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• "Schlüsselübergabe"
in der KA OÖ
• Pakt für Vielfalt in Oberösterreich
unterzeichnet
• Margit Hauft: Bilanz über 13 Jahre als
KA-Präsidentin
"Schlüsselübergabe"
in der Katholischen Aktion Oberösterreich
4.11.2011
Die Katholische Aktion (KA) Oberösterreich hat bei ihrer Diözesankonferenz am 4. November 2011 den früheren ORF-Journalisten Dr. Bert Brandstetter zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Brandstetter löst in dieser Funktion Margit Hauft ab, die in den vergangenen dreizehn Jahren die offizielle Laienorganisation der Katholischen Kirche vertreten hat.

Schlüsselübergabe des Präsidiums der
KA durch Margit Hauft zu Bert Brandstetter
"Mit Bert Brandstetter übernimmt ein Mann die Leitung der KA, der die Ereignisse in Kirche und Gesellschaft stets mit wachem Auge beobachtet hat und seine Erfahrungen nun zur Verfügung stellt", freut sich Hauft über ihren Nachfolger. Bei der "Schlüsselübergabe" nach der Wahl betonte der neue Präsident, er wolle daran arbeiten, dass Menschen von heute einen Nutzen für sich persönlich erkennen, wenn sie der Katholischen Kirche angehören und im Sinne der KA als engagierte Christinnen und Christen die Welt mitgestalten. Eine wichtige Aufgabe für die KA mit ihren in beinahe allen Pfarren tätigen Gliederungen sieht Brandstetter im "innerkirchlichen Dialog, der gerade jetzt dringend notwendig ist."
Bert Brandstetter wohnt in Neumarkt im Mühlkreis, wo er
zuletzt 35 Jahre den Kirchenchor geleitet hat, er ist verheiratet, Vater von
vier Kindern und dreifacher Großvater.
Als neue Vizepräsidentin wurde die Linzer Fachschullehrerin Erika Kirchweger
gewählt, die zugleich Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung in
Oberösterreich ist. Der neue Vizepräsident heißt Stefan C.
Leitner, stammt aus Gunskirchen und ist Lehrer an der HAK Lambach.
Statutengemäß bedarf das Ergebnis der Wahl
des ehrenamtlichen Präsidiums noch der Zustimmung durch den Diözesanbischof.

Die neue Geschäftsführung
der Katholischen Aktion OÖ: v.l.: Dipl.Päd. Bernhard Rudinger (Generalsekretär),
Mag. Stefan C. Leitner, Dr. Bert Brandstetter, Erika Kirchweger, Mag. Christian
Öhler (Geistl. Ass.)
Video ansehen: Margit Hauft übergibt symbolisch den Schlüssel an ihren Nachfolger Dr. Bert Brandstetter ...
Zur Abschiedsrede von Margit Hauft (Video) ...
Katholische Kirche, Caritas
und Katholische Aktion unterzeichneten Pakt für Vielfalt in Oberösterreich
27.10.2011
Ausgangspunkt vor mehr als einem Jahr war die Entwicklung eines gemeinsames Bekenntnisses der ProjektpartnerInnen zur kulturellen Vielfalt in Oberösterreich. Das Ergebnis ist der Pakt für Vielfalt in Oberösterreich, der am 27. Oktober 2011 in den Linzer Redoutensälen von mehr als 50 PartnerInnen unterzeichnet wurde. Zu ihnen zählen auch die Katholische Kirche in Oberösterreich, die Caritas Oberösterreich und die Katholische Aktion Oberösterreich.

Bischof Dr. Ludwig Schwarz und KA-Präsidentin
Margit Hauft unterzeichnen den Pakt für Vielfalt.
Der Pakt für Vielfalt in Oberösterreich baut auf dem Integrationsleitbild des Landes Oberösterreich auf und ist ein konkreter Beitrag für ein gutes Zusammenleben und -arbeiten von Menschen verschiedenster kultureller Herkunft in Oberösterreich. Durch die Umsetzung der im Pakt definierten Ziele kann es gelingen, Vorurteile abzubauen, Bilder zu verändern und Toleranzspielräume zu erweitern. Mit einer neuen Kultur der Vielfalt soll ein Umfeld geschaffen werden, in dem Unterschiede wertgeschätzt und respektiert werden.
In der Präambel des Pakts heißt es: Oberösterreich ist ein Einwanderungsland, dessen Bevölkerungsstruktur sich stets verändert hat und auch weiterhin verändern wird. Die Gesellschaft ist von der Vielfalt der hier lebenden Menschen geprägt. Für ein friedliches und konstruktives Zusammenleben und eine positive gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung braucht es Verständnis auf allen Seiten und gegenseitiges Aufeinanderzugehen. Es ist wichtig, die Menschen in einer pluralistischen Gesellschaft zu fördern und zu fordern, damit sie Fähigkeiten und Talente entfalten und zum Nutzen der Gemeinschaft einbringen können. Dies gilt für Oberösterreichs Bevölkerung im Ganzen ebenso wie für spezifische Gruppen oder Lebensbereiche. Die Entwicklung des Paktes für Vielfalt ist ein Beteiligungsprozess. Die Beteiligung möglichst vieler Partnerinnen und Partner ist eine wichtige Voraussetzung für dessen Erfolg.
PartnerInnen im Pakt für Vielfalt in Oberösterreich sind neben der Katholischen Kirche in Oberösterreich, der Caritas Oberösterreich und der Katholischen Aktion Oberösterreich zahlreiche Institutionen und Organisationen der öffentlichen Verwaltung, Interessenvertretungen, Glaubensgemeinschaften, Organisationen der Zivilgesellschaft, Vereine, Medien und Unternehmen. Sie alle bilden ein Netzwerk, das dem kontinuierlichen Austausch über Fragestellungen dient, die das Thema Vielfalt in Oberösterreich immer wieder aufwirft. Im Pakt heißt es: Es geht uns um Chancengerechtigkeit in Lebensbereichen wie zum Beispiel Bildung und Berufswahl, Arbeit und Einkommen, Religion und Weltanschauung, politische Meinung und Partizipation, Wahl des Wohnumfeldes oder Gewohnheiten und Freizeitverhalten. Dabei gelten für alle Menschen die gleichen Rechte und Pflichten, unabhängig von individuellen Merkmalen wie zum Beispiel Herkunft, Religion, Bildung, Alter, Familienstand oder Geschlecht. Die Unterschiede einzelner Individuen respektierend, betont der Pakt das Verbindende.
Pakt für Vielfalt herunterladen ...
Margit
Hauft: Bilanz über 13 Jahre Präsidentschaft der Katholischen Aktion
Oberösterreich
21.10.2011
Sie wurde als erste Frau an die Spitze der Katholischen Aktion (KA) Oberösterreich gewählt und war 13 Jahre lang Präsidentin der offiziellen Laienorganisation der Katholischen Kirche in Oberösterreich. Am 4. November 2011 legt Margit Hauft die KA-Präsidentschaft offiziell zurück. Auf Einladung des OÖ. Journalistenforums, eines Forums der KA, zog Margit Hauft am 21. Oktober 2011 im OÖ. Presseclub eine dankbare und positive Bilanz.

Marigt Hauft zieht bei der Pressekonferenz Bilanz
über 13 Jahre als Präsidentin der Kath. Aktion
Margit Hauft: Als ich vor nunmehr 13 Jahren erstmals zur KA-Präsidentin in Oberösterreich gewählt wurde, habe ich mir das nicht ausgesucht, aber ich habe Ja gesagt. Vielleicht war es gut, dass mir die Dimensionen dieser Aufgabe damals nicht in vollem Ausmaß bewusst waren, erinnerte sich Hauft an die Anfänge ihrer Präsidentschaft. Gestärkt habe sie immer das große Vertrauen und Zutrauen vieler Menschen: zum einen der Verantwortlichen der Gliederungen und Einrichtungen der KA, die sie gewählt hatten, zum anderen von Menschen wie Bischof Maximilian Aichern, der nicht nur ihre Wahl zur Präsidentin bestätigt, sondern die KA als eine Stimme der Kirche gesehen habe. Er habe ihr auch viele weitere Ämter zugetraut, so etwa den Vorsitz im Pastoralrat und die Leitung der Diözesanen Frauenkommission, betonte Hauft.
Es braucht Andockstellen für die Menschen
Hauft verwies auch auf Papst Johannes Paul II., der gesagt hatte: Die
Kirche braucht Laien, die in der Katholischen Aktion gelernt haben, die Radikalität
des Evangeliums in der Normalität des Alltags zu leben. Hauft betonte,
es brauche Leute und die gebe es in der KA , die versuchten,
die Gesellschaft aus ihrer christlichen Überzeugung heraus mitzugestalten.
Es gibt zwei Möglichkeiten: Ich kann mich zurückziehen aus
der Welt oder mich einmischen ich bin für Letzteres, so
Hauft. Es brauche Andockstellen für die Menschen, wo das sichtbar werde,
was die Kirche an Schätzen zu bieten habe. In Pfarren, aber auch in anderen
Knotenpunkten wie Bildungseinrichtungen, Betriebsseelsorgestellen etc. sei
Kirche ganz nah bei den Menschen. Durch die KA bekommt das, was die
Kirche sagt, Hände und Füße, unterstrich Hauft. Das
Verhältnis zur Kirchenleitung sei von gegenseitiger Akzeptanz und Vertrauen
und von kritischer Loyalität geprägt. Es sei der KA wichtig, den
Weg als Volk Gottes gemeinsam zu gehen und diözesane Schwerpunkte mitzutragen.
Bischof Ludwig Schwarz schätze die KA ebenso wie sein Vorgänger,
Bischof Aichern, so Hauft.
Gesellschaftspolitische Relevanz
Die KA habe hohe gesellschaftliche Akzeptanz und Relevanz. So gebe es regelmäßig
Werkstattgespräche mit den Spitzen der im Landtag vertretenen
Parteien über gesellschaftspolitische Themen. Die KA agiert gesellschaftspolitisch,
nicht parteipolitisch, betonte Hauft. Als Beispiel nannte sie die Rolle
der KA in der Allianz für den freien Sonntag: Die gute
Verbindung der KA zu den Sozialpartnern hat dazu geführt, dass viele
der Allianz beigetreten sind.
Wer sich einsetzt, setzt sich aus
Die Standpunkte der KA und ihrer Präsidentin hätten in den 13 Jahren
ihrer Präsidentschaft unterschiedliche Reaktionen ausgelöst, so
Hauft. Das zeigt, das die KA auffällt und als lebendig wahrgenommen
wird. Sie blicke dankbar auf die vergangenen 13 Jahre zurück, auf
den Rückhalt durch persönliche Kontakte, durch das Gebet, durch
die Familie. Ihrem Nachfolger bzw. ihrer Nachfolgerin, der/die am 4. November
gewählt wird, wünsche sie ein tragfähiges Netz, in das er/sie
sich hineinfallen lassen könne, und die Fähigkeit, verletzende,
menschenverachtende Kritik, wie sie aus manchen Kreisen komme, auf die Seite
stellen zu können und ihr die richtige Größenordnung zu geben.
Mein Vorgänger Eduard Ploier hat zu mir gesagt: Wenn du etwas übernimmst,
mach es mit deinem Werkzeug. Und das wünsche ich auch der Person, die
mir nachfolgt: dass sie mit ihrer eigenen Handschrift die Geschichte der KA
weiterschreibt und so mitmischt in Kirche und Gesellschaft.
Die Katholische Aktion
mit ihren Gliederungen
sehe ich als unverzichtbaren
Lungenflügel der Kirche
Dr. Bert Brandstetter, Präsident