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Sonntagsgottesdienst - Wort-Gottes-Feier

 

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"In der Offenbarung
redet der unsichtbare Gott die Menschen an
wie Freunde ..."

(II. Vatikanisches Konzil)

"Man kann unmöglich den Gottesdienst der Kirche gesund erhalten, wenn man den Kontakt mit einem lebendigen und gesunden Verständnis der Schrift verliert."

Hans-Bernhard Meyer, in: BiLi 40 (1967) 298.

1. Diözesane Rahmenordnung: Liturgische Sonntagsfeier ohne Priester

Die Rahmenordnung setzt theologische und pastorale Akzente für die Notsituation, wenn am Sonntag keine Messfeier sein kann. Sie betont die Eucharistie als die dem Sonntag entsprechende Feier, sie wirbt für einen sonntäglichen Gottesdienst der Gemeinde am Ort, auch wenn keine Messfeier möglich ist.

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Die Rahmenordnung nennt Aufgaben, die in dieser Umbruchszeit allen Gemeinden zukommen, wie die Sorge um eine sinngerechte Feier der Eucharistie und das Bemühen um die Vielfalt von Gottesdiensten. Konkrete Hinweise zur Gestalt einer Wort-Gottes-Feier, zu Einzelfragen wie Predigt und Kommunionspendung sowie zu Leitung und Ausbildung beschreiben den diözesanen Rahmen.
Bischof Maximilian schreibt zum Abschluss: "Bei den Bemühungen um einen guten gemeinsamen Weg benötigen wir die gegenseitige Ermutigung und den offenen Austausch auf allen Ebenen ... bitte ich alle Verantwortlichen in den Pfarren und Dekanaten, in den diözesanen Gremien und Ämtern, die Mitverantwortung für die liturgische Sonntagsfeier ohne Priester wahrzunehmen und den Nöten,

© Josef Geißler

aber auch den Chancen nachzugehen und sie im Miteinander für ein vertieftes kirchliches Leben unserer Pfarrgemeinden fruchtbar zu machen." 
 

Ergänzungen zur Rahmenordnung:

Der Dienst am Wort Gottes in der sonntäglichen Wort-Gottes-Feier (Predigtdienst), veröffentlicht im Linzer Diözesanblatt vom März 2005: siehe hier.

Hilfestellung zur Klärung liturgischer Feierformen am Sonntag, Herausgeber: Liturgiereferat Linz im Auftrag der diözesanen Liturgiekommission, 2007; als A5-Heft (21 Seiten) erhältlich im Behelfsdienst Linz; den Text finden Sie auch hier.

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2. Liturgie im Seelsorgeraum
Diözesane Leitpunkte für die Erarbeitung von Gottesdienstordnungen

a) Gottesdienstordnungen für die Sonntage (2000)

Personelle Veränderungen im Leben der Pfarrgemeinde bzw. benachbarter Gemeinden erfordern vermehrt die Gottesdienstordnung zu verändern und auch mit anderen Gemeinden zu koordinieren. Das berührt den Lebensrhythmus des Einzelnen wie auch der Gemeinden insgesamt; es stellt auch grundsätzliche und praktische Fragen. Damit die notwendigen Entscheidungen möglichst transparent und gut reflektiert entwickelt werden, bietet eine "Gesprächshilfe zur Erarbeitung einer Gottesdienstordnung für mehrere Pfarrgemeinden" Anregungen: für die Gestaltung des Gesprächsprozesses zur Entscheidungsfindung und "Diözesane Leitpunkte für die Erarbeitung einer Gottesdienstordnung". Die "Gesprächshilfe" (mit den Leitpunkten) ist im Behelfsdienst erhältlich.

b) Gottesdienstordnungen für die Hochfeste (2008)

Die liturgischen Feiern zu den Hochfesten im Kirchenjahr. Leitsätze zur Erarbeitung von Gottesdienstordnungen für mehrere Pfarrgemeinden

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3. Materialien
  • WORT-GOTTES-FEIER Werkbuch für die Sonn- und Festtage. Herausgegeben von den Liturgischen Instituten Deutschlands und Österreichs im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz, der Österreichischen Bischofskonferenz und des Erzbischofs von Luxemburg, Trier 2004. Geb. Ausgabe, 208 Seiten, 3 Lesebändchen, 17 x 24 cm
    14,90 EUR | Bestell-Nr. DLI 5290: Deutsches Lit. Institut oder im Behelfsdienst Linz

  • VERSAMMELT IN SEINEM NAMEN. Werkbuch für Gottesdiesnte an Wochentagen. Eine Hilfe zur Vorbereitung und Leitung von Gottesdiensten an Wochentagen bietet das Werkbuch "Versammelt in Seinem Namen", das von den Liturgischen Instituten herausgegeben wurde. Es soll eine Unterstützung und Orientierung sein für alle, die - vielleicht neben den Wort-Gottes-Feiern am Sonntag - auch an Wochentagen die gottesdienstliche Versammlung der Gemeinde vorbereiten und leiten. Neben Modellen für Wort-Gottes-Feiern an Wochentagen enthält das Buch weitere Anregungen und Vorschläge für die Feier der Tagzeitenliturgie und Beispiele für Andachten. Jedem dieser drei Hauptteile ist eine pastorale Einführung vorangestellt. Grundelemente einer Feier werden erläutert und in ihrem Kontext verständlich gemacht. Neben Modellen, die unmittelbar verwendet werden können und an denen die Grundstrukturen der verschiedenen Feiern sichtbar werden, bietet das Werkbuch eine Vielzahl von Auswahltexten.
    394 Seiten, Trier 2008. 19,80 EUR; Bestellung: Behelfsdienst Linz

  • HANDREICHUNG ZUR MUSIKALISCHEN GESTALTUNG VON WORT-GOTTES-FEIERN AN SONN- UND FESTTAGEN. Kirchenmusikkommisssion der Diözese Linz 2004. 24-seitiges A5-Heft; Preis: ca € 2,20; erhältlich im Behelfsdienst Linz. 

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4. Kleidung
likkleidung.jpg Der Text der Liturgiekommission richtet sich an jene, die im pfarrlichen Gespräch Fragen des liturgischen Gewandes für die Laiendienste erörtern möchten. Er soll auch denen eine Hilfe sein, die liturgische Kleider herstellen wie auch jenen Personen, die für sich ein Kleid anfertigen lassen wollen. 
Im Liturgiereferat liegt zur Ansicht eine kleine Fotosammlung von liturgischen Gewändern auf, die vorwiegend von PastoralassistentInnen unserer Diözese getragen werden.

Danke für jedes Foto - Bitte an das Liturgiereferat schicken

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5. Ganzheitliche Feier des Gotteswortes - Anregungen

 

Ambo Puchkirchen

„MIT HERZEN, MUND UND HÄNDEN“

Anregungen für die Messfeier und die Wort-Gottes-Feier

DIE BEDEUTUNG DER WORT-GOTTES-VERKÜNDIGUNG IN DER LITURGIE

„Es gibt verschiedene Formen, mit dem Wort Gottes vertraut zu werden. Die wichtigste und allen zugängliche Form besteht im Hören auf das Wort Gottes im Gottesdienst. (Bischof Wilhelm Egger)
Mitte und Ziel der Verkündigung der Feier des Gotteswortes ist die Begegnung mit dem jetzt gegenwärtigen Christus. Ihn feiern wir, wenn wir sein Wort hören. Denn Christus selbst spricht, wenn die Heiligen Schriften in der Kirche gelesen werden. Gott möchte uns in Christus begegnen; er kommt seinen Kindern auch auf diese Weise in Liebe entgegen und nimmt mit ihnen das Gespräch auf (vgl. II. Vatikanum, Konstitution über die Göttliche Offenbarung, (DV) Art. 21). Er redet uns an „wie Freunde, um uns in seine Gemeinschaft einzuladen und aufzunehmen“ (DV, Art. 2). So „wird die Liturgie, die ganz aus dem Wort Gottes lebt, selbst zu einem neuen Heilsereignis“. (Pas-torale Einführung in das Messlektionar (PEM), Art. 3)

FEIER DES WORTES GOTTES
Die Begegnung mit Christus erfasst den ganzen Menschen, das Denken und Fühlen, alle Sinne. Daher ist eine „Inszenierung“ der Feier des Gotteswortes kein „Theater“. Es ist ein menschlicher Weg, dem gerecht zu werden, was in dieser Begegnung nach Ausdruck sucht.

Feier mit allen Sinnen - Davon ist alles berührt:

  • die Menschen in ihren körperlichen Haltungen und ihren sinnlichen Wahrnehmungen, etwa: sitzen zum aufmerksamen Hören der Lesungen, sich erheben zum Ruf des Halleluja und stehen beim Vortrag des Evangeliums; bewegen bei Prozessionen; hören auf das Wort und in der Stille; singen der Lieder; riechen von Weihrauch; sehen der Zeichen, ...
  • die Gestaltung der Bibel und der Umgang mit dem heiligen Buch (bzw. Lektionar / Evangeliar), etwa: seine kostbare Gestaltung, Verehrung durch Prozession, Weihrauch und Kerzen; die angemessene Ausgestaltung der liturgischen Handlung;
  • die Gestaltung und Verwendung des Raumes, etwa: die angemessene Gestaltung und Auszeichnung des Ambo (Blumen, Kerze), seine Reservierung für die Verkündigung der Schrift.

Ob man das Wort Gottes innerhalb einer Messe feiernd verkündet, bei einer Wortgottesfeier oder in anderen gottesdienstlichen Formen:
Die Intensität der zeichenhaften Ausgestaltung wird Maß nehmen an
- einem wohlüberlegten Standard zeichenhafter Ausgestaltung,
- an der konkreten Gottesdienstgemeinde und
- dem Feieranlass.

Jeder Wortgottesdienst hat auch eine innere dramaturgische Struktur, die ihren Höhepunkt im Verkünden des Schriftwortes aus den Evangelien findet. Die Feiergestaltung wird diesem Handlungsverlauf Rechnung tragen.

ANREGUNGEN ZUR FEIER DES WORTES GOTTES

  • Die Person des Verkündigers / der Verkündigerin
  • Bücher:
    die Heilige Schrift - das Evangeliar - das Lektionar
  • Der Ort der Verkündigung:
    der Ambo
  • Gestufte Festlichkeit / Die Dichte der Zeichen
  • Die Feier des Wortes Gottes innerhalb der Eucharistiefeier:
    Standard und Festgottesdienst
  • Die Feier des Wortes Gottes in Wortgottesfeiern und in anderen Gottesdienstformen


a) Die Person des Verkündigers / der Verkündigerin
Die Einbindung des Lektors / der Lektorin in die liturgische Handlung (z. B. beim Einzug), seine/ihre äußere Haltung und die Kleidung können die innere Einstellung unterstreichen und so den HörerInnen etwas von der Bedeutung des Geschehens wahrnehmen lassen – „Christus spricht nun zu uns“, daher: Wer immer das Gotteswort vorträgt, kann durch sein äußeres Verhalten auch etwas beitragen zur Sammlung, zum Hinhören, zu einer freundlichen und offenen Atmosphäre. Auch der/die VerkünderIn selbst kann durch die äußere Form Halt finden.

  • Freundliche Offenheit signalisieren; Natürliches, angemessenes Gehen zum Verkündigungsort, gesammelte Händehaltung, ...
  • Kleidung: wenn möglich liturgisches Kleid, sonst Kleidung, die dem Dienst entspricht: Orientierungspunkt: die Kleidung soll nicht vom Hinhören auf das Schriftwort ablenken.
  • Gesten: sollen natürlich und klar gesetzt werden; man vermeide theatralische Übertreibung und kleinräumiges, kaum wahrnehmbares Handeln.

b) Bücher: Die Bibel – das Evangeliar – das Lektionar
Auch die Bücher, aus denen das Wort Gottes gelesen wird, machen den HörerInnen die Gegenwart Gottes bewusst, der zu seinem Volk spricht. Deshalb soll man für eine würdige, passende und schöne Ausstattung der Bücher sorgen. (Vgl. PEM 5, Art. 35)

Evangeliar:
Das Evangelium ist der Höhepunkt des Wortgottesdienstes. Daher haben nach langer Tradition des Ostens und des Westens die Liturgien zwischen den Büchern für die verschiedenen Lesungen einen Unterschied gemacht. Das Buch mit dem Evangelium wurde mit noch größerer Sorgfalt hergestellt und geschmückt und höher verehrt als jedes andere Buch mit biblischen Lesungen. Es ist auch weiterhin sinnvoll, ein eigenes besonders ausgestattetes Evangeliar zu verwenden.
Das Evangelienbuch enthält die Evangelien aller Sonn- und Festtage für alle drei Lesejahre. Im Buchhandel werden verschiedene Ausgaben angeboten, es ist aber auch überlegenswert, für die ei-gene Pfarrgemeinde eine eigene Buchgestaltung zu überlegen.

c) Der Ort der Verkündigung: der Ambo
Was in der Liturgie wichtig ist, hat im allgemeinen auch seinen eigenen Ort im Feierraum. „Die Würde des Wortes Gottes erfordert für seine Verkündigung einen besonderen Ort, ..“ (Allg. Einführung i. d. Messbuch; Art. 272) Der Ambo ist mehr als ein Lesepult mit einem Mikrofon; seine Position im Raum, seine Gestalt und sein Schmuck sollen dies unterstreichen – besonders aber seine Reservierung für die Verkündigung des Wortes Gottes (so weit es die Raumsituation zulässt).

Der „Tisch des Wortes“ soll ähnlich wie der „Tisch des Brotes“ geschmückt sein:

- Blumenschmuck;
- es kann eine Kerze beim Ambo brennen;
- manche Ambonen können auch mit einem Textil in der aktuellen liturgischen Farbe ausgestattet werden.

Die Möglichkeiten des Schmucks werden abhängen von der Anlage des Ambo und seiner faktischen Verwendung. Ist er Leseort für alles mögliche, ist es weniger sinnvoll, ihn als einen zentralen Handlungsort der Liturgie zu schmücken.

d) Die gestufte Festlichkeit / Die Dichte der Zeichen
Es empfiehlt sich ein - allgemeiner sonntäglicher und - ein festtäglicher Standard (mit entsprechenden Varianten je nach Situation).

Jede Feier braucht ihre Zeichen; ein Zuviel aber entrückt das Wort und ein Zuwenig belässt das Wort leicht an der Oberfläche.
Je vertrauter die Mitfeiernden mit dem Wort Gottes sind, desto eher kann man auf Zeichenfülle verzichten. Zu besonderen Anlässen wird aber gerade diese Fülle geschätzt.
Je weniger die Mitfeiernden einen inneren Zugang zur Heiligen Schrift mitbringen, desto mehr soll zum gesprochenen Wort die sinnenhafte Gestaltung hinzutreten; eine allzu intensive Zeichen-gestalt kann aber die Distanz noch vergrößern.
Je größer eine Feiergemeinde ist, desto wichtiger wird die Kommunikation durch nicht-sprachliche Zeichen.

e) Die Feier des Wortes Gottes innerhalb der Messe

e 1) Vorschlag für einen sonntäglichen Standard
(mit Rücksicht auf die weit verbreitete Praxis ohne Evangelienbuch)

  • Am Ambo brennt eine Kerze. Blumenschmuck zeichnet ihn aus.
  • Der/die LektorIn zieht mit ein und trägt das Buch. Er/Sie stellt es in die Mitte des Altares und macht abschließend eine kleine Verneigung vor dem Buch. Oder: Das Lektionar steht bereits vor dem Gottesdienst in der Mitte des Altares.
  • Der/Die LektorIn holt zur ersten Lesung das Buch vom Altar. Vor dem Nehmen des Buches verneigt sich der/die LektorIn vor dem Buch.
  • Beim abschließenden Ruf nach der Lesung („Wort des lebendigen Gottes ...“) hebt er/sie das Buch ein wenig, um es dem Volk zu zeigen.
  • Die entsprechende musikalische Gestaltung der Gesänge im Wort-gottesdienst (Antwortpsalm und Halleluja) prägt besonders den Feiercharakter.
    Das Halleluja als selbständiges Element der Feier ist ein freudiger Ruf, in dem sich die Gemeinde Christus zuwendet, der im Evangelium zu ihr spricht. Daher stehen die Gläubigen bereits beim Halleluja (bzw. beim Ruf zum Evangelium).
    Beim Halleluja (falls der/die KantorIn nicht am Ambo singt) treten der Priester (Diakon) und zwei Ministranten an den Ambo. Ministranten tragen Leuchter (ggf. nur zu den Festzeiten).
  • Zur Feier des Gotteswortes gehört wesentlich die Stille – Momente der inneren Aufnahme, besonders nach dem Evangelium bzw. nach der Predigt.
  • Die Dialoge am Beginn und am Ende des Evangeliums können gesungen werden – an Festtagen singt man dann auch das Evangelium.
  • Erheben des Lektionars nach dem Evangelium zum Dialog „Evangelium unseres Herrn Jesus Christus...“
  • Nach dem Evangelium bleibt das Buch geöffnet: Es soll keinesfalls in der Ablage des Ambo verschwinden. Besonders sinnvoll ist es, wenn das geöffnete Lektionar während der Predigt am Ambo verbleibt und in die Ansprache erkennbar einbezogen wird, z. B. Blick in das Buch, Zitate aus den gelesenen Schriftstellen... Dies ist aber nur zu empfehlen, wenn das Lektionar nicht durch Predigtvorbereitungen überlagert wird.

In jedem Fall soll das Buch nach der Verkündigung geöffnet und für die Gemeinde erkennbar an einem würdigen Ort abgelegt werden:

  • an der Vorderseite des Ambo, falls dieser eine entsprechende Ablagefläche aufweist (siehe z. B.: Ternberg, Linz-Karmelitin-nen, Zell/Pram),
  • auf einem eigenen dem Volk zugewandten Pult oder Tisch-chen (z. B. besonders Langholzfeld b. Traun, Bad Hall),
  • an der Seite des Altares,
  • bei einem Seitenaltar,
  • mancherorts kann der Ambo so gedreht werden, dass das offene Buch vom Volk gesehen werden kann.

Das Lektionar verbleibt im Feierraum, es wird also beim Auszug nicht mitgetragen.


Bei Verwendung eines Evangelienbuches (Evangeliar):

  • Einzug: siehe oben „Standard“
  • Das Lektionar mit den Lesungstexten liegt bereits am Ambo oder der/die LektorIn nimmt es mit sich auf seinen/ihren Platz (falls er/sie nicht einzieht)
  • Nach der Lesung wird das Lektionar auf dem Kredenztisch oder ggf. in ein Fach des Ambo abgelegt.
  • Während der Evangelienprozession vom Altar zum Ambo: Der Priester (Diakon) mit dem Evangeliar wird durch Ministran-teInnen mit Kerzen begleitet.
  • Ablage des geöffneten Evangelienbuches: siehe oben „Standard“

e 2) Zusätzliche Elemente für festliche Gottesdienste:

  • Ein Evangelienbuch (Evangeliar) wird verwendet.
  • Das Halleluja kann nach dem Evangelium wiederholt werden.
  • Bei der Evangelienprozession und der Verkündigung des Evangeliums werden Kerzen und Weihrauch verwendet.
  • Die Kerzen der MinistrantInnen werden nach dem Evangelium beim Evangelienbuch abgestellt.

f) Die Feier des Wortes Gottes in Wortgottesfeiern und in anderen Formen von Gottesdiensten

Allgemeine Anmerkung:
Die Feier des Gotteswortes ist gerade bei Wortgottesfeiern bedeutsam. Die rituelle Ausgestaltung soll das eigene Profil und den Eigenwert solcher Gottesdienste erkennbar machen; sie wird sich aber an den Feiererfahrungen der konkreten Feiergemeinde orientieren müssen – besonders an den sonn- und festtäglichen Eucharistiefeiern.

Bei Wortgottesfeiern mit Zeichenhandlungen und ggf. mit einer Kommunionspendung:

  • Einzug: Die LektorIn zieht gemeinsam mit den anderen Diensten ein und
  • stellt das Lektionar auf den Altar oder auf ein Tischchen oder Pult davor und holt es von dort zur ersten Lesung, oder:
  • legt das Lektionar auf den Ambo.
  • Tragen MinistrantInnen Kerzen mit, können sie diese beim Lektionar abstellen. Holt der/die LektorIn das Buch vom Pult o. ä. und bringt es zum Ambo, tragen auch die MinistrantInnen ihre Kerzen zum Ambo und stellen diese in seiner Nähe ab. Beim Evangelium nehmen sie die Kerzen in die Hand.
  • Vom Licht der Kerze am Ambo werden die Kerzen an jenem Ort entzündet, auf den sich nach der Verkündigung die Handlung verlagert: z. B. Altar (Kommunionspendung), Taufort (Taufgedächtnis), Weihrauchschale (z. B. bei einem festlichen Lobgebet),...
  • Bei festlichen Gottesdiensten kann vor dem Ambo eine Weihrauchschale gerichtet werden; zum Evangelium legt man Körner auf die Kohlen.


Zusammenstellung:
Mag. Hans Stockhammer, Liturgiereferent, Linz; 2003 01

 

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