Karsamstag


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Allgemeines

Der Karsamstag ist ein Trauertag für die Gemeinde, die des Leidens und Todes Christi gedenkt. Er gilt als der Tag der Grabesruhe und der Besinnung. Auch er wird als Fasttag gehalten. An diesem Tag werden keine Messen gefeiert und die Kommunion wird nicht gespendet.

In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag wird im Gottesdienst die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert (Osternacht!). Durch die Auferstehung Christi, seine Überwindung des Todes, ist allen Christen die Tür zum ewigen Leben geöffnet.
Ursprünglich wurde das Auferstehungsfest in der Nacht zum bzw. am frühen Morgen des Ostersonntags gefeiert, da die Bibel von der Entdeckung des leeren Grabes am Morgen des dritten Tages berichtet. Aus praktischen Gründen wird die Messe in vielen Pfarren in den Samstagabend vorverlegt (bei uns in Ansfelden um 20.00 Uhr). Die Osternacht umfasst eine Reihe von Riten. Die Feier besteht aus drei Hauptteilen. 


Im Zentrum der Lichtfeier steht Jesus als die Welt erhellendes Licht. Zu Beginn ist die Kirche in Dunkel gehüllt, man möchte damit den Tod und die Trauer um Christus darstellen. In diese dunkle Kirche zieht der Priester (oder Diakon) mit der großen Oster-Kerze ein. (Diese wurde an einem Feuer vor der Kirche entzündet.) Sie trägt die griechischen Zeichen Alpha und Omega (Anfang und Ende, auch Zeichen für Christus). Drei Mal hält er an und ruft: "Lumen Christi" (= das Licht Christi), die Gläubigen antworten: "Deo Gratias" (= Dank sei Gott). Dann werden die Lichter der Mitfeiernden an der Osterkerze entzündet.
Der Wortgottesdienst ist in der Osternacht besonders ausführlich, er erzählt von der Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen. Der Bogen der Lesungen spannt sich von den alttestamentlichen Berichten, von der Schöpfung, der Sintflut, dem Zug durch das rote Meer bis zu neutestamentlichen Berichten aus den ersten Christengemeinden.
Der Höhepunkt der Osternachtsfeier ist die Eucharistiefeier (Danksagung). In der Wandlung von Brot und Wein ist, erstmals seit dem Gründonnerstagsgottesdienst, Jesus in der Mitte der Gemeinde wieder gegenwärtig.
Nach der Osternachtsmesse ist es in vielen Pfarrgemeinden üblich, sich auch noch vor der Kirche zu versammeln. Manchmal wärmt man sich am Osterfeuer, das vor der Kirche noch brennt, oder man isst noch gemeinsam Brot.

 

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Brauchtum
 

In manchen Gegenden wird ein sogenannter Osterlauf, zur Erinnerung an den Lauf der Jünger zum Grab, veranstaltet.
Das bekannte Osterei wird aus zwei Gründen mit dem Osterfest in Verbindung gebracht. Das Ei galt schon seit Urzeiten als Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit. Die Bemalung des Eis erhöht dessen Symbolwert. Weiters galt das Ei als Pachtzins des kleinen Mannes, der Gründonnerstag als Pachttag.
Die Bedeutung des Osterhasen könnte auf folgenden Zusammenhang zurückgehen: In der byzantinischen Tiersymbolik ist der Hase ein Symbol für Christus. Da er keine Augenlieder hat, schläft er mit offenen Augen. Ähnlich ist Jesus durch den Tod nicht entschlafen.
 
 

Einfach zum Nach-denken

 

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 Leidensgeschichte (Passion) aus dem Heiligen Evangelium nach Markus, 15,42-47
 

Das Begräbnis Jesu: 15,42-47 
 
Da es Rüsttag war, der Tag vor dem Sabbat, und es schon Abend wurde, ging Josef von Arimathäa, ein vornehmer Ratsherr, der auch auf das Reich Gottes wartete, zu Pilatus und wagte es, um den Leichnam Jesu zu bitten. 
Pilatus war überrascht, als er hörte, daß Jesus schon tot sei. Er ließ den Hauptmann kommen und fragte ihn, ob Jesus bereits gestorben sei. 
Als der Hauptmann ihm das bestätigte, überließ er Josef den Leichnam. 
Josef kaufte ein Leinentuch, nahm Jesus vom Kreuz, wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war. Dann wälzte er einen Stein vor den Eingang des Grabes. 
Maria aus Magdala aber und Maria, die Mutter des Joses, beobachteten, wohin der Leichnam gelegt wurde. 


 

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Die Grablegung Jesu
 

Am Abend bestatteten zwei Freunde den toten Körper von Jesus in einer kleinen Felsenhöhle.

Vor den Eingang wuchteten sie einen großen, schweren Stein.

 

Die Frauen, die Jesus begleitet hatten,
beobachteten diese trostlose Beerdigung schweigend.

Dann mussten sie nach Hause gehen.

Aber ganz sicher würden sie das Grab bald wieder besuchen.

 

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