Gut, dass es die Pfarre gibt !

So wird es noch oft zu hören und zu lesen sein und in die Augen springen;  aber das ist auch schon das einzige Wahlplakat bis hin zum 18. März 2012. Eigentlich spricht sehr viel Selbstbewusstsein aus diesem Wahlspruch, wo man schon kritisch fragen darf, ob das so stimmt? -  Machen wir einmal ein Gedankenexperiment, auch wenn es nur theoretisch bleiben muss, sich die Kirche, den Friedhof und die ganze Ortsgeschichte wegzudenken.


Also: was wäre unser Leben in Altenfelden ohne die Pfarre und ihre Aktivitäten?

Was wäre Altenfelden ...

  • ohne Kirche als weithin sichtbares Wahrzeichen, das auch Erkennungszeichen ist und mit Uhr und Geläute Tages- und Festzeiten prägt?
  • ohne Sonntagsgottesdienste, die erst den sog. „Frühschoppen“ möglich machen?
  • ohne Seelsorger am Ort, der inzwischen die meisten Leute kennt und in Freud und Leid Menschen mit Gott verbindet?
  • ohne die kleinen und großen Feste des Kirchenjahres und ohne Advent- und Fastenzeit?
  • ohne feierliche Aufnahme in die Gemeinschaft der Gläubigen durch Taufe, Erstkommunion und Firmung?
  • ohne Pfarrhof, Pfarrkanzlei und das ganze Pfarrzentrum mit so vielen Veranstaltungen für verschiedenste Gruppen oder für alle Pfarrangehörigen?
  • ohne die vielen Anlässe für die Vereine – Musik, Feuerwehr, Goldhauben- und Kopftuchgruppe Festtage für die Bevölkerung feierlich zu gestalten und öffentlich Gemeinschaft zu leben?
  • ohne sozial engagierte Personen, die durch Alten- und Krankenbesuchsdienst, Sternsingeraktion oder der Sammelaktionen der Männer und Frauen gegen die Not der Welt, Menschen Hilfe zukommen lassen?
  • ohne Pfarrblatt und Pfarr-Homepage, durch die der Pfarrbevölkerung das Pfarrleben näher gebracht wird.
  • ohne Hinführung der Kinder nach dem Kindergarten durch Religionsunterricht in der Schule und durch Jungschar zur Freude an der christlichen Glaubensgemeinschaft?
  • ohne die vielen Dienste für feierliche Gottesdienste: Mesnerdienst, Lektoren, Kommunionspender, Ministranten, Blumenschmuck und Kirchenputz – und nicht zuletzt ohne Kirchen-musik durch Chor und Organisten?
  • ohne das Gemeinschaftszeugnis der Kath. Aktion – Frauen, Männer, Jungschar, oder auch ohne Jugendzentrum und Spielgruppen?
  • ohne Bildungswerk und öffentliche Bibliothek mit ihren kulturellen Angeboten

Diese Auflistung soll nur bewusst machen, was alles ohne die Pfarre fehlen würde. Dazu gehört ganz entscheidend der hier nicht genannte Pfarrgemeinderat.

Wird das Gesicht des neu zu wählenden Leitungsgremiums so sein, dass sich darin der Großteil aller Getauften in unserer Gemeinde vertreten fühlt?

Das wird, liebe Leserin und lieber Leser, ganz entscheidend auch von Ihnen/Dir abhängen: durch Ihre Teilnahme an der Wahl am 18. März ebenso wie durch Ihre Unterstützung geeignete Kandidaten/Innen zu finden.

Wir werden Sie am Beginn des neuen Jahres mit einem Informationsblatt einladen, uns (schriftlich) mögliche Personen zu nennen.

Sie sollten dabei an Frauen und Männer, sowie Vertreter der jüngeren Generation denken, die jetzt nicht im PGR sind und bei denen sie auch eine Kandidatur für wünschenswert und für möglich halten – das wird keine Vorwahl sein, sondern es soll dem Wahlvorstand ein Stimmungsbild und eine Hilfe geben, der letztlich für die Kandidatenauswahl am Wahltag zuständig ist.

So hoffe ich im kommenden Jahr sehr auf eine möglichst breite Unterstützung und dass auch die Wahlbeteiligung wie zuletzt 2008 wieder über dem Durchschnitt in Diözese und Dekanat liegen wird.

Mit Zuversicht und Gottvertrauen sehe ich als Pfarrer dem kommenden Jahr und auch der Pfarrgemeinderatswahl entgegen.

Pfarrer Clemens