Mariä Himmelfahrt (15. August)


               "Biographisches"
 

Den Kern des Festes,
das volkstümlich Mariä Himmelfahrt genannt wird,
bildet die Aufnahme Marias in den Himmel.

 Nach der Überlieferung wurde Maria nach ihrem Tod
mit ihrem ganzen Leib zu Gott geholt.

Die Aufnahme Mariens in den Himmel ist somit auch ein Fest der Hoffnung auf die Auferstehung, ein Fest der Lebenden.

Der Glaube an die Aufnahme Marias in den Himmel ist bereits im 5. Jahrhundert bezeugt. Maria ist menschlich gestorben, dennoch sollte ihr Körper nicht im Grab bleiben. Alttestamentliche Berichte von der Aufnahme Hennochs und Elias in den Himmel stützen diesen Glauben.

Das nebenstehende Gemälde stammt von Tizian
(Tiziano Vecellio, 1480 - 1576), einer überragenden Malerpersönlichkeit des 16.Jhd. in Venedig.


Die Legende erzählt, dass die Jünger Jesu das Grab der Gottesmutter Maria öffneten und darin nicht mehr Marias Leichnam, sondern nur noch Blüten und Kräuter fanden!
Im 10. Jahrhundert entstand der Brauch der Kräuterweihe am Fest des Aufnahme Marias in den Himmel. Dabei wurden Kräuter gesegnet und im Hause, oft in Form von Kräuter-sträußen, aufbewahrt.
Diese Sträußchen sollten vor allerhand Gefahren Schutz gewähren und Böses abwenden.
Die Kräuter und Blumen, die an diesem Tag in vielen Kirchen zu den Gottesdiensten gebracht und dort geweiht werden, sind letztlich so ein Sinnbild für das Leben, für Wachsen und Gedeihen.

 

Viele Kirchen und Kapellen in Oberösterreich feiern am Fest Mariä Himmelfahrt, dem 15. August, ihren „Namenstag“.
Das kirchliche Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel ist das am häufigsten vorkommende Patrozinium im Land.
In 66 Kirchen und Kapellen – darunter nahezu alle Stiftskirchen - wird daher dieser Marienfeiertag besonders festlich begangen.

Ein Beispiel einer solchen Stiftskirche, deren Patozinium
am 15. August gefeiert wird, ist die Kirche des Prämonsratenserstiftes Schlägl im Mühlviertel.

 

zurück zur Kirchenfeste-Seite                zurück zur Startseite