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Medieninformation - Archiv [ Aktuell ... ]

• KMB-Diözesantag "Vater Sein - die Herausforderung"
• Kath. Aktion OÖ: Klares Nein zur EU-Dienstleistungsrichtlinie
KA-Zusammenarbeit mit Bischof Dr. Ludwig Schwarz
• Katholische Aktion heißt neun Diözesanbischof willkommen
• Katholische Aktion (KA) bedauert Rücktritt "ihres" Bischofs
• Stellungnahme der KA OÖ zur Wahl von Papst Benedikt XVI.
• Österreichs Neutralität ist ein wichtiger Beitrag zum Frieden
SPAR-Sonntagsöffnung wäre bedenkliche Weichenstellung
• KA für Temelin-Protest ohne Grenzblockaden
• Offen über Zölibat diskutieren Sozialforum greift auch Themen des
• Sozialwortes aufEU-Erweiterung
• Katholische Atkion als "Orchester"
• Katholische Aktion OÖ lehnt Mel-Gibson-Film ab
Experimente mit dem Leben
Weihnachtsbroschüre beim Christbaumkauf
• Katholische Aktion OÖ gegen Pensionsreform
• KA betroffen über Irak-Krieg
• Tschechiens geistiger Mehrwert
Sonderzug für den Frieden
Irak-Krieg
Zuwanderung
• Beteiligung an Nationalratswahl
Margit Hauft erneut zur KA-Präsidentin gewählt
• Unterschriften ohne Ablaufdatum
Priesterinnenweihe
Abfangjäger-AnkaufSozialstaatsvolksbegehren
• Parteiunabhängige Sozialstaatsdebatte
Christ und Wirtschaft
Sozialstaatsvolksbegehrens
• Therapeutisches Klonen: gegen Menschenwürde
• Trauer um  Erzbischof Alois Wagner
Anti-Atom-Initiative der KA
AKW- Widerstand in Tschechien stärken
• Kath. Aktion kritisiert unzureichende Information  bei Anti-Temelin-Volksbegehrens
• Erweiterung der EU und Ausgrenzungspolitik
• Kath. Aktion kritisiert Veto-Politik
• 7 Gute Gründe für die Erweiterung der EU
Afghanistan-Krieg
Sozialstaat Österreich
USA-Terror 
• Geplante Einschränkungen bei der Familienzusammenführung
• Dialog über Homosexualität

 

KMB-Diözesantag "Vater Sein - die Herausforderung"
Schloss Puchberg am 22.10.2005

Über ein neues Vaterbild und die Möglichkeit der Vereinbarung zwischen Familie und Arbeitsleben wurde mit
BM Maria Rauch-Kallat im Schloss Puchberg diskutiert

Das Thema "Vater sein" stand im Mittelpunkt des heurigen Diözesantages. Ein ansprechender Start ins Arbeitsjahr der Katholischen Männerbewegung der Diözese Linz am 22. Oktober 2005 im Bildungshaus Schloss Puchberg bei Wels.
Ehrengast BM Maria Rauch-Kallat diskutierte mit Mag. Rolf Sauer, Leiter der Abteilung BeziehungLeben. Die Bundesministerin betonte in ihrer Rede: "Die Wirtschaft muss familienfreundlicher gemacht werden und nicht die Familien wirtschaftsfreundlicher." Für sie gehört in der Wirtschaft die Rolle des aktiven Vaters verstärkt, denn "Firmen, die erlauben, dass ihre Mitarbeiter in Karenz gehen, profitieren längerfristig davon. Die Väter erwerben in dieser Zeit u.a. soziale und organisatorische Kompetenzen, die nur ein Gewinn sein können."
Die Bundesministerin betonte ihren Wunsch nach einer Gleichstellung von Männern und Frauen. Auch diesbezüglich plädierte sie für die Änderung der Bundeshymne, denn "Was in der Sprache nicht vorkommt, existiert nicht. Ich, als Frauenministerin, muss dieses Empfinden der Frauen artikulieren."
Dr. Franz Gütlbauer, KMB-Obmann, unterstützte die Gleichstellung von Frauen und Männern auch in den Kirchenstrukturen: "Als KMB engagieren wir uns für eine Kirche, die für die Menschen da ist und in der wir einen partnerschaftlichen und christlichen Umgang miteinander pflegen. Dazu gehören ein konstruktives Nachdenken über den Pflichtzölibat und die Zulassung von Frauen zum Priesteramt ebenso wie ein respektvoller Umgang mit Geschiedenen und Wiederverheirateten. Wir unterstützen die Bischöfe auch in deren Verlangen, viri probati zum Priesteramt zuzulassen."

Wie wichtig für die KMB das Thema "Vater sein" ist, betonte Dr. Gütlbauer:
"Als Väter sind wird gefordert, unseren Kindern Grundwerte zu vermitteln. Wir müssen mit unserem Beispiel vorangehen und auch aktiv mitarbeiten, dass diese Werte in unserer Gesellschaft immer wieder eingefordert und verwirklicht werden, damit unsere Welt letztlich nicht unmenschlich wird."

Weitere Informationen:
Katholische Männerbewegung
Mag. Luis Cordero, Pressereferent
Tel.: 0664/63 22 600
E-Mail: luis.cordero@dioezese-linz.at

Kath. Aktion OÖ:
Klares Nein zur EU-Dienstleistungsrichtlinie

18.10.2005

Die Gliederungen und Foren der Katholischen Aktion (KA) Oberösterreich sprechen sich einstimmig gegen die Einführung der sogenannten EU-Dienstleistungsrichtlinie aus. "Wir befürchten bei dieser Dienstleistungsrichtlinie vor allem durch das ‚Herkunftslandprinzip' negative Auswirkungen auf die ArbeitnehmerInnen-Rechte und den Konsumentenschutz in der EU" heißt es in einem Schreiben, das die oberösterreichische KA-Präsidentin Margit Hauft im Auftrag des diözesanen KA-Vorstandes an die österreichischen Abgeordneten zum EU-Parlament verfasst hat.

Nach Ansicht des KA-Vorstandes werden durch diese Richtlinie vor allem kleine und mittlere Unternehmen gegenüber wenigen Großkonzernen massiv benachteiligt. Eine solche Situation widerspricht klar den Regeln eines fairen Wettbewerbs, auch die Prinzipien des bewährten europäischen Sozial- und Wohlfahrtsmodelles werden dadurch missachtet, befürchten die Verantwortlichen der KA.

Der KA-Vorstand weist zudem darauf hin, dass bei einer Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie in jedem EU-Land 25 Rechtsordnungen gelten würden, was vermutlich ein Rechtschaos zur Folge hätte.

Margit Hauft appelliert an die EU-Abgeordneten "im Sinne des sozialen Zusammenhalts in Europa" die genannten Befürchtungen bei der bevorstehenden Abstimmung zu berücksichtigen und gegen die EU-Dienstleistungsrichtlinie zu stimmen.

KA-Zusammenarbeit mit Bischof Dr. Ludwig Schwarz
(Pressekonferenz am 12.9.2005)


Die Katholische Aktion (KA) trägt die Kirche in der Diözese Linz wesentlich mit. In den Pfarren wirken mehr als 100.000 Personen, die sich den verschiedenen KA-Gliederungen (Kath. Frauenbewegung, Kath. Männerbewegung, Kath. Jugend, Kath. Jungschar, …) zugehörig fühlen, regelmäßig an verschiedenen Diensten (Gottesdienst, Gemeinschaftsdienst, Verkündigung, Caritas,…) mit. Auf Diözesanebene arbeiten die Verantwortlichen an pastoralen Konzepten und ihrer Umsetzung mit.

Die KA ist an einer guten Zusammenarbeit und fruchtbaren Partnerschaft mit dem Diözesanbischof interessiert. Mit dem Bischof wollen wir am Aufbau einer geschwisterlichen Kirche und einer solidarischen Gesellschaft arbeiten. Als KA wollen wir das, was die Menschen bewegt ansprechen und so zu einer Erneuerung der Kirche beitragen. Wir hoffen dabei auf Unterstützung durch den Diözesanbischof bei verschiedenen Themen:

" In der Diözese Linz erfolgen Schwerpunktsetzungen in der Seelsorge nach Befassung der zuständigen Gremien und gewachsenen Strukturen. Bei vielen Entscheidungen beraten neben dem Konsistorium v.a. der Pastoralrat, der Priesterrat und die Dechantenkonferenz den Bischof in Bezug auf pastorale Notwendigkeiten.
-Weiterhin sollen diese gewählten Gremien die pastorale Situation beurteilen und wesentlich bei der Gestaltung von Rahmenbedingungen mitentscheiden.

" Viele Menschen nehmen heute nicht mehr am Pfarrleben teil. Das hängt teilweise auch damit zusammen, dass sie sich in ihrer jeweiligen Lebenssituation von der Kirche nicht mehr angenommen und angesprochen fühlen.
-Um Menschen von heute zu erreichen, müssen ihre Erfahrungen und Fragen ernstgenommen werden. Der nächste Ad-Liminia-Besuch der österreichischen Bischöfe bietet eine gute Gelegenheit, brennende Themen offen anzusprechen.

" Es besteht Handlungsbedarf, die Feier der Eucharistie als Mitte des Glaubens in den Pfarren und Gemeinschaften sicherzustellen. Trotz der vielfachen Nöte in den Pfarren und bei vielen Priestern wird nicht offen über Zulassungsbedingungen zum Weihesakrament diskutiert, auch wenn die Geschichte der Kirche zeigt, dass z.B. der Zölibat in seiner Entstehung und Praxis verschiedenen Entwicklungen unterworfen war.
-Bei der Bischofssynode über die Eucharistie im Oktober und beim Ad-Limina-Besuch im November sollen dieses Thema eingehend beraten und Veränderungen in die Wege geleitet werden.

" Die KA bezieht immer wieder zu wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Fragen im Sinne des Evangeliums Stellung. Dabei ergreift sie Partei für die Armen und Schwachen, indem sie auf der Grundlage der Katholischen Soziallehre für soziale Gerechtigkeit eintritt und durch konkrete Aktion zu weltweiter Solidarität ermuntert und beiträgt.
-Es ist nötig, für die Würde des Menschen in Arbeitsprozessen, in gesellschaftlichen Bereichen und globalen Zusammenhängen entschieden einzutreten, zum Beispiel im Einsatz für den arbeitsfreien Sonntag oder im Eintreten für eine effizientere Entwicklungszusammenarbeit.

 

Kath. Aktion heißt neuen Diözesanbischof willkommen!

"Als neuer Diözesanbischof von Linz wird Dr. Ludwig Schwarz genauso wie Bischof Aichern auf die Unterstützung durch die Katholische Aktion (KA) Oberösterreich zählen können", betont KA-Präsidentin Margit Hauft in einer ersten Reaktion nach Bekanntwerden der Entscheidung von Papst Benedikt XVI. Da sie ihn bisher als gesprächsbereiten und weltoffenen Bischof erlebt habe, der auch die Arbeit der Laien besonders schätzt, freue sie sich auf eine gute Zusammenarbeit mit Bischof Schwarz, unterstreicht Hauft.

Mit Bezug auf die entwicklungspolitische Arbeit der KA-Gliederungen am Beispiel von Dreikönigsaktion, Sei So Frei und Aktion Familienfasttag verweist die KA-Präsidentin auch auf Themenfelder, in denen sich Bischof Schwarz schon bisher verdient gemacht habe: "Wir schätzen sein Engagement für weltweite Gerechtigkeit und sein entschiedenes Eintreten für die Armen und Schwachen".

Hauft zeigt sich davon überzeugt, dass Bischof Schwarz ebenso wie Bischof Aichern ein "Volksbischof" werden könne, seitens der KA wolle man jedenfalls dem neuen Bischof offen entgegengehen.

Katholische Aktion bedauert Rücktritt "ihres" Bischofs
19. Mai 2005

Der Rücktritt von Diözesanbischof Maximilian Aichern kommt auch für die Katholische Aktion (KA) Oberösterreich völlig unerwartet. "Natürlich müssen wir Verständnis dafür haben, wenn Bischof Aichern als dienstältester österreichischer Bischof seine Leitungsaufgabe abgeben möchte, dennoch hätten wir uns gewünscht, dass Bischof Maximilian Aichern noch einige Jahre unserer Diözese vorsteht", sagt die oberösterreichische KA-Präsidentin Margit Hauft.

Da der Linzer Diözesanbischof stets mit großer Umsicht und mit viel Gespür für die Anliegen der Gläubigen gewirkt habe, sei sein Schritt auch sehr "schmerzlich" für zigtausende Menschen, die sich in den Gliederungen und Foren der Katholischen Aktion engagieren. "Wir sind dankbar, dass Bischof Aichern ein offenes, dialogfähiges Klima in unserer Diözese geprägt und auch Laien in besonderer Weise zur Mitarbeit am kirchlichen Dienst und zur Übernahme von Verantwortung ermutigt hat", betont Hauft. So habe beispielsweise die Arbeit von Ehrenamtlichen immer seine Wertschätzung erfahren.

KA-Präsidentin Hauft hofft auf einen Nachfolger, "der den bewährten Weg eines guten Miteinander konsequent weitergeht und ebenso dialogbereit und einfühlsam wie Bischof Aichern auf die gegenwärtigen Herausforderungen in Kirche und Gesellschaft reagiert". Bischof Aichern könne, so ist Hauft überzeugt, jedenfalls eine wohl bestellte Diözese übergeben.

Stellungnahme der Katholischen Aktion Oberösterreich zur Wahl von Papst Benedikt XVI.
19. April 2005

"In seiner Sorge um die Zukunft der Kirche wird Papst Benedikt XVI. hoffentlich jenen Weg konsequent weitergehen, den das Zweite Vatikanische Konzil vorgezeichnet hat." Mit diesen Worten fasst die Präsidentin der Katholischen Aktion (KA) Oberösterreich, Margit Hauft, die Erwartungen von vielen KA-Mitgliedern an den neuen Pontifex zusammen.

Kardinal Joseph Ratzinger wisse sicher um die vielfältigen Herausforderungen und innerkirchlichen Probleme, die weltweit in den Bischofskonferenzen und Ortskirchen diskutiert werden. Als neuer Papst möge er nun seinen Blick sehr stark auf das Gottesvolk legen und genau auf die Fragen der Menschen hören, wünscht sich die oberösterreichische KA-Präsidentin. Bevor anstehende Aufgaben erledigt werden, sei es wichtig, dass der neue Papst auch Meinungen außerhalb der Mauern des Vatikans einholt.

Hauft plädiert auch dafür, dass den Ortskirchen im Sinne des Konzils künftig mehr Eigenständigkeit und Eigenverantwortung zugestanden wird, "damit Kirche nahe bei den Menschen sein kann". Nicht der Erhalt von Einfluss-Sphären und Positionen dürfe im Vordergrund stehen, sondern der Dienst an den Menschen mit ihren konkreten Sorgen und Nöten.

Besonders das große Engagement von Laien in der Kirche verdiene eine besondere Wertschätzung. So sei zu hoffen, dass Papst Benedikt XVI. verstärkt auf das "Allgemeine Priestertum der Gläubigen" setzt, wie es das Zweite Vatikanum wieder entdeckt habe (Konstitution über die Kirche, Lumen Gentium), so Hauft.

Im Hinblick auf das öffentliche und damit auch politische Wirken des Papstes erinnert Margit Hauft nochmals an den beispielgebenden Einsatz Johannes' Paul II. für die Armen und Schwachen, an sein entschiedenes Eintreten gegen Gewalt und Krieg und die Verständigung zwischen den Religion. Hierin sehe nämlich auch die Katholische Aktion, die mit ihren Gliederungen in Oberösterreich - als größte und zugleich offizielle Laienorganisation der Katholischen Kirche - einen lebendiges und aktives Netzwerk bilde, eine wichtige seelsorgliche Aufgabe.

Österreichs Neutralität ist wichtiger Beitrag zu internationalem Frieden
11. April 2005

Österreich hat nach 1955 wertvolle Beiträge zum internationalen Frieden geleistet. Diese Ansicht vertritt die Katholische Aktion Oberösterreich, die im heurigen Gedenkjahr besonders an die "friedenspolitischen Akzente und Chancen" der österreichischen Neutralitätspolitik erinnern möchte.

Mit Bezug auf die christliche Soziallehre haben sich die Gliederungen der KA im Jahr 1998 in einem gemeinsamen Beschluss zum Eintreten für die Erhaltung der österreichischen Neutralität festgelegt. Die KA-Position, wonach das friedliche Bemühen um Streitbeilegung und Schlichtung von Konflikten dem militärischen Gewalteinsatz vorgezogen werden müsse, sei "immer während" aktuell, betont die oberösterreichische KA-Präsidentin Margit Hauft in Anspielung auf die entsprechende Verfassungsbestimmung. Wenn es dennoch in einem Ausnahmefall zu einem internationalen Gewalteinsatz gegen Schreckensregime kommen sollte, sei dafür das Internationale Völkerrecht zuständig und die Entscheidung darüber müsse ausschließlich bei völkerrechtlichen Institutionen - vor allem UNO und OSZE - liegen, räumt Hauft ein.

Es sei grundsätzlich zu begrüßen, dass Österreich die Bemühungen um eine gemeinsame Friedensordnung in Europa unterstützt, meint Hauft. Sie ruft damit auch eine Forderung des Ökumenischen Sozialwortes der christlichen Kirchen in Österreich in Erinnerung, wonach sich Österreich für eine Außen- und Sicherheitspolitik einsetzen soll, "die auf klaren ethischen und völkerrechtlichen Prinzipien gründet" (Sozialwort, Nr. 259). Damit sei klar, dass militärische Aktivitäten auf das eigene Territorium beschränkt bleiben müssen. Ein militärisches Eingreifen aus eigener Autorität in anderen Gebieten der Welt widerspreche hingegen eindeutig dem Völkerrecht. Lediglich nach Beauftragung durch die Vereinten Nationen sei eine militärische Intervention der EU moralisch zu rechtfertigen.

Die Katholische Aktion Oberösterreich sieht in diesem Sinne die österreichische Neutralität gut mit den Zielen der EU-Außenpolitik vereinbar. "Die Neutralität Österreichs ist eine bessere Grundlage zum aktiven und solidarischen Mitwirken am weltweiten Frieden als ein Militärbündnis, das aggressive Akte nach außen nicht ausschließt", so Hauft.

Auf Einladung der Katholischen Aktion Oberösterreich und der kirchlichen Friedensbewegung Pax Christi werden am 14. April 2005 mehrere Expert/innen im Rahmen einer öffentlichen Podiumsdiskussion über rechtliche Aspekte, die historische Entwicklung sowie über künftige sicherheitspolitische Perspektiven der Neutralität informieren. Die Veranstaltung unter dem Titel "Faszination Neutralität - Immer oder nimmer während?" beginnt bei freiem Eintritt um 19.00 Uhr im Linzer Ursulinenhof. Am Podium werden Univ. Prof. Dr. Ludwig Adamovich (Präsident des Verfassungsgerichtshofes a.D.), Dr. Gerald Mader (Präsident des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung) und Mag. Dr. Karin Liebhart (Lektorin am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Wien) diskutieren. Die Moderation übernimmt die Chefredakteurin der Fachzeitschrift "Welt der Frau", Dr. Christine Haiden.

Katholische Aktion OÖ: SPAR-Sonntagsöffnung wäre bedenkliche Weichenstellung
26. November 2004


Das Ansinnen der Firma Spar, am umgebauten Linzer Hauptbahnhof einen größeren Supermarkt auch an Sonn- und Feiertagen zu öffnen, stößt auf entschiedene Ablehnung bei der Katholischen Aktion (KA) Oberösterreich: Weil der Sonntag als gemeinsamer arbeitsfreier Tag einen hohen gesellschaftlichen, kulturellen und religiösen Wert habe, dürfe in Linz der Zug in Richtung Sonntagsarbeit nicht abfahren.

"Wir sind nicht gegen ein kleines Geschäft, das Proviant für Bahnreisende anbietet", stellt KA-Präsidentin Margit Hauft klar. Dass aber in einem 600 m2 großen Supermarkt entgegen allen gesetzlichen Bestimmungen auch am Sonntag die Kassen klingeln sollen, sei nicht zu akzeptieren.

Im Rahmen der gemeinsamen KA-Konferenz haben sich zuletzt auch alle Teilorganisationen der KA gegen die Pläne von Spar und damit gegen eine fortschreitende Aushöhlung der Sonntagsruhe gestellt. Die KA-Verantwortlichen befürchten, dass durch einen Supermarkt am Hauptbahnhof weiterer Druck auf andere Geschäfte in der Stadt ausgeübt würde.

Man müsse sich vor Augen führen, meint Margit Hauft, wer die Leidtragenden einer Sonntagsöffnung seien: Angestellte, die so wie ihre Kinder und Familien dadurch an Lebensqualität einbüßen müssten.

Kath. Aktion OÖ für Temelin-Protest ohne Grenzblockaden
14. Oktober 2004

Die Katholische Aktion (KA) OÖ übt scharfe Kritik am Vorgehen der tschechischen Atomaufsichtsbehörde in Bezug auf die nun erfolgte Genehmigung des regulären AKW-Betriebs in Temelin. Aus Sicht der KA werde damit eindeutig das Melker Abkommen verletzt, da es bislang noch keinen Nachweis über die Behebung der Sicherheitsmängel gebe.

Margit Hauft, die Präsidentin der oberösterreichischen KA, mahnt als dringliche Aufgabe der Politik ein, mit Nachdruck auf die Einhaltung der zwischenstaatlichen Vereinbarungen zu pochen und gleichzeitig die Null-Variante immer wieder als Ausweg ins Gespräch zu bringen.

Hauft warnt gleichzeitig ausdrücklich vor Protestmaßnahmen, die sich indirekt gegen die tschechische Bevölkerung richten. "Niemandem ist geholfen, wenn ein neuerlicher Nachbarschaftskonflikt inszeniert wird", so Hauft. Im Wissen, dass sich weite Teile der österreichischen und zunehmend auch der tschechischen Bevölkerung in der Ablehnung des AKWs einig seien, müssten jetzt die gemeinsamen Anstrengungen gegen Temelin verstärkt werden. Ziel müsse es sein, dass tschechische und österreichische Atomgegner/innen in gemeinsamen Aktionen ihrer Sorge Ausdruck verleihen und Seite an Seite auf die Gefahren der Atomkraft hinweisen.

Kein Geheimnis macht die KA-Präsidentin aus ihrer Ablehnung von Grenzblockaden, weil diese "dem Geist und der Kultur des Miteinander " in der Europäischen Union widersprechen. "Gegeneinander können keine grenzüberschreitenden Probleme gelöst werden", ist Hauft überzeugt.

Katholische Aktion OÖ: "Offen über Zölibat diskutieren..."
29. September 2004

Eine "Entkrampfung" der innerkirchlichen Diskussion zum Zölibat wünscht sich die Präsidentin der Katholischen Aktion (KA) Oberösterreich, Margit Hauft. Dass viele Gläubige die jüngsten Aussagen von Bischof Scheuer begrüßen, wonach die Abschaffung der verpflichtenden Ehelosigkeit der Priester - im Einklang mit der Weltkirche - "ein gangbarer Weg" sei, zeige einmal mehr die Notwendigkeit eines ehrlichen Dialogs in dieser Frage.

Die Geschichte der Kirche zeige, dass der Zölibat in seiner Entstehung und Praxis verschiedenen Entwicklungen unterworfen war. Dies werde unter anderem daran sichtbar, dass außer Petrus auch die meisten anderen Apostel und Jünger Jesu verheiratet gewesen sein dürften. Unbestritten ist für die oberösterreichische KA-Präsidentin, dass ein freiwilliger Zölibat für manche Priester, wie auch für andere Menschen, ein Charisma sein kann; andererseits hindere die derzeitige Verpflichtung zur Ehelosigkeit viele Menschen daran, ihre Berufung zum Priesterdienst wahrzunehmen.

Die Debatte um den Pflichtzölibat als Zulassungsbedingung für Priester sei in der Römisch-katholischen Kirche nicht neu, heißt es seitens der KA. Eine offene Auseinandersetzung, wie sie sowohl viele Priester als auch engagierte Katholikinnen und Katholiken immer wieder fordern, sei jedoch derzeit leider nicht möglich. Weil es aber insbesondere seit dem II. Vatikanischen Konzil eine besondere Herausforderung der Kirche sei, die "Zeichen der Zeit" zu erkennen, müsse - nicht zuletzt angesichts der vielfachen Nöte in den Pfarren und bei vielen Priestern - offen und auch über die Frage des Pflichtzölibats hinaus über die geltenden Zulassungsbedingungen zum Weihesakrament diskutiert werden, fordert Hauft

Katholische Aktion OÖ: Sozialforum greift auch Themen des Sozialwortes auf
02. Juni 2004


Die Katholische Aktion Oberösterreich erinnert anlässlich des Sozialforums, welches vom 3. bis 6. Juni 2004 in Linz stattfindet, an das Sozialwort der christlichen Kirchen in Österreich. "Das Sozialwort ist ein Wort für das Leben, nicht für die Schublade, es muss also in die Praxis umgesetzt werden", fordert einmal mehr die oberösterreichische KA-Präsidentin Margit Hauft.

Das Motto "Eine andere Welt ist möglich" gelte deshalb nicht nur für das Sozialforum, es spiegle auch eine Vision von Christinnen und Christen wider, die sich für Gerechtigkeit, soziale Absicherung und damit gegen die Ausbreitung von Armut engagieren. Hauft zeigt sich erfreut, das zentrale Themen des Sozialwortes auch vom Sozialforum aufgegriffen und damit nun stärker in die Öffentlichkeit getragen werden. "Es geht letztlich um ein gemeinsames Ziel: Politik und Wirtschaft müssen ihre gesellschaftliche Verantwortung stärker als bisher wahrnehmen, um den sozialen Zusammenhalt nicht zu gefährden" betont Hauft.

Das Sozialforum biete zudem für auch kirchliche Organisationen eine gute Gelegenheit, das "Grundanliegen Solidarität" in den Vordergrund zu rücken. Für die oberösterreichische KA-Präsidentin ist eine differenzierte und sachliche Diskussion, wie künftig die gesellschaftlichen Herausforderungen in menschengerechter Weise zu meisten sind, ein Gebot der Stunde.

Katholische Aktion OÖ: 1. Mai - wichtiger Schritt zu einem geeinten Europa
29. April 2004

Die Katholische Aktion Oberösterreich sieht in der Erweiterung der Europäischen Union neue Chancen und Perspektiven, Frieden, Demokratie und Wohlstand auf dem gesamten Kontinent zu sichern und voranzubringen. Die Bereitschaft zur Überwindung von Grenzen sowie das Bekenntnis zum Miteinander sei dabei eine wichtige Voraussetzung für die gemeinsame Zukunft, meint KA-Präsidentin Margit Hauft.
Dass 10 neue Länder in die EU aufgenommen werden, sei ein Grund zum Feiern, heißt es seitens der Katholischen Aktion, die mit ihren Gliederungen am 30. April bei einem Fest am Grenzübergang Guglwald - Prední Výton gemeinsam mit dem Land Oberösterreich und mit Medien- und Wirtschaftspartnern die tschechischen Nachbarn herzlich willkommen heißen wird. "Wichtig ist der direkte Kontakt und das Gespräch zwischen den Nachbarn" betont Hauft, die darin eine "Grundregel für die Verständigung" sieht. Für Christinnen und Christen bestehe eine besondere Herausforderung darin, an einer "Kultur des Zusammenlebens auf dem Bauplatz Europa" zu arbeiten und auch künftig im Alltag "Gelegenheiten zum Miteinander" zu suchen und zu nützen.
Die oberösterreichische KA-Präsidentin warnt davor, mit der EU-Erweiterung die Aussicht auf schnelle Erfolge zu verbinden. Auch wenn sich vieles nicht von heute auf morgen zum Besseren verändern werde, gelte es dennoch, beharrlich das Ziel eines gemeinsamen Europas in Einheit und Vielfalt im Blick zu haben und "sich nicht entmutigen zu lassen". Der Beitrittstermin 1. Mai und die zahlreichen Willkommensfeste an den Grenzen seien jedenfalls eine gute Gelegenheit, die gemeinsamen, Jahrhunderte alten historischen, kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bindungen in Europa in Erinnerung zu rufen, betont Hauft.

 

Katholische Aktion als "Orchester"
26. 04. 2004

Die Katholische Aktion (KA) Oberösterreich hat
sich ein neues Statut gegeben. "Bisher haben die einzelnen Gliederungen ihre Musikstücke weitgehend unabhängig von den anderen gespielt, mit der neuen Organisation wollen wir ein Orchester bilden", so die Linzer KA-Präsidentin Margit Hauft. Auch künftig soll jede Gliederung ihre Eigenständigkeit behalten, aber es soll stärker abgestimmt werden, "wer wann welchen Part spielt". Diese Koordination wird bei einer neu eingerichteten "KA-Konferenz" geregelt. Am 7. Mai erfährt das neue Statut bei der ersten Tagung der "KA-Konferenz" seinen Praxistest. Die Konferenz tagt zwei Mal jährlich und ist das oberste beschlussfassende Gremium, in dem alle Mitgliedsorganisationen und Foren vertreten sind. Neu geschaffen wurde eine Geschäftsführung, die bei aktuellen Fragen rasch reagieren kann, auch als Sprachrohr nach außen. Der KA-Vorstand ersetzt mit einer neuen Zusammenstellung das bisherige Präsidium.

Das Bekenntnis zum "Orchester" zeigen auch die neuen "Leitsätze", die sich die Bewegungen erstmals gemeinsam gegeben haben. In allen Strukturänderungen soll das ehrenamtliche Prinzip der KA deutlich hervortreten, so Hauft: "Das Evangelium in der heutigen Zeit zu buchstabieren, ist Ziel der KA. Und zwar mit dem Blick auf die Lebenssituation der Menschen". Man wolle als Kirche den vielen suchenden Menschen Heimat geben, ihnen bei der Bewältigung des Alltags beistehen, "aber auch das ansprechen, was über den Alltag hinausweist". Ihren gesellschaftspolitischen Auftrag sieht die KA in der Befähigung von Menschen, "ihre Sache" selbst in die Hand zu nehmen, über alle Parteigrenzen hinweg.

Die Katholische Aktion ist die offizielle Laienorganisation der katholischen Kirche in Oberösterreich. In der "Kirchenzeitung der Diözese Linz" dankt Hauft dem Linzer Diözesanbischof Maximilian Aichern, der in der Arbeit der Laien einen großen Wert sehe: "Das zeigt sich auch darin, dass mich der Bischof bei verschiedenen Anlässen zu seiner offiziellen Vertretung ernennt", so Hauft, die auf das "kirchliche" Selbstverständnis der KA verweist: "Die KA arbeitet nicht nur für die Kirche, sie ist auch Kirche".

 

Katholische Aktion OÖ lehnt Mel-Gibson-Film ab
16. März 2004

"In keinem Evangelium steht, dass Jesus von den Juden mit angelegten Ketten von einer Brücke geworfen wurde." Das Präsidium der Katholischen Aktion (KA) Oberösterreich weist mit diesem Beispiel darauf hin, dass der derzeit in der Öffentlichkeit heftig diskutierte Film "Die Passion Christi" neben der genannten zahlreiche weitere Szenen enthält, die nirgends in der Bibel zu finden sind. Mit diesen Falschdarstellungen könnten leicht Legenden gebildet und fragwürdige bis eindeutig falsche Interpretationen gefördert werden, heißt es seitens der KA im Hinblick auf die von verschiedenen Seiten geäußerten Antisemitismus-Vorwürfe. "Schockiert" zeigen sich die KA-Verantwortlichen nach einer Vorab-Vorführung zudem angesichts der blutrünstigen Gewaltdarstellungen: Nicht Glaubensstärke, sondern vielmehr "Nervenstärke" sei gefragt, um den Film bis zum Schluss auszuhalten.

Für die Katholische Aktion Oberösterreich ist es nachvollziehbar, dass sich viele Katholik/innen - übrigens auch zahlreiche Bischöfe - vom Mel-Gibson-Film distanzieren, weil durch eine "brutale und oberflächliche Inszenierung" die Botschaft der Bibel auf problematische Weise verkürzt werde. Bedauerlich sei vor allem, dass zentrale Leitmotive der Bibel wie Vergebung, Liebe und Hoffnung im Film nicht vorkommen. "Wir erwarten von einem Hollywood-Filmemacher zwar keine theologisch ausgefeilte Deutung der Geschehnisse, sehr wohl aber mehr Respekt vor der heilgeschichtlichen Dimension von Kreuzigung und Auferstehung, die sich unter der Oberfläche der äußeren Geschehnisse verbirgt" mahnt das KA-Präsidium.

Die Katholische Aktion will den Film, in dem "etwa 100 Filmminuten lang ausführlich geprügelt, gefoltert und gekreuzigt" wird, nicht "skandalisieren", sehr wohl aber deutlich auf die Verfälschung der historischen und biblischen Wahrheit sowie auf die äußerst grausame Darstellung hinweisen. "Dieser Film bekommt jedenfalls mehr öffentliche Aufmerksamkeit als er verdient" resümiert die oberösterreichische KA-Präsidentin Margit Hauft.

 

Katholische Aktion gegen Experimente mit dem Leben

Die jetzt bekannt gewordenen Klon-Experimente mit menschlichen Embryos, mit denen südkoreanische Wissenschafter erstmals Stammzellen für die Herstellung von neuem Gewebe erzeugten, lösen bei vielen Menschen eine tiefe Betroffenheit aus. "Einmal mehr wurde damit eine ethische Grenze überschritten", mahnt Margit Hauft, die Präsidentin der Katholischen Aktion Oberösterreich, die von einer "menschenunwürdigen und beängstigenden Entwicklung" spricht.

Die KA-Präsidentin lehnt damit erneut jede Form der Stammzellenforschung ab, die eine Vernichtung von menschlichen Embryonen einschließt. Fortschritte in der Medizin könnten auch auf ethisch unbedenklichen Wegen erreicht werden, ist Hauft überzeugt, gebe es doch bereits vielversprechende Forschungsergebnisse mit Stammzellen aus erwachsenem Gewebe oder aus Nabelschnur-Blutzellen.

Die Katholische Aktion Oberösterreich plädiert für einen "wissenschaftlichen Fortschritt nach menschlichem Maß", deshalb unterstützen die KA-Gliederungen (Kath. Frauenbewegung, Kath. Männerbewegung, Kath. Jugend etc.) die derzeit laufende Parlamentarische Bürgerinitiative der Aktion Leben, die den österreichischen Nationalrat unter anderem auffordert, ein wirksames und generelles Verbot des Klonens von Embryonen zu beschließen. 

Hinweis:
Unterschriftenlisten für die Parlamentarische Bürgerinitiative sind im Büro der Aktion Leben
(Tel. 0732 / 7610  3418) erhältlich.

 

Katholische Aktion OÖ kritisiert GATS-Geheimverhandlungen

Unterstützung für die laufende Stopp-GATS-Kampagne kommt einmal mehr von der Katholischen Aktion (KA) Oberösterreich. Die geplante weltweite Liberalisierung von öffentlichen Dienstleistungen dürfe keinesfalls zu einer Gefährdung der menschlichen Grundversorgung führen, mahnt die oberösterreichische KA-Präsidentin Margit Hauft. Im Sinne des Gemeinwohls sei es notwendig, verstärkt auch öffentlich dafür einzutreten, dass der Staat, die Länder und die Gemeinden nicht durch entsprechende GATS-Vereinbarungen aus ihrer Verantwortung entlassen werden.

Auf größtes Unverständnis stößt in der Katholischen Aktion, dass die Verhandlungen nach wie vor hinter verschlossenen Türen geführt werden. "Eine Grundlage für funktionierende Demokratien ist die Information. Wenn diese - so wie derzeit - fehlt, werden BürgerInnen von der Beteiligung und von der Mitbestimmung in Bereichen, die ihr tägliches Leben betreffen, völlig ausgeschlossen!", kritisiert Hauft. Gerade die Sorge um benachteiligte Bevölkerungsgruppen lasse die Forderung nach Transparenz für die KA zu einem "Gebot der Stunde" werden.

 

Weihnachtsbroschüre beim Christbaumkauf
9. 12. 2003
Durch eine Kooperation mit der Katholischen Aktion (KA) Oberösterreich können zahlreiche Christbaumverkäufer in unserem Bundesland heuer ihren Kunden einen besonderen Service anbieten: Zu jedem verkauften Christbaum gibt es kostenlos einen Feiervorschlag für den
Hl. Abend dazu.

 "In vielen Familien hat die Gestaltung des Weihnachtsabends seit Jahren seinen festgelegten, feierlichen Ablauf, manche suchen aber auch nach neuen Akzenten", weiß die oberösterreichische KA-Präsidentin Margit Hauft. "Das kleine Heftchen mit Liedern, Geschichten und Gedanken, das wir den Leuten beim Christbaum-Kauf überreichen wollen, beinhaltet zusätzliche Anregungen für das Weihnachtsfest." Auch der Obmann der ARGE Christbaumbauern in Oberösterreich, Franz Schablinger, freut sich über die Zusammenarbeit mit der KA: "Schließlich sollen wir uns trotz aller vorweihnachtlicher Hektik auf die eigentliche Bedeutung des Weihnachtsfestes besinnen!" Die ARGE Christbaumbauern mit ihrem Motto "Heimischer Christbaum, frisch vom Bauern" unterstütze daher gerne diese Inititative, betont Schablinger.

Weihnachtsfolder als pdf-Datei zum Download

 

Katholische Aktion OÖ fordert Qualität statt Zeitdruck bei der Pensionsreform

Die Präsidentin der Katholischen Aktion Oberösterreich, Margit Hauft, appelliert an die Regierung, den Zeitplan für die Beschlussfassung der Pensionsreform nochmals zu überdenken. In dieser für die Menschen in unserem Land ganz entscheidenden Frage müsse ein verstärkter Dialog gesucht werden, um eine "tragfähige, nachhaltige und sozial ausgewogene Lösung" zu finden, sagte Hauft.

Angesichts der Tragweite der geplanten Reform sei ein knapper Monat Begutachtungsfrist für die Diskussion der Vorschläge zu wenig, viele Einwände könnten in der Hast nicht eingearbeitet werden. Hauft verwies in diesem Zusammenhang auf die Ablehnung des derzeitigen Entwurfs der Pensionsreform quer durch alle politischen Lager. Aus Sicht der Katholischen Aktion sei es deshalb notwendig, einen breiten Konsens mit den Sozialpartnern anzustreben, alle Gruppen von Betroffenen und auch die Oppositionsparteien in die Ausarbeitung eines neuen Pensionssystems miteinzubeziehen. "Das wäre gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung des sozialen Friedens in Österreich", betonte die oberösterreichische KA-Präsidentin.

Inhaltlich teilt Hauft unter anderem die Kritik der Österreichischen Bischofskonferenz, wonach beispielsweise Frauen, die auf Grund der Erziehung von Kindern zeitweilig aus dem Beruf ausgeschieden sind oder eine Teilzeitbeschäftigung ausgeübt haben, durch den geplanten 40-jährigen Durchrechnungszeitraum stark benachteiligt würden. "Wenn Frauen oder Männer zugunsten ihrer Kinder beruflich zurückstecken, dürfen sie in der Pension nicht dafür bestraft werden", so Hauft.

 

Katholische Aktion betroffen über Irak-Krieg
20. 3. 2003

Große Betroffenheit hat der Beginn des Krieges im Irak bei der Katholischen Aktion Oberösterreich ausgelöst. Präsidentin Margit Hauft verurteilte den amerikanischen Angriff und bezeichnete den Krieg als "völkerrechtlich und moralisch unverantwortlich". Kriege könnten niemals Probleme lösen, "Kriege bringen nicht mehr Frieden und Demokratie, sondern mehr Angst und mehr Spaltung in der Welt", sagte Hauft. Ihr Mitleid gelte der Zivilbevölkerung des Iraks, die den Angriffen wehrlos ausgesetzt sei.
Angesichts der zu erwartenden "menschlichen und sozialen Katastrophe" im Kriegsgebiet betonte die KA-Präsidentin, "man könne nur beten und hoffen, dass die Kriegshandlungen ein rasches Ende finden". Sie kündigte an, seitens der Katholischen Aktion weiterhin Friedens-Aktivitäten setzen zu wollen.



"Tschechiens geistiger Mehrwert für die Europäische Union"
6. 3. 2003

Unter diesem Motto findet auf Initiative der Katholischen Aktion am Freitag, dem 7. März 2003, von 16.00-21.30 Uhr im Linzer Ursulinenhof eine Enquete statt. Neben Referaten, in denen über Bürgerrechte und Demokratiebewegungen sowie über Kirche und Politik in Tschechien informiert wird, kommen in einer Podiumsdiskusssion unter der Leitung der Osteuropa-Expertin Barbara Coudenhove-Kalergi einige prominente tschechische Teilnehmer/innen zu Wort. Sie werden der Frage nachgehen, welches gesellschafts- und kulturpolitische Potential Tschechien in die Europäische Union mitbringt.
"Wir möchten mit dieser Enquete beispielsweise daran erinnern, dass die in Prag gegründete Charta 77 eine Bewegung war, die für das demokratische Bewusstsein Europas sehr bedeutend wurde", meint Margit Hauft, die Präsidentin der Katholischen Aktion Oberösterreich. Im Rahmen der Enquete wolle man unter anderem der Frage nachgehen, ob nicht gerade in der von der Charta geforderten Einhaltung der Menschenrechte Anleihen zur Gestaltung einer politisch engagierten europäischen Gesellschaft zu finden seien, so Hauft.

Die Enquete beginnt am 7. März 2003 um 16.00 Uhr im Ursulinenhof - der Eintritt ist frei.

Sonderzug für den Frieden
4. 2. 2003

Mit einem Sonderzug werden am 15. Februar 2003 mehr als 1.000 Personen aus Oberösterreich nach Wien reisen, um in einer ökumenischen Gebetsstunde im Stephansdom ihrer Sorge um den Frieden Ausdruck zu verleihen. Im Anschluss daran findet, wie auch in dutzenden anderen Hauptstädten, eine Friedensdemonstration statt.
Das Friedensgebet beginnt symbolträchtig um "5 vor 12", zahlreiche christliche Kirchen und Organisationen rufen gemeinsam zur Teilnahme auf. "Wir wollen im gemeinsamen Gebet der Sehnsucht nach Frieden eine Stimme geben", betont die Präsidentin der Katholischen Aktion (KA) Oberösterreich, Margit Hauft, die gemeinsam mit Bischofsvikar Willi Vieböck eine oberösterreichische Delegation in einem von der KA eigens organisierten Sonderzug anführen wird.
Für die Fahrt mit dem Sonderzug, der um 7.30 Uhr in Attnang Puchheim startet und in einigen größeren Bahnhöfen des Landes hält, können Tickets zum Preis von 25 Euro im Sekretariat der Katholischen Aktion Oberösterreich bestellt werden (Ticket-Hotline: 0732 / 7610-3411). Die Rückfahrt erfolgt nach der Abschlusskundgebung der Friedensdemonstration um 18.26 Uhr vom Westbahnhof in Wien.

Katholische Aktion OÖ: Irak-Krieg muss abgewendet werden!
18. 1. 2003

Die Katholische Aktion Oberösterreich verurteilt die laufenden Vorbereitungen für einen Militärschlag gegen den Irak. Ein Krieg würde nicht nur unzählige unschuldige Menschenleben fordern, sondern auch zu einer weiteren Destabilisierung der Lage im Nahen Osten führen, ist KA-Präsidentin Margit Hauft überzeugt. Die Tatsache, dass die Kriegsvorbereitungen auf Hochtouren laufen, obwohl seitens der UNO bisher keinerlei Belege für illegale irakische Waffen gefunden wurden, lasse vermuten, dass ein Angriff unabhängig vom Ergebnis der Inspektionen geplant sei.
Umso dringlicher mahnt die oberösterreichische KA-Präsidentin, "es ist noch nicht zu spät, noch sind nicht alle Mittel zur Konflikt-Bereinigung ausgeschöpft". Bezug nehmend auf den jüngsten Friedensappell von Papst Johannes Paul II. fordert deshalb auch die Katholische Aktion von der internationalen Staatengemeinschaft, den Irak-Konflikt mit friedlichen Mitteln und nach den Prinzipien des Völkerrechts zu lösen. Es müsse alles versucht werden, um eine aufkeimende Kriegseuphorie einzubremsen und schlimme humanitäre Folgen für die ohnehin leidgeprüfte Bevölkerung abzuwenden, mahnt Hauft. Von den politischen VerantwortungsträgerInnen in Österreich erwartet sich die oberösterreichische KA-Präsidentin diesbezüglich mehr Engagement auf internationaler Ebene.

 

Zuwanderung - Eckpfeiler einer menschlichen Integrationspolitik"
10. 12. 2002

Die Frage der Migration und Integration ist in Österreich angesichts der voraussehbar sinkenden Zahl an Erwerbstätigen und der rückläufigen Geburtenzahl sowie Problemen im System sozialer Sicherung über die bloße Debatte um Zuwanderungsquoten hinaus grundsätzlich zu führen. Dazu verpflichtet uns die lange Tradition der Aufnahme von Flüchtlingen und Gastarbeitern und die Erfahrungen mit deren erfolgreicher Integration. Außerdem wäre geschichtlich gesehen eine österreichische Kultur ohne Zuwanderern aus anderen Kulturen undenkbar.
Anzustreben ist eine umfassende Regelung der Zuwanderung und Integration, die nicht nur auf demographische Entwicklungen antwortet oder allein nationale Interessen des Arbeitsmarktes und der Wirtschaft berücksichtigt (z.B. Mangel an Schlüsselarbeitskräften), sondern die Grundlagen für ein dauerhaftes Zusammenleben in kultureller Vielfalt schafft.

Die Katholische Aktion fordert deshalb

 

Kath. Aktion OÖ ruft zur Beteiligung an Nationalratswahl auf
19. 11. 2002

Die Katholische Aktion Oberösterreich (KA) appelliert an alle Wähler/innen, bei der Nationalratswahl am 24. November von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. "Wählen gehen heißt, vom wichtigen demokratischen Grundrecht der Mitbestimmung Gebrauch zu machen", betont KA-Präsidentin Margit Hauft. Angesichts einer Vielzahl von Entscheidungen, die auch in der nächsten Legislaturperiode "jede/n von uns berühren werden" dürfe man dieser Wahl nicht gleichgültig gegenüberstehen.
Laut Hauft zeige jede einzelne Stimme von "Verantwortung für das Wohl und die Zukunft unseres Landes und der darin lebenden Menschen". Aus Protest auf eine Beteiligung an der Wahl zu verzichten sei ein "schlechter Weg, um seine abweichende Meinung kundzutun".

Margit Hauft erneut zur KA-Präsidentin gewählt
14. 11. 2002

Die Katholische Aktion Oberösterreich hat beim Diözesanausschuss am 13. November 2002 in Linz eine neue Leitung gewählt. Die Welserin Margit Hauft, die bereits seit 1998 ehrenamtlich als Präsidentin an der Spitze der KA tätig ist, wurde dabei in ihrer Funktion bestätigt. Als Vizepräsidenten arbeiten künftig die Lehrerin Ursula Steiner aus Linz und der Windischgarstener Musikschullehrer DI Bernhard Steiner bei der größten Laienorganisation der katholischen Kirche mit.
"Die Katholische Aktion ist eine anziehende und einladende Organisation, in der die unterschiedlichsten Menschen einander auf dem je eigenen Lebensweg begleiten. Sie ist dort spürbar, wo die Menschen leben, und es geht ihr darum, Kirche als lebendig und Heimat gebend erfahrbar zu machen", begründet Margit Hauft ihre Motivation, erneut als Präsidentin zur Verfügung zu stehen. Die verstärkte Ermutigung zum Laienengagement und die weitere Mitgestaltung an pastoralen Konzepten und Plänen in der Diözese Linz sei für sie ein großer Ansporn. Daneben wolle sie als KA-Präsidentin auch künftig zu wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Fragen im Sinne des Evangeliums Stellung beziehen und für eine menschenfreundlichere und gerechtere Welt eintreten, kündigte Hauft an.
Als weitere Mitglieder des Präsidiums wurden Maria Dürnberger (Kath. Frauenbewegung), Ferdinand Aichinger (Kath. Männerbewegung), Mag. Ursula Schmidinger (Kath. Jugend), Heinrich Brandstetter (Kath. Jungschar), Mag. Heinz Mittermayr (Kath. ArbeitnehmerInnenbewegung), Dr. Franz Rohrhofer (OÖ.Journalistenforum), Dr. Karl Staßer (Kath. Familienverband) und Markus Hager gewählt.

Leitsätze für die Arbeit der Katholischen Aktion beschlossen
Neben der Neuwahl des Präsidiums wurden vom Diözesanausschuss auch "Leitsätze" beschlossen, auf deren Grundlage die Katholische Aktion Oberösterreich in Zukunft ihr Auftreten in einer veränderten Situation von Gesellschaft und Kirche gestalten will. Demnach wird es weiterhin Ziel der KA sein, "offene, einladende und zeichenhaft wirkende christliche Gemeinschaften zu bilden". Betont wird in gleicher Weise der Entschluss zum gesellschaftspolitschem Engagement auf der Grundlage der Katholischen Soziallehre. Ausdrücklich als "wichtige Anliegen" werden "das Abbauen von Grenzen sowie der Verständigung der Völker und Religionen" genannt. Die Katholische Aktion, die sich als "lebendiges und aktives Netzwerk" sieht, will auch künftig in "kritischer Loyalität zur Kirchenleitung" tätig sein.

 

Katholische Aktion OÖ:
"Unterschriften haben kein Ablaufdatum"
26. 9. 2002

Zur Frage, ob ein Volksbegehren künftig auch über das Ende einer Legislaturperiode hinaus im Parlament behandelt werden soll, kommen klare Worte von der Präsidentin der Katholischen Aktion Oberösterreich, Margit Hauft: "Unterschriften haben kein Ablaufdatum".
Hauft sieht ein "Manko" in der derzeitigen Gesetzeslage, wenn mit der Neuwahl des Nationalrates die von "mehreren hunderttausend Menschen" in einem Volksbegehren unterstützten Anliegen "abgewürgt" werden. Damit werde "dem Instrument Volksbegehren kein guter Dienst erwiesen", so Hauft, "weil viele Menschen das Gefühl bekommen, sich umsonst zu einer ihnen wichtigen Sache zu Wort gemeldet zu haben und so die Motivation zur direkten Demokratie weiter sinkt!"
Die Katholische Aktion Oberösterreich tritt deshalb für eine Gesetzesänderung ein, damit künftig kein Volksbegehren am Ende einer Legislaturperiode gegenstandslos wird.

 

Erklärung des Präsidiums der Katholischen Aktion Oberösterreich zur "Priesterinnenweihe"
25.6. 2002

Das Präsidium der Katholischen Aktion Oberösterreich spricht sich anlässlich der geplanten "Priesterinnenweihe" für eine grundlegende innerkirchliche Diskussion über die Ämter in der Katholischen Kirche und die dafür geltenden Zugangsbedingungen aus.
Der KA ist bewusst, dass die Weihe von Frauen zu röm.-katholischen Priesterinnen gemäß den derzeit geltenden kirchenrechtlichen Bestimmungen ungültig ist, trotzdem muss innerhalb der Kirche die Diskussion über Weiheämter für Frauen intensiviert werden. Dabei ist es notwendig, den theologischen Grundsatz der gleichen Würde von Mann und Frau auch konsequent in der kirchlichen Ämterfrage anzuwenden.
Es ist mit Dankbarkeit anzunehmen und als Chance zu sehen, dass sich Frauen und Männer gleichermaßen berufen fühlen, inspiriert vom Evangelium vielfältige Dienste in der Kirche zu übernehmen. Unverständlich ist vielen Gläubigen deshalb, warum die in der Gesellschaft geforderte und geschätzte Gleichstellung von Frauen und Männern in Hinblick auf kirchliche Ämter keine Gültigkeit haben soll.
Die Ausweitung der Übertragung von pastoralen Dienstämtern auf Frauen hin sehen wir im Sinne von Papst Johannes XXIII. als ein Erkennen der "Zeichen der Zeit", zumal sich darin für die Kirche auch eine Chance zu mehr Glaubwürdigkeit ergibt. Im Bemühen, die "Menschen von heute mit ihrer Freude und Hoffnung, Trauer und Angst" (vgl. 2. Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution) seelsorglich zu begleiten, wird es unumgänglich sein, mutig neue Wege zu beschreiten. Als wichtiger erster Schritt soll deshalb die Diakonats-Weihe von Frauen vorangetrieben werden.
Kirchenrechtliche Regelungen bedürfen einer dauernden Überprüfung auf aktuelle Erfordernisse und Entwicklungen hin. Die Katholische Aktion Oberösterreich plädiert deshalb auch in der Frage der kirchenrechtlichen Bestimmungen über die Weiheämter für einen Weg des ehrlichen Dialogs mit der Kirchenleitung.

 

Kath. Aktion OÖ: Abfangjäger-Ankauf notwendig?
28. 5. 2002

"Es scheint, als ob sich die Regierung derzeit mit allen Mitteln bemüht, in der Abfangjäger-Frage die Stimme der österreichischen Bevölkerung zu überhören", beklagt Margit Hauft. Die Präsidentin der Katholischen Aktion Oberösterreich zeigt sich damit enttäuscht über die jüngste "offensichtlich strategische Entscheidung", die Eintragungswoche für das Volksbegehren gegen den geplanten Abfangjäger-Ankauf mitten in der Sommer-Urlaubszeit anzusetzen. Viele Menschen hätten damit keine Möglichkeit zum Unterschreiben und das wichtige demokratische Mittel eines Volksbegehrens würde einmal mehr zum Spielball der Politik.
Generell sei es laut Hauft für viele in unserem Land unverständlich, warum in Zeiten, in denen an allen Ecken und Enden gespart werden müsse, teure Rüstungsinvestitionen getätigt werden sollen. Die oberösterreichische KA-Präsidentin appelliert daher an die politischen Verantwortungsträger/innen, die Meinungen und Standpunkte der Bevölkerung zu hören und ernst zu nehmen.

 

Katholische Aktion OÖ fordert Verankerung der Sozialstaatlichkeit in der Verfassung
20. 3. 2002

"Warum sollte Österreich nicht schaffen, was bereits
13 von 15 Staaten der Europäischen Union gelungen ist?" Diese Frage stellt Margit Hauft, die Präsidentin der Katholischen Aktion Oberösterreich, in Anspielung auf Verfassungsbestimmungen zur sozialen Sicherheit in vielen europäischen Ländern. "Angesichts dessen, dass auch in unserem Land von allen politischen Seiten immer wieder ein Bekenntnis zu sozialer Gerechtigkeit geäußert wird, ist es eigentlich verwunderlich, dass in der österreichischen Verfassung die Sozialstaatlichkeit noch immer nicht verankert ist", meint Hauft.
In der Auseinandersetzung mit den im Sozialstaats-Volksbegehren formulierten Anliegen werde gerade jetzt deutlich, dass die soziale Sicherheit den Menschen in unserem Land ein großes Bedürfnis sei. Deshalb müsse es erklärtes Ziel der Politik sein, Werte wie Gerechtigkeit und Solidarität nicht nur rhetorisch am Leben zu erhalten, sondern konsequent an deren Umsetzung zu arbeiten. In diesem Sinne sei es höchst an der Zeit, beispielsweise durch eine obligatorische Sozialverträglichkeitsprüfung einen neuen Maßstab in der Gesetzgebung einzuführen.
Die Katholische Aktion sieht einen wesentlichen Auftrag darin, jene Anstrengungen zu unterstützen, die zur sozialen Sicherheit und zur Chancengleichheit für alle Menschen in unserem Land beitragen können. Die oberösterreichische KA-Präsidentin verweist darauf, dass die Forderungen des Volksbegehrens nach einer gesetzlichen Absicherung gegenüber Lebensrisiken von verschiedenen kirchlichen Initiativen seit jeher erhoben wurden und auch im aktuellen Diskussionsprozess zur Erstellung eines Ökumenischen Sozialwortes immer wieder genannt werden.

Kath. Aktion OÖ plädiert für parteiunabhängige Sozialstaatsdebatte

Kritik sowohl an den Regierungsparteien als auch an der Opposition kommt von der Katholischen Aktion Oberösterreich im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen rund um das Sozialstaatsvolksbegehren. Das Volksbegehren werde von beiden Seiten "parteipolitisch ausgeschlachtet", ärgert sich Präsidentin Margit Hauft. "Die Sorgen und Nöte der Menschen werden damit zugunsten parteipolitischen Kalküls in den Hintergrund gedrängt".
Weder die Vereinnahmung des Volksbegehrens durch die Opposition noch der Versuch von ÖVP und FPÖ, es als Regierungskritik abzuschmettern, sei in der Diskussion über den Sozialstaat dienlich. "Dies führt dazu, dass vielfach auch in der Bevölkerung die Debatte um soziale Sicherheit dort endet, wo die Parteizugehörigkeit anfängt", ist Hauft überzeugt. Damit würde jedoch eine Chance verpasst, auf breiter gesellschaftlicher Basis über die Weiterentwicklung des Sozialstaates zu diskutieren. Die im Sozialstaats-Volksbegehren formulierten Anliegen würden mehr Aufmerksamkeit verdienen, weil darin die Absicherung gegen Lebensrisiken thematisiert und somit ein grundlegendes Bedürfnis der Bevölkerung aufgegriffen werde.

 

Arbeitsgemeinschaft Christ und Wirtschaft unterstützt die Anliegen des Sozialstaats-Volksbegehrens
20. 3. 2002

Die Arbeitsgemeinschaft "Christ und Wirtschaft" (CuW) der Katholischen Aktion Oberösterreich sieht im Volksbegehren "Sozialstaat Österreich" eine Chance, die soziale Sicherheit zu einem wesentlichen Maßstab für Gesetzgebung und Vollziehung zu machen. Der Vorsitzende von CuW, Dir. Gerhard Greiner, betont, er sehe im Sozialstaat "eine unverzichtbare Voraussetzung für unsere demokratische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung."
Auch in der Wirtschaft müsse eine "Sprache der Solidarität" gesprochen werden, wobei es "nicht genügt, nur die Vokabeln dafür auswendig zu lernen", meint Greiner. Die Arbeitsgemeinschaft CuW appelliert deshalb an alle politischen und gesellschaftlichen Kräfte, verstärkt daran zu arbeiten, dass alle in Österreich lebenden Menschen ihren Platz an einem "Tisch der sozialen Gerechtigkeit" finden. "Wenn mit dem Ziel des Volksbegehrens, nämlich die Sozialstaatlichkeit in der österreichischen Verfassung zu verankern, ein Beitrag geleistet wird, um die soziale Absicherung der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft zu gewährleisten, so dient dies letztlich auch der Wirtschaft", gibt sich der CuW-Vorsitzende überzeugt.

Arbeitsgemeinschaft Christ und Wirtschaft

 

Katholische Aktion OÖ: "Therapeutisches Klonen ist gegen die Menschenwürde"
28. 2. 2002

Als "menschenunwürdige und beängstigende Entwicklung" bezeichnet die oberösterreichische KA-Präsidentin Margit Hauft die zuletzt erfolgte Legalisierung des therapeutischen Klonens von menschlichen Embryonen in England. "Damit wird jetzt endgültig eine ethische Grenze überschritten", warnt Hauft. Dem von einigen Wissenschaftern angestrebten Ziel, menschliche Embryos künstlich zu erzeugen, um Gewebe und Organe für andere Menschen zu züchten, müsse "mit Vehemenz entgegengetreten" werden. "Darüber hinaus ist es auch unabhängig von der Frage des Klonens nicht zu rechtfertigen, dass Embryos, die sich als Menschen entwickeln, getötet werden, um Stammzellen für die Forschung zu gewinnen.", sagt Hauft. Die KA-Präsidentin spricht sich damit eindeutig gegen jede Form der Stammzellenforschung aus, die eine Vernichtung von menschlichen Embryonen einschließt.
Die Katholische Aktion plädiert für einen "wissenschaftlichen Fortschritt nach menschlichem Maß", der dem Wohl aller Menschen dient. Das gilt im Besonderen für die Stammzellenforschung, die "im Einklang mit der Menschenwürde erfolgen muss". In diesem Sinn gilt es, ethisch unbedenkliche Alternativen zur verbrauchenden Embryonenforschung zu fördern, wie beispielsweise die Forschung mit Stammzellen aus erwachsenem Gewebe (adulte Stammzellen) oder aus Nabelschnur-Blutzellen. Der biomedizinische Fortschritt, der zahlreiche bislang unheilbar erscheinende Krankheiten therapierbar erscheinen lässt, würde damit nach Ansicht der KA-Präsidentin Hauft keineswegs blockiert, sondern auf "ethische Bahnen" zurückgeführt.

 

Katholische Aktion trauert um Erzbischof Alois Wagner
26. 2. 2002

Die Katholische Aktion Oberösterreich (KA) trauert um Erzbischof Alois Wagner. "Mit ihm verliert die österreichische Kirche einen Menschen, der glaubwürdig und mit großem Engagement für eine gerechtere Welt eingetreten ist." Mit diesen Worten würdigt die oberösterreichische KA-Präsidentin Margit Hauft den früheren Weihbischof, der im Besonderen auch die entwicklungspolitischen Aktivitäten der Katholischen Aktion unterstützt und gefördert hat. "Er hat den Anliegen der Dreikönigsaktion, des Familienfasttages oder der Aktion ‚Bruder in Not / Sei so frei‘ immer wieder seine Stimme geliehen und zur Solidarität mit benachteiligten Menschen in aller Welt aufgerufen. Nicht zuletzt dank seiner Unterstützung war es 1968 einigen Einrichtungen der Katholischen Aktion möglich, den Österreichischen Entwicklungsdienst zu gründen", so Hauft.
Die KA-Präsidentin verweist darauf, dass Erzbischof Wagner die Laien in der Kirche nicht bloß als willige Helfer/innen gesehen hat, sondern dass er sie immer wieder ermuntert hat, Verantwortung in den pastoralen Wirkungsbereichen zu übernehmen. "Darüber hinaus war es der Einsatz Wagners für eine weltweite Gemeinschaft ohne Grenzen, der beispielgebend für viele Katholik/innen war" betont Hauft. In diesem Sinn sieht es auch die Katholische Aktion als Vermächtnis des Weltbürgers Alois Wagner an, besonders dann die Stimme zu erheben, wenn kleinbürgerliche Engstirnigkeit die Sicht auf große Zusammenhänge zu verstellen droht.

 

Katholische Aktion OÖ plant Kooperation mit tschechischen Anti-Atom-Aktivist/innen.
5. 2. 2002

Bei einem Kontaktgespräch zwischen Vertreter/innen der Kath. Aktion OÖ und der tschechischen Initiative "Südböhmische Mütter gegen Atomgefahr" am 4. Februar in Krumau wurden Kooperationsmöglichkeiten im Einsatz gegen das das AKW Temelin erörtert.
Dana Kuchtova, seit mehr als 10 Jahren in der tschechischen Anti-Atom-Bewegung aktiv und Margit Hauft, Präsidentin der Kath. Aktion OÖ, stellten übereinstimmend fest, dass nach den Auseinandersetzungen in den vergangenen Wochen nun versucht werden müsse, die nachbarschaftlichen Beziehungen zu verbessern. "Grenzüberschreitende Probleme können nur miteinander, nicht gegeneinander gelöst werden", so Hauft.
Noch im Frühjahr 2002 soll eine Veranstaltung stattfinden, wo Vertreter/innen der Kath. Kirche in beiden Ländern über eine gemeinsame Vorgehensweise beraten werden.

 

Katholische Aktion Linz will AKW-Widerstand in Tschechien stärken
17. 1. 2002

"Bedenkliche Parallelen" sieht die Präsidentin der Katholischen Aktion Oberösterreich, Margit Hauft, "wie derzeit sowohl in Österreich als auch in Tschechien gegen das jeweilige Nachbarland Stimmung gemacht wird". Bezugnehmend auf die verbalen Auseinandersetzungen rund um das so genannte Anti-Temelin-Volksbegehren erklärte Hauft, ein Gegeneinander könne keinen wirksamen Beitrag leisten, um grenzüberschreitende Probleme zu lösen.
Die KA-Präsidentin kündigte an, in nächster Zeit verstärkt das Gespräch mit südböhmischen Anti-AKW-Aktivist/inn/en zu suchen. Die Katholische Aktion wolle mithelfen, in Tschechien selbst den Widerstand gegen Temelin zu stärken. Gerade jetzt vor den tschechischen Parlamentswahlen sei es notwendig, nicht durch Drohungen von außen einer "Jetzt-erst-Recht-Mentalität" Vorschub zu leisten, sondern "in einem Miteinander die Anti-Atom-Kräfte zu bündeln".
Hauft sprach sich erneut dafür aus, generell auf europäischer Ebene Ausstiegsszenarien hinsichtlich der Nutzung der Kernenergie zu verhandeln.

 

Katholische Aktion OÖ kritisiert unzureichende Information bei der Bewerbung des Anti-Temelin-Volksbegehrens
11. 1. 2002

"Viele Menschen sind über den Inhalt des sogenannten Anti-Temelin-Volksbegehrens nicht ausreichend informiert." Zu diesem Schluss kommt die Präsidentin der Katholischen Aktion Oberösterreich, nachdem sie im Rahmen der Initiative "Christsein ist grenzenlos" in den vergangenen Tagen zahlreiche Gespräche mit besorgten Oberösterreicher/innen geführt und an einem Internet-Chat teilgenommen hat. Aus Bewerbungs-Slogans wie "Ja zum Leben" gehe nicht hervor, dass beim Volksbegehren eigentlich die Verhinderung des tschechischen EU-Beitritts im Vordergrund stehe. "Das Volksbegehren hat also keinerlei Auswirkungen auf die Sicherheit von Temelin, wenn Tschechien nicht EU-Mitglied ist", so Hauft. Gerade über diese Tatsache müsse jedoch auch informiert werden, um nicht falsche Erwartungen zu wecken.
Hauft kritisierte, dass selbst in der neuesten Werbebroschüre für das Volksbegehren der Wortlaut nicht abgedruckt ist, was jedoch für die Meinungsbildung in der Bevölkerung außerordentlich wichtig wäre.

 

Erklärung des Präsidiums der Katholischen Aktion der Diözese Linz zur Erweiterung der EU und gegen eine Veto- und Ausgrenzungspolitik in Zusammenhang mit dem AKW Temelin
8. 1. 2002

Die Katholische Aktion (KA) der Diözese Linz appelliert an die politischen Kräfte in unserem Land, alle Anstrengungen zu unternehmen, um im Dialog mit den Temelin-Betreibern glaubwürdig die Sorgen der Bevölkerung zu vertreten und größtmögliche Sicherheitsmaßnahmen bis hin zur Stilllegung des AKW einzufordern.
Entschieden verwehrt sich die KA jedoch gegen jene Strategie, mit der versucht wird, eine Zustimmung zur EU-Erweiterung von der Nicht-Inbetriebnahme des AKW Temelin abhängig zu machen und diese Linie durch ein Volksbegehren bekräftigen zu lassen. Es ist zu befürchten, dass eine Veto-Drohung und harte Töne die Gesprächsbasis zwischen den Nachbarstaaten Österreich und Tschechien und damit die Erfolgschancen für einen Atom-Ausstieg gefährden. Generell tritt die KA für einen europaweiten Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie ein.
Das große und unterstützenswerte Ziel einer politischen Einigung Europas darf nicht zugunsten "politischen Kleingeldes" auf’s Spiel gesetzt werden. Es ist niemandem geholfen, wenn der EU-Beitritt Tschechiens auf Jahre verzögert wird, jedoch Temelin erst recht ans Netz geht. Aus Sicht der KA ist es deshalb nicht vertretbar, das Problem Temelin mit der Frage der EU-Erweiterung in Verbindung zu bringen.

Katholische Aktion OÖ kritisiert
Veto-Politik
18. 12. 2001

Für eine konstruktivere Debatte zur EU-Erweiterung spricht sich die Katholische Aktion der Diözese Linz aus. Es sei nicht angebracht, angesichts der Bedeutung, die der gemeinsamen Zukunft Europas zukommen wird, im Rahmen der Verhandlungen mit den Beitrittskanditaten Barrieren aufzubauen. Gerade in Bezug auf die Auseinandersetzungen zum Thema Temelin werde sichtbar, welcher Stellenwert der Erweiterung beigemessen wird.
Die oberösterreichische KA-Präsidentin Margit Hauft kritisierte in diesem Zusammenhang das geplante Volksbegehren der FPÖ, weil dieses "das AKW Temelin weder verhindern noch sicherer machen kann".
"Es ist zu hoffen", so Hauft, "dass die Veto-Drohungen nicht zu einer ‚Jetzt-erst-recht-Mentalität‘ bei tschechischen Politikern führen", weil dadurch ein Ausstieg immer unwahrscheinlicher würde. In der Katholischen Aktion gibt man sich überzeugt, dass sich komplexe Probleme wie jenes der Atomenergie in einem gemeinsamen Europa leichter lösen lassen als über verhärtete Staatsgrenzen hinweg.
Margit Hauft sieht in der EU-Erweiterung zugleich einen wichtigen Impuls für die Begegnung der christlichen Kirchen. Auch auf diesem Hintergrund müsse "die Stimme für die Erweiterung und gegen die Vetopolitik" erhoben werden.

 

Christsein ist grenzenlos
7 Gute Gründe für die Erweiterung der EU
und gegen Veto- und Ausgrenzungspolitik

Eine Initiative der Katholischen Aktion Österreich
"Wer nicht engherzig auf die EU-Erweiterung zugeht, der nützt dem gemeinsamen Frieden in Europa und letztlich auch dem eigenen Land." (Kardinal Franz König
)

2002 wird ein entscheidendes Jahr für Europa. Die Chancen stehen gut, dass die Verhandlungen mit den EU-Beitrittskandidaten zu einem positiven Abschluss kommen. 2004 könnte es zu einer EU kommen, die mit beiden "Lungenflügeln" - Ost und West - atmet.
Auch ernst zu nehmende Probleme wie das Kernkraftwerk Temelin sollten die gemeinsame Zukunft Europas nicht behindern.


1.) Mehr Zusammenarbeit
Klar ist: Hohe Sicherheitsstandards und Ausstiegszenarien hinsichtlich der Kernenergie sind notwendig. Ein Anti-Temelin-Volksbegehren kann ein AKW jedoch weder verhindern noch sicherer machen. Komplexe Umweltprobleme lassen sich in einem gemeinsamen Europa leichter lösen.


2.) Mehr Frieden
Die EU ist der beste Garant für das Andauern der Friedensperiode in ihrem Einflussbereich. Diese Friedenszone wird auf Länder ausgedehnt, von denen Österreich noch vor kurzem durch einen Eisernen Vorhang getrennt war. Die Erweiterung erhöht auch die sicherheitspolitische Bedeutung Europas in der Welt.


3.) Mehr Demokratie
Die EU besteht aus gefestigten Demokratien. Die Einbindung der Reformstaaten Ost- und Mitteleuropas wird die demokratische Kultur europaweit stärken und die politische Stabilität auf dem Kontinent erhöhen.


4.) Mehr Wohlstand
Die EU-Erweiterung wird ein solides Wirtschaftswachstum mit sich bringen - für die Kandidatenländer ebenso wie für die Mitgliedsstaaten. Durch seine Lage im Herzen Europas wird Österreich besonders profitieren.


5.) Mehr soziale Sicherheit
Langfristig wird das jetzt noch hohe Wohlstandsgefälle in Europa einer hohen Lebensqualität für alle Europäer/-innen weichen. Das wird das Ringen um ein einheitliches Mindestmaß an sozialer Absicherung im Fall von Krankheit, Unfall, Alter, Arbeitslosigkeit und Armut erleichtern.


6.) Mehr Kultur
Mit den meisten der jetzigen Beitrittskandidaten verbindet Österreich eine über Jahrhunderte gewachsene gemeinsame Kultur. Die EU-Erweiterung überbrückt die Kluft, die die Zeit des Kommunismus geschaffen hat. Kulturelle Vielfalt ist keine Bedrohung, sondern Bereicherung.


7.) Mehr Ökumene
Die EU-Erweiterung ist ein wichtiger Impuls für die Begegnung der christlichen Kirchen. Wie die innere Trennung der Konfessionen widerspricht auch ihre äußerliche dem Kern der Frohbotschaft.
Christsein ist grenzenlos!

 

Kath. Aktion OÖ äußert erneut Besorgnis über Afghanistan-Krieg
9. 11. 2001

"Es scheint, als ob sich die Welt mühelos auf zigtausende Opfer im Afghanistan-Krieg einstellt." Mit diesen Worten äußerte die Präsidentin der Kath. Aktion Oberösterreich, Margit Hauft, erneut ihre Besorgnis über die andauernden Kriegshandlungen.
Wenn einerseits Politiker mit einem Hinweis auf Gerechtigkeit militärische Angriffe auf das Taliban-Regime rechtfertigen, so stellt sich laut Hauft auch andererseits die Frage, mit welcher Begründung unschuldige Menschen in die Flucht getrieben werden dürfen. Gerade angesichts des bevorstehenden Winters müssten entschiedene Anstrengungen unternommen werden, um eine wirksame Antwort auf die humanitäre Katastrophe zu finden. Im Wissen, dass der Krieg Ursache für viel Leid sei, müsse alles unternommen werden, um diese Ursache zu beseitigen, eine ledigliche "kosmetische Zudeckung der Auswirkungen mit Lebensmittelpaketen" sei zu wenig und nicht zielführend.
An die österreichische Bundesregierung richtet die Kath. Aktion OÖ den Appell, in diesem Sinne auf internationaler Ebene verstärkt friedenspolitisch aktiv zu werden.

 

Katholische Aktion OÖ für
"
Sozialstaat Österreich"
3. 10. 2001

Die Katholische Aktion OÖ begrüßt die Initiierung des Volksbegehrens "Sozialstaat Österreich". "Wir befürworten alle Anstrengungen, die zur sozialen Sicherheit und zur Chancengleichheit für die Menschen in unserem Land beitragen können", betonte die oberösterreichische KA-Präsidentin Margit Hauft. Die soziale Sicherheit müsse als Maßstab für die Gesetzgebung und Vollziehung gelten, eine Sozialverträglichkeitsprüfung wäre ein wichtiger Schritt in diese Richtung, so Hauft.
Die KA sehe eine besonderen Auftrag darin, verstärkt dafür einzutreten, dass die soziale Absicherung der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft nicht wirtschaftlichen Zwängen geopfert werde. Wenn es nun die Chance gäbe, einen "gesetzlichen Schutz vor Armut" in der österreichischen Verfassung zu verankern, so sollte diese unbedingt genutzt werden. Mit Bezugnahme auf den Sozialbericht der christlichen Kirchen, der jüngst der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, wies Hauft darauf hin, dass die Sorgen und Nöte der Menschen ernst genommen werden müssen, diese würden eine Verpflichtung zum Handeln beinhalten - gleichermaßen für die Verantwortlichen in Politik, Gesellschaft und Kirche. "Solidarität darf nicht zu einem Lippenbekenntnis verkümmern", warnte Hauft.

 

USA-Terror: Katholische Aktion Linz warnt vor Eskalation der Gewalt
13. 9. 2001

Die Katholische Aktion der Diözese Linz appellierte in einem Brief an die Botschaft der USA in Wien, nach den verheerenden Terroranschlägen die nächsten Schritte in großer Verantwortung zu setzen. Die oberösterreichische KA-Präsidentin Margit Hauft drückte in dem Schreiben an den Geschäftsführer Daniel Weygandt ihre Betroffenheit über die Vorkommnisse und ihr Mitgefühl für die Opfer und deren Angehörigen aus. Sie hoffe, so Hauft gleichzeitig, "dass die USA ihrerseits nun nicht zur weiteren Steigerung der Spirale der Gewalt und des Terrors beitragen". In der Katholischen Aktion zeigt man sich beunruhigt über die aktuellen Entwicklungen und den immer lauter werdenden Ruf nach massiver Vergeltung.
"Es wird notwendig sein, in Besonnenheit die Ursachen des Hasses zu erforschen und auf internationaler Ebene an deren Überwindung zu arbeiten. Mit militärischen Maßnahmen besteht andernfalls die Gefahr, eine weitere Eskalation herbeizuführen." Die Linzer KA-Präsidentin betonte auch, dass Österreich als neutrales Land in besonderem Maße gefordert sei, das Friedensengagement zu verstärken.

 

Katholische Aktion Oberösterreichs kritisiert geplante Einschränkungen bei der Familienzusammenführung
9. 8. 2001

"Das Recht, mit der eigenen Familie zusammenzuleben, gehört zu den Grundrechten jedes Menschen". Mit diesen Worten wandte sich die Präsidentin der Katholischen Aktion Oberösterreichs, Margit Hauft, in einer ersten Stellungnahme entschieden gegen die angekündigten Pläne, die Zuwanderung nach Österreich vor allem zu Lasten der Familienzusammenführung weiter einzuschränken. Sie weist darauf hin, dass das Recht auf familiäres Zusammenleben keine Frage der Nationalität sein dürfe.
Enttäuscht zeigte sich die KA-Präsidentin, dass gerade die Bundesregierung, die vorgibt, sich für Familien stark zu machen, nicht ernsthaft überlegt, die Familienzusammenführung überhaupt aus der Zuwanderungsquote herauszunehmen, wie dies in allen anderen EU-Ländern der Fall ist. Es sei inhuman, angesichts der mehr als 11.000 wartenden Angehörigen lediglich über wirtschaftliche Interessen nachzudenken und dabei zu vergessen, welches Leid Menschen zugefügt wird, die jahrelang von ihren Familien getrennt leben müssen. In der Katholischen Aktion ist man überzeugt, dass es auch aus integrationspolitischer Sicht notwendig ist, legal in Österreich lebenden und arbeitenden Menschen ihre Familien nicht vorzuenthalten.

 

Kath. Aktion fordert offenen
Dialog über
Homosexualität
18. 7. 2001

"Es ist notwendig, das Thema ‚Homosexualität‘ gesellschaftlich und innerkirchlich zu enttabuisieren." Dafür spricht sich die Präsidentin der Katholischen Aktion (KA) der Diözese Linz, Margit Hauft, aus. Es gäbe in der Kirche schon einige begrüßenswerte Ansätze, Menschen mit gleichgeschlechtlicher Orientierung "mit Achtung und Takt zu begegnen", wie dies auch von Papst Johannes Paul II. im Weltkatechismus gefordert wird, dennoch, so Hauft "muss verstärkt an einer Anerkennung gleichgeschlechtlich orientierter Menschen in Kirche und Gesellschaft gearbeitet werden."
Die KA-Präsidentin sieht eine wichtige Aufgabe der Kirche darin, intensiv und nachhaltig dafür einzutreten, dass die derzeitigen gesellschaftlichen und politischen Anstrengungen zur Integration von homosexuellen Mitmenschen aufgegriffen und unterstützt werden. In der Seelsorge müsse darauf geachtet werden, dass gleichgeschlechtlich orientierte Frauen und Männer ohne Vorbehalte zum Mitleben und Mitfeiern in der Kirche eingeladen werden.
Laut Hauft dürfe "die kirchliche Werthaltung der Solidarität nicht vor Menschen Halt machen, die aufgrund ihrer sexuellen Ausrichtung Vorurteilen und Diskriminierungen ausgesetzt sind."

 

 

 

Die Katholische Aktion
mit ihren Gliederungen
sehe ich als unverzichtbaren
Lungenflügel der Kirche
Dr. Bert Brandstetter, Präsident

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