Karl Rammer

Karl Rammer, geboren in Ried, Augustinerchorherr (Stift. St. Florian), Kaplan in Mauthausen und Ansfelden, Geistlicher Assistent der KAB, ging im Dezember 1987 auf längere Zeit auf Arbeitseinsatz nach Nicaragua.

    


Hörprobe
 
  Das Lied erinnert an die Gefallenen und Märtyrer der sandinistischen Revolution (1979), die ihr Leben für ein freies und gerechteres Nicaragua ließen.
Aus ihrem Tod erwuchs die Hoffnung auf ein Leben in Würde und Gerechtigkeit für viele!

Sein Motto war:
Statt Zuschauer zu sein, möchte ich meinen persönlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Nicaragua leisten. Mit meinem Arbeitseinsatz möchte ich auch den Menschen in Nicaragua meine Solidarität ausdrücken.

Im Jahr 1996 im Alter von 45 Jahren ereilte ihn überraschend der Tod. Er war ein stiller, in sich gekehrter Mensch, setzte sich jedoch mit unglaublicher Energie für die Benachteiligten der "Dritten Welt" ein. Vor allem mit Nicaragua war er sehr verbunden, lebte er doch einige Monate in der nordnicaraguanischen Stadt Condega. Zeit seines Lebens blieb er mit Condega in Verbindung und hat durch das Solidaritätskomitee Ansfelden, welches er gegründet hat, viele Einrichtungen der Partnerstadt in Nicaragua finanziell unterstützt.

Bild von Kerze

Ein großes Projekt wurde vom Nicaraguakomitee Ansfelden in Erinnerung an Karl Rammer initiiert: Der Bau eines Begegnungszentrums, benannt nach seinem Namen "Centro de Convenciones Karl Rammer". Mit diesem Zentrum wird jene grundlegende Infrastruktur geschaffen, welche die Mindestanforderung für die Entwicklung und Förderung von Kunst, Kultur, Politik, Diskussion, bürgerliche Teilnahme, Schulung und Fortbildung gewährleistet.
Im Dezember 2000 konnte bereits die 1. und 2. Bauetappe mit einer feierlichen Eröffnung des Anton-Bruckner-Saals (Versammlungssaal), dem Hauptteil im Begegnungszentrum, abgeschlossen werden. Zahlreiche Unterstützungsaktionen hier in Oberösterreich halfen mit, dieses Projekt zu realisieren. Regelmäßig stattfindende Initiativen des "Ansfeldner Personenkomitees für Nicaragua" (seit 1986 bestehend), und viele andere solidaritätsbekundende Veranstaltungen (z.B. Schulpartnerschaften, EZA-Märkte, Floh- und Weihnachtsmärkte, Vorträge, Film- und Diskussionsabende, Lesungen, Ausstellungen, etc.) tragen dazu bei, dass das Projekt Begegnungszentrum und viele andere Projekte verwirklicht werden können. Die Aufbringung der großen Summen an Hilfs- und Entwicklungsgeldern hat sicher auch damit zu tun, dass sich zahlreiche Einzelpersonen, Gruppen, Institutionen und Pfarren von der Erinnerung an Karl Rammer und seine Vision von einer gerechteren Welt inspirieren ließen.


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