Weihnachtliche Chormusik 2009

Ein ehrgeiziges Ziel hat sich heuer unser Kirchenchor und das Kirchenorchester unter der Leitung unseres Chorleiters OSR VD Reinhard Lehner für die Weihnachtsfeiertage gesetzt:

Gleich 2 Messen werden diesmal einstudiert und bei der Christmette (24.12.09 um 23.00 Uhr) sowie beim Hochamt am Christtag (9.15 Uhr) aufgeführt.


Christmette:      Pastoralmesse von Vaclav Emanuel Horák
Hochamt:           Missa brevis in F (Jugendmesse) von Josef Haydn

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Über Vaclav Emanuel Horák:

Václav (Wenzel) Emanuel Horák (* 1. Januar 1800 in Lobeč; † 3. September 1871 in Prag) war ein tschechischer Komponist, Kirchenmusiker und Pädagoge.

Horák besuchte ab 1813 das Gymnasium in Prag und wirkte daneben als Sängerknabe und später als Choralist an der St. Niklas-Kirche in Prag-Kleinseite. An der Prager Universität studierte er zuerst Philosophie und später Rechtswissenschaft. Der Wunsch, bei Johann Wenzel Tomaschek eine musikalische Ausbildung zu beginnen, blieb ihm jedoch aus finanziellen Gründen versagt. Erst später wurde er Schüler von Friedrich Dionys Weber und Johann August Wittassek. Um 1830 wurde Horák Organist an der Prager Dreifaltigkeitskirche und kurz darauf auch Lehrer an der Prager Orgelschule. 1833 wurde er Organist an der Teinkirche, 1837 Chordirektor an der Franziskanerkirche Maria Schnee und 1853 Regens chori an der Adalbertskirche. 1859 wurde ihm an der Teinkirche die Leitung der Kirchenmusik übertragen. Er war Ehrenmitglied vieler Vereinigungen und Akademien, so auch des Mozarteums in Salzburg.

Werk:
Horák ist stilistisch noch der Klassik zuzurechnen, vermutlich beruhte dies auf dem nachhaltigen Einfluss seiner Lehrer Weber und Wittasek, die wiederum stark von Mozart geprägt waren. Seine kirchenmusikalischen Werke - zwölf Messen, ein Requiem, eine Passion, Motetten und geistliche Lieder - waren zu seinen Lebzeiten weit verbreitet und werden noch heute aufgeführt. Daneben veröffentlichte er zwei Gesangsschulen und verfasste eine Schrift Über die Mehrdeutigkeit der Akkorde.  

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Zur Jugendmesse von Josepf Haydn:

Joseph Haydn (1732-1809)
"JUGENDMESSE" Missa brevis in F (Hob. XXII:1)
für 2 Solosoprane, Chor, Streicher und Orgel

Die Missa brevis in F ist Haydns erste erhaltene Messkomposition. Komponiert hat er sie wahrscheinlich 1749, ein Jahr vor Bachs Tod, zehn Jahre vor dem Tod Händels, sieben Jahre vor der Geburt Mozarts. 1749 ist auch das Jahr, in dem der 17jährige Haydn im November als Domsängerknabe zu St. Stephan in Wien ausscheiden musste.

Die Besetzung mit 2 Solosopranen war an sich nicht üblich, man nimmt aber an, dass Haydn diese Messe noch als Sängerknabe geschrieben hat und zwar für sich und seinen jüngeren Bruder und Kollegen Johann Michael (1737-1806), den späteren bedeutenden Kirchenkomponisten und Freund Mozarts in Salzburg.

Das Kyrie ist dreiteilig angelegt. Ernste Rufe des Chores gestalten die beiden Eckteile, ein lebhaftes Duett von Solosopran und Solotenor kontrastiert diese im Mittelteil.

Der bewegt-frische Kyrie-Anfang wird - wie es in dieser Zeit häufig der Fall ist - im Agnus Dei bzw. im "Dona nobis pacem" wiederholt und umrahmt so die gesamte Komposition.

Die textreichen Abschnitte im Gloria und Credo sind in den meisten frühen Messkompositionen Haydns und bei vielen seiner Zeitgenossen durch "Polytex-tierung" stark gekürzt, nicht aber die wesentlichen Aussagen zur Menschwerdung ("Et incarnatus est"), Kreuzigung ("Crucifixus") und Begräbnis ("et se-pultus est").

Sehr innig gehalten ist das den beiden Solosopranen anvertraute "Benedictus".

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