|
Anton Bruckners Geburtshaus
Anton
Bruckner-Symphoniewanderweg
Links
|
 |
|
Anton
Bruckner (1824 - 1896)
|
Anton
Bruckner wurde am 4. September 1824 in Ansfelden geboren.
Der spätere Orgelvirtuose und Komponist stammte aus
einer katholischen Familie bäuerlicher Herkunft. Sein Vater
war Schullehrer in Ansfelden, seine Mutter starb früh.
| Rechts der originale
Geburtenbucheintrag Anton Bruckners im Ansfeldner
Matrikenbuch. |
|
 |
|
|
 |
Als
Sängerknabe am Stift Sankt Florian erhielt er Musikunterricht,
mit 17 Jahren wurde er Hilfslehrer in Windhaag/Freistadt
an der böhmischen Grenze; dort verdiente er sich auch als
begnadeter "Landlergeiger" sein Zubrot.
| Der nebenstehende Stich ist im
Klassenzimmer des Geburtshauses zu sehen und zeigt eine Tanzszene,
die von "Landlergeigern" begleitet wird. |
|
|
Nach Selbststudium
wurde er 1851 Stiftsorganist von Sankt Florian;
1855 wurde er
Domorganist in Linz, nachdem er einen Orgelwettbewerb
gewonnen hatte.
1868 zog er nach Wien, wo er unter
anderem bei Simon Sechter Kontrapunkt und Komposition studierte.
Später bekleidete er das Amt des Hofkapellenorganisten
sowie eines Lehrers für Orgelspiel und Komposition am Wiener
Konservatorium. 1875 wurde er Universitätslektor für
Musik an der Wiener Universität
.
|
 |
|
"Brucknerorgel" in
der Stiftsbasilika von St. Florian |
|
 |
Im Alter von etwa 40 Jahren fand Bruckner zu seiner eigenen
Tonsprache, wobei er besonders von der Musik Richard Wagners
beeindruckt war.
In seinen symphonischen
Werken verbindet sich Bruckners naive Frömmigkeit mit seinem
genialen Geschick, groß angelegte Kontrapunkte und raffinierte
Modulationen zu formen. Seine neun Symphonien zählen zusammen
mit seinen kirchlichen Kompositionen zu den Höhepunkten
der romantischen Musik.
Neben seiner Arbeit als Komponist war Bruckner aber vor
allem auch ein genialer Organist, wobei er mit seinen berühmten
Improvisationen wahre Begeisterungsstürme hervorrief.
Seine Orgelkonzerte machten ihn zu einem "Star"
und er füllte mehrmals die "Royal Albert Hall",
ein berühmtes Konzerthaus im Zentrum von London.
|
Bruckner musste auf dem "glatten Wiener Parkett" viele
Anfeindungen ertragen besonders durch den scharfen Musikkritiker
Eduard Hanslick.
Erst spät zollte man Bruckner jene Anerkennung, die seinem
Genie, das seiner Zeit voraus war, gebührte. So verlieh
man ihm 1891die Ehrendoktorwürde, vier Jahre später erhielt
er im Belvedere eine Ehrenwohnung, in derer bis zu seinem
Tod am 12. Oktober 1896 lebte.
Sein Leichnam
wurde später ins Stift St. Florian
überstellt, wo er heute in einem Sarkophag in der
Gruft, genau unter seiner geliebten Orgel ruht.
|
|
|
zurück zur Startseite
zurück zum Seitenanfang
|