Mit Jahresende 2001 konnte das Funkprojekt Radio Waslala, das von der Pfarre Pucking unterstützt wurde, erfolgreich abgeschlossen werden. Die Unterstützung, für die wir von Evelio Salinas, Direktor von Radio Waslala, eine auf den Cent genaue Abrechnung bekamen, betrug 3.400 US$ (3.805 Euro oder 52.361 öS). Um dieses Geld erhielt Radio Waslala einen Telefonanschluss (für den 700 Meter Telefonkabel händisch verlegt mussten!), drei Satellitentelefone für die Ortschaften Kubalí, Puerto Viejo und Naranjo, sowie zwei mobile Funkgeräte, die in den Bergen und den schwer erreichbaren Weilern rund um den Ort Waslala im Einsatz sind. Die Freude der Bevölkerung war groß, als sie zum ersten Mal von ihren abgelegenen Ortschaften weg telefonieren konnten. Das Komitee für soziale Kommunikation von Radio Waslala bedankt sich herzlich für die Unterstützung dieses hilfreichen Projekts.
Aus Waslala im Regenwaldgebiet Nicaraguas erreichte uns ein längerer Brief von Pfarrer Padre Carlos Pinto. Padre Carlos berichtet über das Leben der Kaffeepflücker, die Entwicklungen im Sozialbereich und über den Ausbau von Radio Waslala, den auch die Pfarre Pucking unterstützt hat (Projekt: Verbesserung der örtlichen Kommunikation mit den abgelegenen Dörfern rund um Waslala):
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Liebe Freundinnen und Freunde in Österreich!
Ich möchte euch Nachrichten von den Leuten aus Waslala schicken. Die Radiostation funktioniert gut. Wir sind gerade dabei, die Dokumente für die öffentliche
Lizenzierung fertigzustellen. Damit können wir die Ausstrahlungsleistung des Senders erhöhen und alle kleinen Orte in den Bergen erreichen. Herzliche Grüße
Padre Carlos Alberto Pinto da Silva |
In einem vierseitigen Text berichtet P. Carlos über eine Reihe von Fortschritten im Sozialbereich in diesem "Mikrokosmos der Armut, Angst und Hoffnung (=Waslala)"
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Das lokale Gesundheitszentrum wurde wieder instand gesetzt, mehr als 200 Laien bekamen eine Katechetenausbildung, viele Campesinos (Bauern) machen Fortschritte in der organischen
Landwirtschaft, Radio Waslala erreicht bereits 80 % des gesamten Gebietes...... Trotz dieser hoffnungsvollen Veränderungen sind die Zeichen der Armut unübersehbar: Die
"Tagelöhner des 21. Jahrhunderts" sind Kaffeepflücker. Frauen, Männer und Kinder schlafen vor der Kirche, um auf den LKW zu warten, der sie zu den Feldern bringt. Die harte
Arbeit in sengender Hitze bringt pro Tag im besten Fall zwei US-Dollar (nicht einmal 2 Euro) ein.....
Herzliche Grüße auch von Günter und Orlinda Pilz, die jetzt in Guatemala leben und arbeiten. Bei einer Nicaraguareise im Juni haben sie ihre Heimat Waslala und Puerto Cabezas besucht. Vor kurzem haben wir ihren ausführlichen Reisebericht erhalten.
In Sachen Solidarität ist die Jugend vorne!
Die Jugendgruppe der Pfarre Pucking unterstützt in Waslala (Nicaragua) den Aufbau einer Funkstation der Radiostation "Der große Sender des Friedens". Der
Erlös des Pfarrcafes und die "Plünderung" des Jugendsparbuches ermöglicht die Übernahme der Anschlußkosten und ein kleine Teilfinanzierung einer Funkstation.
Danke für das vorbildhafte Engagement!