien obdachlos. Die Hausdächer wurden weggetragen, Bäume
stürzten um und beschädigten die Mauern. 18600 Personen sind direkt
betroffen, haben Haus und Hof verloren. Die Zahl der Toten steigt. 5200
Brunnen sind verseucht, es gibt kein trinkbares Wasser. Am Rio Coco steigt
das Hochwasser nach wie vor, es sind weitere Siedlungen gefährdet. Da die
Ernte vernichtet ist, drohen Versorgungsengpässe. Soweit der Bericht von
Günter Pilz unmittelbar nach dem Hurrikan.
In der Bezirkshauptstadt Bilwi wurden 90%
der Gebäude zerstört. Hinzu kommt der Totalausfall fast der gesamten
Infrastruktur – der Wasserversorgung, der Straßenverbindungen, des Strom-
und Telefonnetzes und des Flughafens. Auf dem Gelände der Universität
URACCAN sind von rund 150 Gebäuden nur zwei unversehrt geblieben. Über die
genaue Zahl der Todesopfer herrscht Unklarheit, die Zahl von 170 wird
kolportiert, es blieben aber noch lange einige hundert Personen vermisst.
Die Situation ist kritisch, Nicaragua und
seine Menschen benötigen erneut unsere Solidarität.
Das Nicaraguakomitee bittet um Spenden
mit dem beiliegenden Erlagschein auf das Spendenkonto: Sparkasse
Oberösterreich, BLZ 20320, Konto-Nummer: 17202-007065; „Entwicklungshilfe
für Nicaragua“.
Die Versorgung einer Familie mit einer
täglichen Mahlzeit kostet für eine Woche 15 Euro. Der Wiederaufbau eines
Hauses kommt auf rund 300 Euro.
Aus eigenen Mitteln werden wir die
eingegangenen Beträge verdoppeln und sofort an die österreichischen
Hilfsorganisationen vor Ort weiterleiten.
Nicaraguakomitee Ansfelden
PS: Ziehen Sie selbst eine
Kaffeepflanze - für jede Spende von EUR 10 und mehr schicken wir 5 keimfähige Kaffeebohnen aus Nicaragua zu. |