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Das Hochfest Fronleichnam wurde 1264 von Papst
Urban IV. eingeführt. Es dient der Verehrung des Abendmahlwunders, also
der "Gegenwart Jesu Christi in Brot und Wein".
Im Zentrum steht das "heilige Brot", die Hostie, die die
Anwesenheit Christi symbolisiert.
Das Brot als Grundnahrungsmittel symbolisiert auch die Verbundenheit der
Menschen mit der Natur und mit Gott.
Das Fest gipfelt traditionell nach einem feierlichen Gottesdienst in
der Fronleichnams-Prozession, bei der die Hostie in einer
kunstvollen Monstranz durch den Ort getragen wird.
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Täglich fünf Brote
Abu Omar kaufte bei seinem Bäcker jeden Tag fünf Brote. Der Bäcker, verwundert über den großen Bedarf,
fragte ihn eines Tages, was er eigentlich mit all dem Brot mache.
Abu Omar antwortete weise: „Ein Brot kaufe ich für mich, um es zu essen. Zwei Brote gebe ich zurück und
die beiden übrigen leihe ich aus.“
Der Bäcker, der mit dieser Antwort nichts anzufangen wusste, fragte erstaunt: „Entschuldige, mein bester
Abu Omar, wenn Gott meinen Verstand getrübt hat, doch ich begreife nicht Deiner Rede Sinn! Kannst Du
mir das nicht näher erklären?“
Abu Omar erwiderte: „Das Brot, das ich für mich kaufe, verspeise ich selber, wie ich schon gesagt habe.
Die zwei Brote, die ich zurückgebe, gebe ich meinen Eltern. Ich schulde sie ihnen, weil sie mich im
Kindesalter ernährt und gefördert haben. Die beiden Brote ab, die ich ausleihe, gebe ich meinen Kindern
mit der Bitte, mir sie zuückzugeben, wenn ich alt bin und mein Brot nicht mehr selber verdienen kann. |
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Die Gegenwart von
Jesus in der Gestalt von Brot und Wein steht im Mittelpunkt dieses Festes,
das am zweiten Donnerstag nach Pfingsten gefeiert wird.
Christus existiert
nicht mehr in menschlicher Gestalt. Seine Gegenwart ereignet sich nun in
Form von Brot und Wein. Heiliges Brot und heiliger Wein sind somit Zeichen
der Gegenwart Christi.
Der Name
"Fronleichnam" stammt von: "fron" (=Herr), "hehr" (=Lebendiger) "lichnam"
(=Leib).Die Entstehung
dieses Festes reicht ins Mittelalter zurück. Damals fand eine Veränderung
in der Messfeier statt. Die heilige Messe wurde nun nicht mehr nur als
Mahlfeier gesehen, sondern als anschauliche Darstellung der Leiden Christi
verstanden. Verschiedene Riten nahmen an Bedeutung zu, z.B. das Erheben
von Brot und Wein durch den Priester wurde als Hinweis auf die Abnahme des
Leichnams Jesu vom Kreuz gedeutet. Tatsächlich kam es im Mittelalter zu
einer Betonung der realen Gegenwart Christi in den Gestalten von Wein und
Brot. Daraus entwickelten sich eigene Verehrungsformen für diese heiligen
Gaben.
Der Schwerpunkt
des Tages wird in feierlichen Gebeten und Gesängen zur Wandlung von Brot
und Wein in der heiligen Messe ausgedrückt. Darüber hinaus ist es bei uns,
wie auch in
vielen Pfarrgemeinden üblich, eine
Fronleichnamsprozession zu halten. Dabei wird das gewandelte Brot (Hostie)
in einer Monstranz vom Priester getragen. Über Monstranz und Priester
wird ein über Stäbe gespanntes, kunstvoll besticktes Tuch getragen, das
den Himmel verkörpern soll. Die Gläubigen ziehen mit der Monstranz durch
den Ort oder das Stadtviertel. Oft ist es üblich, Blüten von
Pfingstrosen oder anderen Blumen während der Prozession auf die Straßen
zu streuen.
Eine Sonderform der Fronleichnamsprozession stellt die Schiffsprozession
dar. In diesem Fall, wird die Monstranz auf Seen oder Flüssen mitgeführt
und vom Schiff aus eine Segnung vorgenommen.
Gemeinsam ist beiden Formen, dass bei dieser Prozession um das Wohl von
Menschen und Natur gebetet wird. |
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