Räucher-Brauchtum in der Weihnachtszeit

In den zwölf Nächten zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag spricht man von der "Zeit zwischen den Zeiten", denn es sind genau jene zwölf Nächte, die zwischen dem Mondjahr mit 354 Tagen und dem Sonnenjahr mit 365 Tagen liegen.
In diesen Tagen, so glaubten die Leute in alter Zeit, machte die Frau Percht mit ihrem unheimlichen Gefolge den Menschen Angst. Der Bauer schützte seine Hausbewohner und das Vieh im Stall vor den bösen Geistern, indem er räuchernd durchs Haus und durch den Stall ging.
In der Räucherpfanne waren Glutstücke mit geweihten Kräuterbüscheln wie Wacholder, Salbei, Beifuß, Tanne und Kiefer,...sie galten schon bei den Kelten und Germanen als heilige Räucherpflanzen.
Der aromatische Rauch hatte auch eine reinigende Wirkung für die Leute im Haus. Weihrauch konnte man sich früher in den Haushalten nicht leisten.
In der Kirche wurde schon seit jeher Weihrauch verwendet. Mit dem Rauch, der nach oben stieg, schickte man Gebete zum Himmel.
Auch wenn wir uns heute nicht mehr vor bösen Wintergeistern schützen müssen, halten wir in den Weihnachtstagen diesen Brauch gerne hoch.
Der Geruch von ätherischen Ölen, Harzen,.. wirkt anregend, entspannend, desinfizierend und kann auch atmosphärisch reinigen (wo z.B. dicke Luft ist).






