|
Allerheiligen |
|
Allgemeines
Wie wird man heilig?
Evangelium
Halloween
|
|
Allgemeines
|
An
Allerheiligen gedenkt die katholische Kirche aller ihrer
Heiligen,
also nicht nur derer, die offiziell heilig gesprochen sind, sondern
auch (und insbesondere) der Heiligen, "um deren Heiligkeit niemand
weiß als Gott."
Am 1. November wird das
versprochene Leben im "Himmelreich", das jedem Christen nach seinem Tod
verheißen wird, gefeiert.
Viele Menschen nutzen diesen Feiertag um am Grab ihrer verstorbenen
Verwandten und Freunde zu beten.
|
 |
.
 |
Der
Allerheiligentag geht auf die Erinnerung an die Märtyrer früherer
Zeiten zurück. Bevor das Christentum im römischen Reich anerkannt
wurde, bezahlten zahlreiche Christen für ihren Glauben mit dem
Leben. Man glaubt, dass diese Märtyrer nach ihrem Tod ihren Platz
unmittelbar bei Gott gefunden haben.
Das
Fest wurde eingeführt, da es unmöglich war, jeden
Heiligen an einem
besonderen Tag zu feiern |
|
|
Ursprung
|
Seit dem 4. Jahrhundert gab es im Orient einen Gedenktag aller Märtyrer.
Über das Datum herrscht Uneinigkeit. Manche sprechen vom 13. Mai,
andere vom Sonntag nach Pfingsten sowie vom Freitag vor Ostern als
Gedächtnistages der Märtyrer.
Durch Papst Gregor III.,
dann endgültig durch Papst Gregor
IV. 835 wurde es für
die Westkirche auf den
1. November festgelegt, den
Jahrestag der Um-Weihe des heidnischen römischen
Pantheon zur christlichen
Kirche, die eben allen
Heiligen (bzw. Märtyrern)
gewidmet war. Ab
dem 8. Jahrhundert beginnt sich - wahrscheinlich durch den Einfluss
iroschottischer Wandermönche - das Allerheiligenfest vom gallischen
Raum ausgehend der 1. November als Festtermin durchzusetzen. |
 |
Am
Vorabend, am 31. Oktober,
wird Halloween
und von
Neuheiden
Samhain
gefeiert (das allerdings kein christliches Fest darstellt).
Das Vorangehen eines nicht christlichen Geistervertreibungsfestes vor
einem christlichen Fest gibt es auch bei
Krampus (5.
Dezember) und Nikolaus
(6. Dezember) oder
Silvester (31.
Dezember) und Hochfest der Gottesmutter
Maria (1.
Januar). |
|
zurück zur Startseite
zurück zur Kirchenfeste-Seite
zum Seitenanfang
zurück zur Lektoren-Seite
|
Was sind Heilige? |
Heilige sind Glaubenszeugen, Menschen, denen es besonders deutlich
gelungen ist, den ihnen überlieferten Glauben in ihre Zeit hinein zu
übersetzen und zu verlebendigen.
Klassisch hat man sie - je nachdem ob ihre körperliche, geistige
oder seelische Kraft besonders hervortrat - in drei Gruppen
eingeordnet:
| |
- Märtyrer (Glaubenszeugen, die für ihr Bekenntnis starben -
z.B. Hl. Stephanus
- Lehrer der Kirche (z.B Hl. Augustinus)
- Zeugen der Nächstenliebe
(z.B Hl. Elisabeth)
|
|
|
|
|
Wer ist heilig? Wie wird man heilig?
|
|
Weihrauchduft und Bildchen mit verklärten
Gesichtern: Das verbinden viele mit den Heiligen und Seligen der Kirche.
Zur
Heiligkeit sind aber alle Christen berufen, auch wenn sie manchmal "schwarze
Schafe" sind. Das wusste schon Paulus.
Ziemlich ergrimmt war Paulus über Spaltungen und
viele Verleumdungen unter den Christen von Korinth. Es war eine Gemeinde,
die er selbst gegründet hatte. Paulus schrieb daraufhin einen Brief, in dem
er die Christen von Korinth eindringlich zur Einheit mahnte. Die "schwarzen
Lämmer" nannte er trotz ihrer Verfehlungen "Heilige". Offenbar tat er das im
1. Korintherbrief nicht, weil sie so tugendhaft waren, sondern um sie an
ihre ursprüngliche Berufung zu erinnern, dem Evangelium gemäß zu leben.
Im Alten Testament wird Israel ein "störrisches
Volk" genannt, das dennoch als "heilig" bezeichnet wird.
Die Kirche steht
dem alttestamentlichen Gottesvolk in diesem Punkt um nichts nach, wie sogar
schon der 1. Korintherbrief, vor allem aber die Kirchengeschichte zeigen.
Der Papst hat mehrfach in den vergangenen Jahren in Schuldbekenntnissen
dafür gebetet, dass Gott den Christen für die Irrwege in der
Kirchengeschichte vergeben möge. Dennoch ist im Apostolischen
Glaubensbekenntnis von der "heiligen" Kirche die Rede.
Heilig sein bedeutet dementsprechend
nicht in
erster Linie, ethische Höchstleistungen zu vollbringen.
Wem das gelingt, hat
es ohnehin Gott zu verdanken und nicht seinem Ego. Heilig bedeutet vom Wort
her aber etwas anderes: "Ausgesondert" und berufen zu sein,
um einen Dienst
an den anderen zu tun.
In diesem Sinne sind alle Christen "Heilige". Nicht,
weil sie so gut sind, sondern weil ihnen durch die Taufe die Verkündigung
des Evangeliums Jesu aufgetragen ist.
|
|
zurück zur Startseite
zurück zur Kirchenfeste-Seite
zum Seitenanfang
zurück zur Lektoren-Seite
|
|
Aus
dem Heiligen Evangelium nach Matthäus, 5, 1.12
|
|
Die Bergpredigt: Die Rede von der wahren Gerechtigkeit
|
|
Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg
er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm.
Dann begann er zu reden und lehrte sie.
Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott;
denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden
getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn
sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der
Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden
Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn
sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie
werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen
verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen
beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.
Freut euch und jubelt: Euer Lohn im
Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten
verfolgt.
|
| |
|
zurück zur Startseite
zurück zur Kirchenfeste-Seite
zum Seitenanfang
zurück zur Lektoren-Seite
|
|
|
|
Halloween |
|
Halloween ist die Kurzform des englischen Begriffs
„All Hallows Eve“ zur Bezeichnung des Abends vor Allerheiligen
am 31. Oktober und ist heute ein vor allem für Kinder ausgerichtetes Fest
der Gespenster und Hexen. Der Ursprung dieses Festes ist der keltische
Neujahrstag am 1. November. Mit dieser Nacht zu Beginn der dunklen
Jahreszeit begann für die Kelten auch die Zeit der Geister. Um den bösen
Geistern zu wehren, zogen die Menschen von Haus zu Haus mit ausgehöhlten
Kürbissen, die, von innen beleuchtet, grimmige Grimassen zeigten.
|
 |
Wie
auch in anderen katholischen Ländern, glaubten die Menschen im
mittelalterlichen England, dass die Toten zwischen Allerheiligen
(1.November) und Allerseelen (2. November), dem Tag, an dem für die
Verstorbenen gebetet wird, noch einmal aus dem Fegefeuer zurückkehren
würden, um in ihre Häuser zu gehen und die Angehörigen um deren Fürbitte zu
ersuchen.
 |
Halloween galt als der Abend, an dem die Glocken den Gedenktag der Heiligen
einläuteten. Erst seit dem 19. und verstärkt seit dem 20. Jahrhundert hat
sich Halloween den Ruf erworben, eine Nacht zu sein, in der Geister, Hexen
und Feen besonders aktiv sind.
Zu den Halloweenbräuchen gehört auch das
Erschrecken der Leute mit einer ausgehöhlten Kohl- oder Steckrübe, in die
ein schauriges Gesicht geschnitzt und eine brennende Kerzen gestellt wird.
In Amerika nimmt man statt einer Rübe lieber einen Kürbis. Auch gruselige
Verkleidungen zur Abwehr der Geister waren beliebt ein Brauch, der vor allem
von Amerika kommend auch in Europa wieder auflebt. |
|
|
zurück zur Startseite
zurück zur Kirchenfeste-Seite
zum Seitenanfang
zurück zur Lektoren-Seite |
| |