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Adresse: Mesnergemeinschaft der Diözese Linz, Hafnerstr. 18, 4020 Linz, Tel. 0732/79800-1480 Fr. Martina Huber; Sekretariat)
Diözesanleiter: Georg Windtner, Wilbirg Weg 10, 4490
St. Florian, Tel. 07224/8336 (seit 1988)
Geistl. Assistent: Kan. Johann Schicklberger, 4810 Gmunden
Sekretariat der Mesnergemeinschaft: Hafnerstr. 18, 4020
Linz, Tel. (0732) 79800-1436 (Mag. Martin Nenning ((Personal)); - 1480 Martina Huber); E-mail: martina.huber@dioezese-linz.at
A) Aus dem Statut und der Geschäftsordnung der Mesnergemeinschaft:
Der Mesnergemeinschaft als kirchliche Vereinigung können alle
im Dienste der Kirche stehenden geistlichen und weltlichen Personen,
die Mesnerdienste verrichten, beitreten.
Zweck der Mesnergemeinschaft:
- Förderung des Glaubenslebens und der religiösen Wissensbildung
- Fachliche Ausbildung und Weiterbildung
- Hebung des Standesbewusstseins der Mitglieder und des Standesansehens
unter den Gläubigen
- Pflege der persönlichen Kontakte
- Die beruflichen Angelegenheiten der Mitglieder wahrzunehmen
und zu vertreten.
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B) Das Berufsbild der Mesnerinnen und Mesner in Österreich
(Beschlosssen von derArbeitsgemeinschaft der österr.
Mesnergemeinschaften 2001)
Wie bei keinem anderen Beruf liegt beim Mesnerberuf der Akzent
auf Berufung.
Grundlegung in der Heiligen Schrift:
Schon beim Abendmahl legte Jesus Wert darauf, dass es vorbereitet
wurde. Im Lukasevangelium lesen wir: "Dann kam der Tag der ungesäuerten
Brote, an dem das Paschalamm geschlachtet werden musste. Jesus schickte
Petrus und Johannes in die Stadt und sagte: Geht und bereitet das
Paschamahl für uns vor, damit wir es gemeinsam essen können.
Sie gingen und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und
bereiteten das Paschamahl vor" (Lk 22,7-13).
Petrus und Johannes bereiteten das Abendmahl im Auftrag Jesu vor.
Hier ist der Dienst des Mesners beschrieben.
Der Mesnerdienst ist Dienst vor Gott und der Gemeinde.
Die Würde seines Dienstes erhält der Mesner von Christus,
der von sich sagt: "Ich aber bin unter euch wie der, der bedient"
(Lk 22,27). Der Hl. Paulus gibt die Weisung: "Dient freudig, als
dienet ihr dem Herrn und nicht den Menschen" (Eph 6 7). Das Wissen
des Mesners und der Mesnerin, dem Herrn zu dienen und vor seinem
Angesicht zu arbeiten, ist grundlegend. Wenn der Mesner eine tiefe
und lebendige Beziehung zu Gott hat, dann werden auch die Kirchen
und Kapellen, die zu betreuen sind, eine Würde ausstrahlen,
so dass der heilige Ort auch für andere Menschen zu einem Ort
der Gottesbegegnung wird. Der Mesner hat vor allem die Voraussetzung
für eine würdige Feier des Gottesdienstes zu schaffen.
Der Mesner, die Mesnerin als Mitarbeiter des Priesters und der
Gemeinde
Da es in unseren Tagen weniger Priester gibt, sind die Laien sehr
gefordert mitzuarbeiten, und so ist es auch für den Mesner
selbstverständlich, seinen Dienst selbstständig und verlässlich
zu tun.
Der Priester und die Gemeinde müssen auf den Mesner voll vertrauen
können, er muss verlässlich und korrekt sein. Oft ist
der Mesner Bindeglied zwischen Gemeinde und Priester.
Wenn in der Zusammenarbeit mit Priester und Gemeinde menschliche
Schwierigkeiten auftreten, soll in christlicher Haltung, in Ruhe
und Besonnenheit vorgegangen werden. Erst bei unüberwindlichen
Problemen sollen die Berufsgemeinschaft oder diözesane Stellen
beansprucht werden.
Ein nicht zu übersehendes Mittel allen Schwierigkeiten zu
begegnen, ist das Gebet füreinander.
Aufgabenbereiche:
Das Berufsfeld des Mesner, der Mesnerin, ist festgelegt durch die
bischöfliche Behörde. Innerhalb dieses Berufsfeldes legt
die Gemeinde mit ihrem Vorstand die Aufgaben, die vom Mesner jeweils
wahrgenommen werden sollen, fest. Das nötige Fachwissen wird
durch die Teilnahme am "Mesnerfernkurs" und den Weiterbildungen
der diözesanen Mesnergemeinschaften vermittelt.
Die Entwicklungen der letzten Jahre haben dazu geführt, dass
sich der Arbeitsbereich verändert hat. Es sind Aufgaben dazugekommen.
Die Aktivierung des Gemeindelebens auch außerhalb der Feier
des Gottesdienstes stellt neue Anforderungen. Die Laienmitarbeiter
sind zunehmend gefordert in der Kirche mitzuarbeiten und Verantwortung
zu übernehmen. Damit treten drei Funktionsbereiche für
den Mesner in den Vordergrund:
1. Der liturgische Dienst
2. Die Koordination und Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Mitarbeitern
3. Durchführungsarbeiten in Kirche und pfarrlichen Gebäuden
Gottesdienst:
Die zentrale Aufgabe des Mesners ist die gute Vor- und Nachbereitung
eines Gottesdienstes. Altar - Kerzen - Blumenschmuck - liturgische
Geräte und Bücher - Paramente - technisches Gerät.
Der Mesner ist durch sein liturgisches Wissen meist in das Geschehen
mit einer Aufgabe eingebunden, die keine ehrenamtlichen Mitarbeiter
verdrängt. Darüber hinaus sollte der Mesner in der Lage
sein, einen Wortgottesdienst selbstständig vorzubereiten und
zu leiten.
Assistenz bei der Sakramentenspendung:
Bei diesen komplexen und vielfältigen Feiern kommt dem Mesnerdienst
ebenso eine sehr wichtige Bedeutung bei Vorbereitung und Assistenz
zu. Hier wird besonders ersichtlich, dass eine gute Ausbildung unerlässlich
ist.
Liturgisches Gerät, Paramente und Bücher:
Hier geht es oft um hohe und unersetzliche Werte, die über
Dauer erhalten bleiben müssen und deren Pflege und sachgemäße
Aufbewahrung spezielle Kenntnisse über Material und Pflege
voraussetzt. Durch die gediegene Ausbildung und vor allem Weiterbildung
ist der Mesner auch ein guter Kustos der oft wertvollen Kunstgegenstände.
Technische Anlagen:
Viele unserer Gotteshäuser sind technisch gut ausgerüstet.
Es nützt jedoch die beste Technik nichts, wenn sie nicht sachgemäß
in Betrieb genommen wird und gewartet wird. Dies ist Aufgabe des
Mesners. Er sorgt für die Betriebsbereitschaft, Wartung und
veranlasst notwendige Reparaturen durch Fachleute.
Besorgungen:
Der Mesner ist für das Vorhandensein der Dinge, die für
den Gottesdienst notwendig sind, verantwortlich. Daher sorgt er
für den rechtzeitigen Ankauf und Ersatz. Besonders für
Dinge die zu Festtagen und Feiern benötigt werden.
Blumenschmuck und Reinigung:
Beides ist Aufgabe des Mesners. Meist in Zusammenarbeit mit freiwilligen
Helfern, deren Einsatz er koordiniert. Die kreative Arbeit mit Blumen
erfordert einiges Fingerspitzengefühl. Auf die Sauberkeit der
Kirche ist besonders zu achten. Die Belüftung von Kirche und
Räumen ist besonders wichtig. Der Platz rund um die Kirche
soll einladend sein.
Organisation der Mitarbeiter:
Der Mesner ist immer bedacht, viele ehrenamtliche Mitarbeiter zu
motivieren. Gerade der Mesner hat viele Aufgaben, die er delegieren
kann, weil er den Überblick hat. Durch viele Mitarbeiter in
der Pfarre gibt es naturgemäß auch Konflikte; diese sollten
in Ruhe und Besonnenheit gelöst werden. Wenn größere
Reparaturen anstehen, sind Fachleute von Nöten. Diese werden
in Absprache mit dem Kirchenvorstand herbeigeholt. Der Mesner übernimmt
die Beaufsichtigung.
Öffnen und Schließen des Gotteshauses:
Unsere Kirchen sollen offene Häuser sein, die die Menschen
zum Gebet auch außerhalb der Gottesdienste einladen. Zur gegebenen
Zeit schließt der Mesner das Gotteshaus ab und aktiviert,
wenn vorhanden, die Alarmanlage.
Auskünfte bei: Pastoralämtern der Diözesen
Bundesvorstand Sepp Fink, 8230 Hartberg, Hauptplatz 13
Mesnerfernkurs / Diözese Linz:
Kontakt: Referat Pfarrverwaltung- u. Personal, Hafnerstr. 18, 4014 Linz; Mag. Martin Nenning
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Folgenden Bericht über die Entstehung der Linzer Mesnergemeinschaft
hat Hr. Lorber anlässlich seines 35jährigen Dienstjubiläums
gegeben (Auszug):
Die Gründung des Mesnerstandes erfolgte durch Bischof Rudigier
im Jahre 1870. Vorher wurde der Mesnerdienst in unseren Kirchen
durch Volksschullehrer und Organisten besorgt, bis 1870 der Landesausschuss
von OÖ eine Verordnung erlassen hat, in welchem allen Lehrern
an öffentlichen Schulen dieser Kirchendienst verboten wurde,
wenn sie ihren Beruf beibehalten wollten. Das veranlasste Bischof
Rudigier den Mesnerstand zu errichten und verordnete, dass die Mesnerstelle
von einem anständigen, in sittlicher und religiöser Beziehung
unbescholtenen und zu diesem Dienst erforderlichen Eigenschaften
versehenen Mann zu besetzen ist und auch für eine gerechte
Entlohnung dieser Dienste Vorsorge getroffen werden muss.
Die ersten Bestrebungen in OÖ für einen Zusammenschluss
der Mesner in eine Berufsgemeinschaft gehen in die Jahre 1945 -
1946 zurück. Besonderen Anstoss und Auftrieb dazu gab dann
das österreichische Mesnertreffen in Bischofshofen im Missionshaus
St. Rupert im Jahre 1947. Am 27. November 1952 war dann der Tag
an dem sich eine große Anzahl von Mesnern, bei 100, darunter
auch Mesner aus den Ordensgemeinschaften und Frauen, versammelten
und die Gründung der OÖ Mesnergemeinschaft vollzogen wurde.
Diözesanbischof Josefus Cal. Fließer, ein großer
Gönner der Mesner, bestätigte diesen Zusammenschluss der
OÖ. Mesnerinnen und Mesner als rechtliche kirchliche Gemeinschaft
mit der Unbefleckten Empfängnis als Patronin.
Bei dieser Gründungsversammlung wurden u. a. auch folgende
Statuten: Religiöse Betreuung, fachliche Ausbildung, Sicherung
der materiellen Grundlagen und Hebung des Standesbewusstseins festgelegt.
Vom Bischöfl. Ordinariat wurde zur geistlichen Betreuung der
Gemeinschaft ein Präses in der Person des damaligen Spirituales
vom Priesterseminar, Msgr. Huber, beigegeben - 1962; 1962 - 2000:
Kan. Heinrich Hirscher, Stadtpfarrer in Wels.
Auch auf dem sozialen und wirtschaftlichen Bereich konnte manches
für die Mesner getan und erreicht werden. 1956 wurde ein neuer
Mesner-Dienstvertrag erstellt und 1966 haben wir einen festen, wertgesicherten
Stundenlohn, einen 13. u. 14. Monatsbezug, sowie eine Abfertigung
analog den übrigen Kirchenangestellten zugesprochen bekommen.
Wohl nicht unerwähnt lassen möchte ich unsere Mesner-Zeitschrift,
denn sie war in allen uns gestellten Aufgaben eine große Hilfe.
Seit 1954 haben wir die süddeutsche Mesnerzeitschrift mit einer
österr. Einlage bezogen, die leider wegen des geringen Beitrages
aus Österreich bei den Abonnenten nicht gut angekommen ist.
So haben sich dann die Diözesen St. Pölten und Linz zusammengeschlossen
und einen Mesnerbrief herausgegeben, dem sich dann auch andere Diözesen
angeschlossen haben. 1981 waren dann die Voraussetzungen geschaffen,
für eine selbstständige "Österr. Mesnerzeitschrift"
mit dem Titel "Kath. Mesner".
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