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Einfach zum
Nach-denken |
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Leidensgeschichte
(Passion) aus dem Heiligen Evangelium nach Markus,
14,17-72
Das letzte Abendmahl
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Als es Abend wurde, kam Jesus mit den
Zwölf. Während sie nun bei Tisch waren und
aßen, sagte er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten
und ausliefern, einer von denen, die zusammen mit mir essen. Da wurden
sie traurig, und einer nach dem andern fragte ihn: Doch nicht etwa
ich? Er sagte zu ihnen: Einer von euch Zwölf, der mit mir aus
derselben Schüssel ißt. Der Menschensohn
muß zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift
über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn
verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
Während des Mahls nahm er das
Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es
ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann
nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern,
und sie tranken alle daraus.
Und er sagte zu ihnen:
Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen
wird.
Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des
Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich von neuem davon
trinke im Reich Gottes.
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Der Gang zum Ölberg
Nach dem Lobgesang gingen sie zum
Ölberg hinaus. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet alle (an mir)
Anstoß nehmen und zu Fall kommen; denn in der Schrift steht: Ich werde
den Hirten erschlagen, dann werden sich die Schafe zerstreuen.
Aber nach meiner Auferstehung werde ich euch nach Galiläa
vorausgehen. Da sagte Petrus zu ihm: Auch wenn alle an dir Anstoß
nehmen - ich nicht!
Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Noch heute
Nacht,
ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.
Petrus aber beteuerte: Und wenn ich
mit dir sterben müsste
- ich werde dich nie verleugnen. Das gleiche sagten auch alle
anderen.
Sie kamen zu einem Grundstück, das
Getsemani heißt, und er sagte zu seinen
Jüngern: Setzt euch und wartet hier, während ich bete. Und er nahm
Petrus, Jakobus und Johannes mit sich. Da ergriff ihn Furcht und
Angst, und er sagte zu ihnen: Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt
hier und wacht!
Und er ging ein Stück weiter, warf
sich auf die Erde nieder und betete, dass
die Stunde, wenn möglich, an ihm vorübergehe.
Er sprach: Abba, Vater, alles ist dir
möglich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern
was du willst soll geschehen.
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Und er ging zurück und fand sie
schlafend. Da sagte er zu Petrus: Simon, du schläfst? Konntest du
nicht einmal eine Stunde wach bleiben? Wacht und betet, damit ihr
nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das
Fleisch ist schwach.
Und er ging wieder weg und betete
mit den gleichen Worten. Als er zurückkam, fand er sie wieder
schlafend, denn die Augen waren ihnen zugefallen; und sie
wußten nicht, was sie ihm antworten
sollten. Und er kam zum drittenmal und
sagte zu ihnen: Schlaft ihr immer noch und ruht euch aus? Es ist
genug. Die Stunde ist gekommen; jetzt wird der Menschensohn den
Sündern ausgeliefert. Steht auf, wir wollen gehen! Seht, der
Verräter, der mich ausliefert, ist da.
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Die Gefangennahme
Noch während er redete, kam Judas,
einer der Zwölf, mit einer Schar von Männern, die mit Schwertern und
Knüppeln bewaffnet waren; sie waren von den
Hohenpriestern, den Schriftgelehrten und den Ältesten geschickt
worden.
Der Verräter hatte mit ihnen ein
Zeichen vereinbart und gesagt: Der, den ich küssen werde, der ist es.
Nehmt ihn fest, führt ihn ab, und laßt ihn
nicht entkommen. Und als er kam, ging er sogleich auf Jesus zu und
sagte: Rabbi! Und er küsste
ihn.
| Da ergriffen sie
ihn und nahmen ihn fest. Einer von denen, die dabeistanden, zog das
Schwert, schlug auf den Diener des Hohenpriesters ein und hieb ihm
ein Ohr ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Wie gegen einen Räuber seid ihr
mit Schwertern und Knüppeln ausgezogen, um mich festzunehmen. Tag
für Tag war ich bei euch im Tempel und lehrte, und ihr habt mich
nicht verhaftet; aber (das ist geschehen), damit die Schrift in
Erfüllung geht. Da verließen ihn alle und flohen.
Ein junger Mann aber, der nur mit einem leinenen Tuch
bekleidet war, wollte ihm nachgehen. Da packten sie ihn; er aber
ließ das Tuch fallen und lief nackt davon. |
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Das Verhör vor dem
Hohen Rat
Darauf führten sie Jesus zum
Hohenpriester, und es versammelten sich alle Hohenpriester und
Ältesten und Schriftgelehrten.
Petrus aber war Jesus von weitem bis
in den Hof des hohepriesterlichen Palastes gefolgt; nun saß er dort
bei den Dienern und wärmte sich am Feuer. Die Hohenpriester und der
ganze Hohe Rat bemühten sich um Zeugenaussagen gegen Jesus, um ihn zum
Tod verurteilen zu können; sie fanden aber nichts. Viele machten zwar
falsche Aussagen über ihn, aber die Aussagen stimmten nicht
überein. Einige der falschen Zeugen, die gegen ihn auftraten,
behaupteten: Wir haben ihn sagen hören: Ich
werde diesen von Menschen erbauten Tempel niederreißen und in drei
Tagen einen anderen errichten, der nicht von Menschenhand gemacht
ist. Aber auch in diesem Fall stimmten die Aussagen nicht überein.
Da stand der Hohepriester auf, trat
in die Mitte und fragte Jesus: Willst du denn nichts sagen zu dem, was
diese Leute gegen dich vorbringen? Er aber schwieg und gab keine
Antwort. Da wandte sich der Hohepriester nochmals an ihn und fragte:
Bist du der Messias, der Sohn des Hochgelobten? Jesus sagte: Ich bin
es. Und ihr werdet den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und
mit den Wolken des Himmels kommen sehen. Da
zerriss der
Hohepriester sein Gewand und rief: Wozu brauchen wir noch Zeugen? Ihr
habt die Gotteslästerung gehört. Was ist eure Meinung? Und sie fällten
einstimmig das Urteil: Er ist schuldig und muß
sterben. Und einige spuckten ihn an,
verhüllten sein Gesicht, schlugen ihn und riefen: Zeig,
daß du ein Prophet bist! Auch die Diener
schlugen ihn ins Gesicht.
Die Verleugnung
durch Petrus
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Alls Petrus unten im Hof war, kam eine von den Mägden des
Hohenpriesters.Sie sah, wie Petrus sich wärmte, blickte ihn an und
sagte: Auch du warst mit diesem Jesus aus Nazaret zusammen. Doch er
leugnete es und sagte: Ich weiß nicht und verstehe nicht, wovon du
redest. Dann ging er in den Vorhof hinaus. Als die Magd ihn dort
bemerkte, sagte sie zu denen, die dabeistanden, noch einmal: Der
gehört zu ihnen. Er aber leugnete es wieder ab. Wenig später sagten
die Leute, die dort standen, von neuem zu Petrus: Du gehörst
wirklich zu ihnen; du bist doch auch ein Galiläer.
Da fing er an zu fluchen und schwor: Ich kenne diesen
Menschen nicht, von dem ihr redet. Gleich darauf krähte der Hahn zum
zweitenmal, und Petrus erinnerte sich,
dass Jesus zu
ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal
verleugnen. Und er begann zu weinen.
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