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Christ & Wirtschaft
Forum der Katholischen Aktion Oberösterreich

Veranstaltungen:
Vorschau:
Wir
und der Islam - Vom Wildwuchs der Feindbilder
Begegnung
für Unternehmer/innen und Führungskräfte
Referent:
Prof. Heinz Nußbaumer
Termin:
Donnerstag, 21. Juni 2012
Ort: Stift St. Florian,
17.00
Uhr
Rückblick:
Bildersprache
des Barock ... auch heute aktuell
Meditativer
Spaziergang
mit:
Pfarrer Hugo Rafael De Vlaminck
(Stiftskirche Dürnstein)
Termin:
Freitag, 23. März 2012
Ort: Stiftskirche Dürnstein, 15.00 Uhr
Die
Bildersprache des Barock ist auch heute noch aktuell. Davon konnten
sich die TeilnehmerInnen am diesjährigen "Meditativen
Spaziergang", zu dem das Forum Christ und Wirtschaft (CuW)
der Katholischen Aktion OÖ am 23. März 2012 UnternehmerInnen
und Führungskräfte einlud, überzeugen. Pfarrer Hugo
Rafael De Vlaminck informierte darüber, wie in der Zeit der
Gegenreformation eine einprägsame Bildersprache verwendet wurde,
um die Menschen zu erreichen und Antworten auf ihre Lebensfragen
zu geben. Nach einer Führung durch die Kirche, den Kreuzgang
und die Krypta mündete die Veranstaltung in einer Gebetsmeditation.

UnternehmerInnen
und Führungskräfte lauschen Pfarrer Hugo Rafael De Vlaminck

Die
wunderschöne Barockkirche des Stiftes Dürnstein
Als
abschließend Pfarrer De Vlaminck auf Ersuchen des CuW-Vorsitzenden
Gerhard Greiner auch seine Arbeit für zahlreiche Hilfsprojekte
in Rumänien vorstellte, spendeten die TeilnehmerInnen in einer
spontanen Aktion mehr als 500 Euro für seine Initiative.
Die Veranstaltung klang - wie könnte es in der Wachau anders
sein - mit einem gemeinsamen Heurigenbesuch aus.
"Gerechtigkeit
und Solidarität als Grundlage christlichen Handelns"
Begegnung
für Unternehmer/innen und Führungskräfte
Referent:
Bischof Manfred Scheuer
Termin:
Donnerstag, 9. Juni 2011
Ort: Stift St. Florian,
17.00
Uhr
Bischof
Manfred Scheuer: Wirtschaft braucht ethisches Handeln
Am
Donnerstag, 9. Juni 2011 ab 17.00 Uhr lud das Forum Christ und Wirtschaft
der Katholischen Aktion OÖ zu einer Begegnung für oö.
UnternehmerInnen und Führungskräfte zum Thema "Gerechtigkeit
und Solidarität als Grundlage sozialen Handelns" ins Augustiner
Chorherrenstift St. Florian. In seinen Begrüßungsworten
würdigte Bischof Ludwig Schwarz die Leistung und das Engagement
der oö. Unternehmen, ihrer Führungskräfte und MitarbeiterInnen,
das wesentlich zu einer besonnenen Überwindung der Wirtschaftskrise
beigetragen habe. Der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer
skizzierte die Eckpfeiler ethischen Handeln in der Wirtschaft und
betonte dabei die Verantwortung des Einzelnen.

Über
70 Teilnehmer besuchten den Vortrag von Bischof Manfred Scheuer
im Stift St. Florian.

Forum
Christ und Wirtschaft im Prälatengarten: v.l.n.r: Koordinator
Bernhard Rudinger, Geistlicher Assistent Prof. Dr. Ferdinand Reisinger,
Vorsitzender Gerhard Greiner
Bischof
Ludwig Schwarz wies in seinem Grußwort
auf die große Verantwortung von UnternehmerInnen und Führungskräften
hin. Sie stünden stets vor der doppelten Herausforderung, einerseits
rasche, weitreichende Entscheidungen treffen und verantworten zu
müssen und andererseits oft nur ein "kleineres Übel"
verwirklichen zu können. Bischof Schwarz betonte, von der christlichen
Ethik her sei Arbeit und Leistung ein wichtiger Wert. Dem Sozialwort
des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich zufolge
müsse Wirtschaft nicht nur sachgerecht, sondern auch menschen-
und gesellschaftsgerecht sein und müsse die Belange zukünftiger
Generationen bzw. der Umwelt miteinbeziehen. Bischof Schwarz dankte
ausdrücklich den oö. UnternehmerInnen, Führungskräften
und MitarbeiterInnen für ihre Anstrengungen, die durch Spekulationen
verursachte Wirtschaftskrise ruhig und besonnen zu meistern. Schwarz
unterstrich, es sei wichtig, im Zusammenhang mit einer Ethik der
Leistung die Verantwortung von Entscheidungsträgern ebenso
wertschätzend anzuerkennen wie die Leistungen aller Werktätigen
durch alle Etagen, die Leistung, Kinder zu erziehen, und die Leistung
ehrenamtlich Tätiger. Arbeit und Leistung verdiene Anerkennung
und sei ein gemeinsames Gut, das jedem Menschen zustünde, so
Schwarz.
Stichwort
Generationengerechtigkeit
Der Innsbrucker Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer ging in
seiner Rede der Frage nach, wie Gerechtigkeit und Solidarität
als Grundlage wirtschaftlichen Handeln realisiert werden können.
Zu Beginn seiner Überlegungen griff Scheuer den Gedanken der
"Enkelgerechtigkeit" des britischen Ökonomen Keynes
von 1830 auf: Bei allem, was man tue, um die heutigen Ansprüche
zu erfüllen, sollte man mit gutem Gewissen den Enkelkindern
in die Augen schauen können. Diese Generationengerechtigkeit
sei heute aktueller denn je. Es gehe um ein Gleichgewicht zwischen
wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Zielen, so Scheuer.
Ethische
Verantwortung des Einzelnen
Scheuer betonte, die Weltwirtschaft sei durch enorme Komplexität
und nicht prognostizierbare Rück- und Wechselwirklungen gekennzeichnet.
Diese Unübersichtlichkeit verführe häufig dazu, der
eigenen ethischen Verantwortung auszuweichen. Die Krise habe das
Auseinanderklaffen von Finanz- und Realwirtschaft deutlich gemacht:
Zusammenbrüche auf Finanz- und Aktienmärkten würden
von Einzelnen ausgelöst, für die Geld zum virtuellen Spielkapital
geworden sei. Opfer dieser Krisen seien in der Realwirtschaft vorrangig
Menschen, die ohnehin in schwierigen finanziellen Verhältnissen
lebten und zum Teil in ihrer Existenz bedroht würden.
Gute
Arbeit achtet Menschenwürde
Nüchtern betrachtet seien Wirtschaft und Ethik Gegensätze,
so Scheuer. Wenn von gerechtem Handeln die Rede sei, beziehe sich
dies meist lediglich auf das Einhalten von Verträgen, aber
nicht auf Solidarität und Nächstenliebe, die als "Störfaktoren"
auf dem freien Markt gesehen würden. Scheuer stellte dem die
Frage entgegen, ob nicht Wirtschaften "angewandte Liebe"
zu den Menschen sein könne. Gutes Wirtschaften und gute Arbeit
zu ermöglichen, habe mit Solidarität und mit angewandter
Liebe zu Welt zu tun, so Scheuer. Das Sozialwort des Ökumenischen
Rates der Kirchen betone, dass Erwerbsarbeit Identität schaffe
und ein wichtiger Teil des Lebens sei. Dort angeführte Qualitätskriterien
seien u. a. Fragen der Gesundheit, der Vereinbarkeit von Beruf und
Familie und zumutbare Arbeitszeiten. Gute Arbeit respektiere menschliche
Fähigkeiten und die Menschenwürde, gewähre ein angemessenes
Einkommen und beziehe auch Fragen der Umwelt mit ein. Wenn Arbeit
Menschen ausbeute, sei sie mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar.
Globale
Gerechtigkeit
Scheuer nahm auch den weltweiten Aspekt von Gerechtigkeit in den
Blick und zitierte Papst Benedikt XVI., der betonte, die Globalisierung
dürfe nicht auf Kosten der ärmeren Länder bzw, der
Ärmeren in den reichen Ländern realisiert werden. Es brauche
einen Gesinnungs- und Politikwandel hin zu gerechter Verteilung
der Güter und zu einem ressourcenschonenden Leben und Wirtschaften
- und hier sei jeder Einzelne gefordert, sein tägliches Verhalten
zu überdenken, so Scheuer. Den Kirchen und Religionsgemeinschaften
sei es seit Jahrtausenden ein Anliegen, zu vermitteln, dass ein
Stück Einschränkung mehr Lebensqualität und ein besseres,
intensiveres Leben bedeuten könne.
Ökosoziale
Marktwirtschaft braucht ethische Standards
Scheuer betonte, es sei Aufgabe und Ziel der ökosozialen Marktwirtschaft,
wirtschaftlichen Erfolg mit sozialem Ausgleich in Einklang zu bringen.
Das christliche Verständnis vom Menschen und die Idee der Demokratie
seien der geistige Nährboden, auf dem sich die soziale Marktwirtschaft
entwickelt habe, so Scheuer. Sie verbinde Freiheit mit persönlicher
Verantwortung und brauche daher Werte und Grundhaltungen, die einen
Rahmen geben, wie auch Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika
"Centesimus Annus" gefordert habe. Laut Kriminalpsychologe
Thomas Müller sei die sogenannte "Workplace Violence",
also alle Formen destruktiver Handlungen am Arbeitsplatz, eine der
größten gesellschaftlichen und damit auch kriminalpsychologischen
Herausforderungen der nächsten 30 Jahre. Scheuer verwies dabei
auf Müllers Ansicht, ethisches Handeln, moralische Wertigkeit
und Kommunikation lerne man zu Hause in der Familie. In Anlehnung
an den Theologen und Unternehmensberater Ulrich Hemel nannte Scheuer
vier ethische Mindeststandards für gutes Wirtschaften: Vertrauen
und Wertschätzung, transparente Kommunikation, Strategie und
optimale Wertschöpfung. Kein Unternehmen könne ohne diese
vier Werte auskommen, wenn es seinen Erfolg nicht gefährden
wolle, betonte Scheuer.
Unternehmen
haben gesellschaftliche Verantwortung
Scheuer sprach auch die Corporate Social Responsibility an, bei
der es um nachhaltiges Wirtschaften, um grundlegende soziale Standards
und um gesellschaftliche Verantwortung gehe. Scheuer betonte, dass
UnternehmerInnen und Führungskräfte zunächst dem
Erfolg des eigenen Unternehmens verantwortlich seien, in weiterer
Folge aber auch den MitarbeiterInnen, Kunden und Zulieferern und
der Gesellschaft. Scheuer dankte allen oö. UnternehmerInnen,
die durch ihr Engagement für Kirche und Religion, Gesellschaft,
Kultur und Sport diese Verantwortung ernst nehmen.
Forum
Christ und Wirtschaft
"Christ und Wirtschaft" ist ein Forum der Katholischen
Aktion OÖ im Auftrag des Diözesanbischofs und kirchliche
Anlaufstelle für UnternehmerInnen und Führungskräfte.
Ziel ist es, einen Beitrag zur besseren Verständigung zwischen
Kirche und Wirtschaft zu leisten, kirchlich-diözesane Anliegen
bei UnternehmerInnen und Führungskräften einzubringen
und umgekehrt Impulse der Wirtschaft an die Kirche bzw. Diözese
aufzugreifen. Die Arbeit von "Christ und Wirtschaft" basiert
auf der Überzeugung, dass eine menschengerechte Ordnung von
Wirtschaft und Gesellschaft auf der Grundlage eines christlichen
Welt- und Menschenbildes möglich ist. "Christ und Wirtschaft"
unterhält regelmäßige Kontakte zu Interessenvereinigungen
der Wirtschaft (v. a. Industriellenvereinigung OÖ, Wirtschaftskammer
OÖ) und Bildungseinrichtungen (z. B. OÖ. Volkswirtschaftliche
Gesellschaft). Dem Forum ist es ein Anliegen, die die Katholische
Soziallehre in den gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozess einzubringen.
Weitere Informationen:
Christ
& Wirtschaft
Sozialwort
des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich
Bischof
Dr. Manfred Scheuer (Diözese Innsbruck)
Stift
St. Florian
Grußwort
Bischof Ludwig Schwarz herunterladen ...
"Den
ganzen Besitz des Klosters betrachte er als heiliges Altargerät"
- aus Benediktusregel Kapitel 13, Vers 10
Meditativer
Spaziergang
Referent:
Abt Bruno Hubl
(Stift Admont)
Termin:
Freitag, 25. März 2011
Ort: Stift Admont
Das
Forum Christ und Wirtschaft der Katholischen Aktion OÖ lud
am 25. März 2011 oberösterreichische UnternehmerInnen
und Führungskräfte zu einem „Meditativen Spaziergang“
im Stift Admont ein. Abt Bruno Hubl erläuterte dabei Bezug
nehmend auf die Regel des hl. Benedikt die Tätigkeitsbereiche
der Klostergemeinschaft: Neben den zahlreichen spirituellen Angeboten,
der Pfarrseelsorge und dem Stiftsgymnasium hat die älteste
klösterliche Gemeinschaft der Steiermark auch kulturell einiges
zu bieten. So gibt es neben der weltweit größte Klosterbibliothek
auch mehrere vom Stift geführte Museen. Die wirtschaftlichen
Aktivitäten reichen von der Land- und Forstwirtschaft über
die holzverarbeitende Industrie und die Energiewirtschaft bis hin
zum Tourismus. Etwa 500 MitarbeiterInnen sind in den Betrieben des
Stiftes Admont beschäftigt.
Viele TeilnehmerInnen waren nach der Führung durch die Bibliothek
und die Stiftskirche so beeindruckt, dass sie ankündigten,
bald wieder einmal nach Admont zu kommen um die weiteren „Attraktionen“
anzusehen, für die beim Meditativen Spaziergang zu wenig Zeit
war.

Abt
Bruno Hubl beim Vortrag.

In
der baroken Stiftsbibliothek.

CuW-Vorsitzender
Gerhard Greiner bedankt sich bei Abt Bruno Hubl.
Controlling
unter dem Gesichtspunkt von gesellschaftlicher Verantwortung
Begegnung
für Unternehmer/innen und Führungskräfte
Referentin:
Univ.-Prof. Mag. Birgit Feldbauer-Durstmüller
Termin:
Donnerstag, 10. Juni 2010
Ort: Stift St. Florian,
17.00
Uhr
Univ.
Prof. Dr. Birgit Feldbauer-Durstmüller erläuterte die
Aufgaben von ControllerInnen im Gestalten und Begleiten von Management-Prozessen.
Dabei plädierte sie für ein breites Verständnis von
Controlling: ControllerInnen sollten nicht nur das ökonomische
Gewissen eines Unternehmens sein, sondern auch die soziale Verantwortung
von Unternehmen im Blick haben und auf die Einhaltung höchster
Standards bei ArbeitnehmerInnen- und Umweltregelungen achten.

Die
TeilnehmerInnen an der Veranstaltung im Stift St. Florian nutzten
außerdem die Gelegenheit, eine Jakob-Prandtauer-Ausstellung
zu besichtigen und mit Bischof Ludwig Schwarz ins Gespräch
zu kommen. Namens des Forums Christ und Wirtschaft gratulierte dessen
Vorsitzender Gerhard Greiner dem Diözesanbischof zum 70. Geburtstag.

Bischof Dr. Ludwig Schwarz lauscht gemeinsam mit den anderen
TeilnehmerInnen den Ausführungen der Jakob-Prandtauer-Ausstellungen.
Frauen.leben.franziskanisch
Meditativer Spaziergang
Referentin:
Sr. Kunigunde Dr. Fürst
(Generaloberin der Franziskanerinnen)
Termin:
Freitag, 26. März 2010
Ort: Franziskanerinnen Vöcklabruck,
15.00
Uhr
Artikel
aus der Kirchenzeitung (2010/13):
Dass
das Leben im Kloster keineswegs weltfremd ist, davon konnten sich
über 40 Wirtschaftstreibende des Forums „Christ und Wirtschaft“
am 26. März bei einem Besuch bei den Franziskanerinnen von
Vöcklabruck überzeugen.
Trotz
des hohen Altersdurchschnittes der derzeit 247 Schwester – er liegt
bei 70 Jahren – gilt der Blick der Zukunft. Auch viele Laien tragen
heute in den Spitälern und Schulen das Ordensideal – den Nöten
der Zeit zu begegnen – weiter. Das Zusammenleben von jungen und
alten Schwestern erfordert Rücksichtnahme und eine Vielfalt
an Lebensformen. Drei Frauen leben zurzeit im Ausbildungskonvent.
Im Kloster ist ein Mitleben nach einer genauen Vereinbarung auch
dann möglich, wenn jemand nicht Schwester werden will. Das
persönliche Charisma und das Charisma der Gemeinschaft müssen
zusammenstimmen, wenn es um die Frage geht, ob jemand aufgenommen
wird, erzählt Ausbildungsleitern Sr. Angelika Garstenauer.

Sr.
Angelika führt durch den Ausbildungskonvent der Franziskanerinnen
(Foto: kiz/fellinger)
Generaloberin
Sr. Kunigunde Fürst legt Wert darauf, dass auch die alten Schwestern
„im Boot bleiben“ werden. So übernehmen Schwestern eine Gebetspatenschaft
etwa für eine Schule oder auch für persönliche Anliegen,
wenn jemand darum bittet. Der Zukunft sieht die Generaloberin mit
einer gewissen Gelassenheit entgegen. Vielleicht, meint sie, wird
es eine Gruppe brauchen, die sagt: Wir gründen uns noch einmal
neu.
Wer
hat Schuld?!
Besinnungstag für Unternehmer/innen und Führungskräfte
Referent:
Prof. Dr. Ferdinand Reisinger
Termin:
Samstag, 14. November 2009
Ort: Stift St. Florian

Christ
& Wirtschaft Vorsitzender Dir. Gerhard Greiner begrüßt
die TeilnehmerInnen am Vortrag "Wer hat Schuld?!"

Die
TeilnehmerInnen lauschen dem Vortrag von Prof. Ferdinand Reisinger
im Augustiner Chorherrenstift
St. Florian
Das
Europa der Religionen
Ein verdrängtes Thema und seine (alltägliche) Relevanz
Begegnung
für Unternehmer/innen und Führungskräfte
Referent:
Superintendent Dr. Gerold Lehner
Termin:
Donnerstag, 18. Juni 2009, 17.00 Uhr
Ort: Stift St. Florian
Artikel
in der Kirchenzeitung (2009/26):
Die
Angst Europas vor den Religionen
„Auf jeden Fall! Es gibt sie: die Angst Europas vor den Religionen.“
– Das stellte der Superintendent der evangelischen Kirche A.B.,
Dr. Gerold Lehner, bei einem Vortrag vor der Arbeitsgemeinschaft
Christ und Wirtschaft am 18. Juni im Stift St. Florian fest.

Superintendet
Dr. Gerold Lehner
Im
jüngsten Europa-Wahlkampf habe sich gezeigt, dass keine der
wahlwerbenden Parteien in der Lage wäre, „die große Geschichte
Europas so zu erzählen, dass ein Traum von Europa aufleuchtet.“
Die Kirchen wären für Europa so etwas wie ein Stolperstein,
der den Schmerz über die Zerstörungskraft der Menschen
wachhält.
Das Kreuz als Zeichen dafür, wie Wahrheit und Liebe miteinander
verbunden werden könnten, wäre auch politisch für
Europa relevant. In St. Florian verwies Lehner dabei auf das Beispiel
des hl. Florian: Dieser sei als Christ im Konflikt mit der Staatsmacht
für die Wahrheit eingetreten, nicht aggressiv, sondern als
einer, der das Martyrium erlitten hätte. Dort läge die
wahre Stärke des Christentums.
In Europa könnten starke Wahrheitsansprüche wie der des
Christentums und der des Isalm nicht nur nebeneinander, sondern
sogar miteinander leben, ist Lehner überzeugt. Dabei plädierte
er für eine bessere Einbettung religiöser Minderheiten
in die christliche Leitkultur. So schlug er vor, dass eine islamische
Fakultät im Rahmen der staatlichen Universität eingerichtet
werden solle.
"Leben
aus starken Wurzeln"
Meditativer
Spaziergang in der Benediktinerabtei Seitenstetten
mit
Abt Berthold Heigl
Termin:
Freitag, 13. März 2009; 15.30 Uhr
Ort: Stift Seitenstetten
Abt
Berthold Heigl führte die rund 60 Mitglieder des Forums Christ
und Wirtschaft durch Haus, Garten und Meierhof der Benediktinerabtei
Seitenstetten.
Er bot Einblicke
- in
das Leben von Mönchen hinter und außerhalb der Klostermauern,
- in
die Botschaft der barocken Baukunst,
- in
die Chancen und Probleme als Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber
der Region,
- in
die Möglichkeiten und Grenzen einer Ordensgemeinschaft in
der Vielfalt der zugewachsenen Aufgaben in Bildung, Pastoral,
Kultur und Wirtschaft.
Im
Anschluss nahmen die Unternehmer und Unternehmerinnen an der Vesper
teil, dem Abendlob der Mönche. Mit einem gemütlichen Beisammensitzen
bei Brötchen und Kuchen klang der Nachmittag aus.

Der
Abt gibt den Gästen Einblicke ins Klosterleben.

Das
Stift beeindruckt durch barocke Wandgemälde und Baukunst.
Gute
Arbeit - Gutes Leben?!
Ziele des Arbeitens und Wirtschaftens auf dem Prüfstand
Begegnung
für Unternehmer/innen und Führungskräfte
Referentin:
Univ.-Prof.in Dr.in Luise
Gubitzer
(Wirtschaftsuniversität
Wien)
Termin:
Donnerstag, 5. Juni 2008
Ort: Stift St. Florian
Beginn: 17.00 Uhr
Ein
Mitschnitt des Referates ist im KA-Generalsekretariat erhältlich.
kath.aktion@dioezese-linz.at
christ-wirtschaft@dioezese-linz.at
Damit
in allem Gott verherrlicht werde
Gütergemeinschaft als fundamentaler Wert eines Klosters
Meditativer Spaziergang im Benediktinerinnen-Kloster Steinerkirchen
mit
Sr. Martha Bayer
Termin:
Freitag, 7. März 2008; 15.30 Uhr
Ort: Benediktinerinnen-Kloster Steinerkirchen
Artikel
in der Kirchenzeitung (2008/11):
Sr.
Martha Bayer leitet die Paramentik-Werkstatt der Steinerkirchner
Schwestern
„Damit in allem Gott verherrlicht werde.“ Das ist der Kern der benediktinischen
Ordensregel.
Für die Leiterin der Paramentik-Werkstatt der Benediktinerinnen
von Steinerkirchen, Sr. Martha Bayer, gilt das bis in die Verarbeitung
der liturgischen Gewänder und sonstigen Artikel, die in Österreichs
größter Werkstatt dieser Art erzeugt werden.
Rund
50 Mitglieder des Forums Christ und Wirtschaft konnten sich am Freitag,
7. März davon überzeugen. Erst seit 1949 besteht die aus
einer benediktinischen Laienbewegung hervorgegegangene Gemeinschaft
als Orden. 117 Schwestern gehören ihr heute an. Sie leben in
Gütergemeinschaft, in der sie ihr persönliches Eigentum
einer gemeinsamen Verwaltung unterstellen.

Dir. Gerhard Greiner und Sr. Martha Bayr begrüßen die
Besucher im stilvollen Ambiente des Benediktinerinnenklosters.
In einer dreijährigen Lehre werden junge Frauen zu Gold-, Silber-
und Perlenstickerinnen ausgebildet.

Foto: M. Fellinger
Neben Handstickereien nimmt die Batik, eine asiatische Textilkunst-Technik,
einen hohen Stellenwert ein.
Sr. Martha zeigt die fertigen Werke aus der Paramentewerkstatt.
Werteorientierte
Unternehmenskultur
Anregungen aus der benediktinischen Spiritualität
Begegnung
für Unternehmer/innen und Führungskräfte
Referent:
Abt Dr. Johannes Eckert (Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München
und Andechs)
Termin:
Dienstag, 26. Juni 2007
Ort: Stift St. Florian
Beginn: 17.00 Uhr
Unternehmen
und Klöster verfolgen unterschiedliche Ziele, doch auf dem
Weg der Zielerreichung sowie bei den jeweiligen Instrumenten gibt
es überraschende Übereinstimmungen.
Zu
diesem Schluss kam der Abt der Benediktinerabtei St. Bonifaz in
München und Andechs, Dr. Johannes Eckert OSB, in seinem Referat
bei der diesjährigen Begegnung für UnternehmerInnen und
Führungskräfte des Forums Christ und Wirtschaft der Kath.
Aktion OÖ im Stift St. Florian.

Abt Dr. Johannes Eckert OSB
Abtei St. Bonifaz in München und Andechs
Abt Eckert vertrat u. a. die Ansicht, dass Gehorsam als Grundhaltung
des Mönchs und Kunden- und MitarbeiterInnenorientierung als
Grundhaltung eines werteorientierten Führungsstils Begegnungspunkte
aufweisen.

Ein voller Saal im Stift St. Florian beim
Referat von Abt Dr. Eckert.
Über
eine werteorientierte Unternehmensführung diskutierten die
TeilnehmerInnen auch beim anschließenden Empfang mit Diözesanbischof
Dr. Ludwig Schwarz.

Nach dem Vortrag von Abt Dr. Johannes Eckert lud Diözesanbischof
Dr. Ludwig Schwarz zum Empfang.
Werteorientierte
Unternehmenskultur zum Anhören (60 min)
Ora
et Labora
Spiritualität und Arbeit - ein Widerspruch?
Meditativer
Spaziergang 2007 im Stift Hohenfurt (Vyšší Brod)
mit
Prior P. Justin Berka
Termin:
Freitag, 16. März 2007; 14.30 Uhr
Ort: Stift Hohenfurt (Vyšší Brod)
Artikel
in der Kirchenzeitung (2007/12):
Von
der Vielfalt des wiedererstandenen Stiftes Hohenfurt zeigten sich
oberösterreichische Wirtschaftsleute beeindruckt.

Prior P. Justin Berka (mitte links) führte die Gäste
aus Österreich durch das Stift.
"Wir
spüren, dass Gott es will!" Prior P. Justin Berka strahlt
Optimismus aus. Vier Jahrzehnte durfte im Zisterzienserstift Hohenfurt
nicht Gottesdienst gefeiert werden. Acht vorwiegend junge Brüder
machen das Stift an der Moldau heute zu einem Ort, von dem geistliche
Impulse für die Region ausgehen. Sie kommen aus ganz Tschechien,
auch aus der Slowakei stammt ein Mitbruder. Ihr Studium absolvieren
die Zisterzienser von Hohenfurt im Stift Heiligenkreuz.
Von den früheren Besitzungen im Umfeld - rund 4000 Hektar Wald
gehörten zum Stift - wurde dem Stift nichts zurückgegeben.
Trotzdem: Mit Hilfe vor allem der Zisterzienser Österreichs
gelingt es, Schritt für Schritt das Kloster selbst zu sanieren.
Gerade noch rechtzeitig, denn die Schäden hatten bedrohliche
Ausmaße angenommen.
Zuerst waren nach dem zweiten Weltkrieg die deutsprachigen Patres
vertrieben worden, schließlich auch die tschechischen. Im
Stift Rein in der Steiermark fanden viele Zuflucht. Hohenfurt gehört
heute zur österreichischen Zisterzienser-Provinz. Der Prior
ist für die Hilfe dankbar.
Gebet
und Arbeit sind Säulen. Am 16. März konnten sich die
Mitglieder des Forums Christ und Wirtschaft von der Vitalität
des Klosters überzeugen. Sie trafen sich zu einem "meditativen
Spaziergang" im Stift Hohenfurt. P. Justin Berka gab dabei
Impulse über das Verhältnis von Spiritualität und
Arbeit nach der Regel des hl. Benedikt.
Gebet und Betrachtung dürfen nie zum Vorwand werden, die Arbeit
zu vernachlässigen, betonte P. Berka. Andererseits dürfe
die Notwendigkeit Geld zu verdienen, niemals den Frieden der Seele
stören.
Während in früheren Jahrhunderten die Zisterzienser Hohenfurts
hauptsächlich vom Ertrag des Waldes lebten, gehört ihnen
jetzt nicht einmal das ganze Klosterareal. Sie hoffen vor allem
auf Tourismus. Die für das Jahr 2012 geplante Landesausstellung
in Braunau, Hohenfurt und Krumau zum Thema "Hopfen, Salz und
Cyberspace" könnte hier Belebung bringen. Zu zeigen gibt
es viel. Hohenfurt beherbergt eine prachtvolle Stiftsbibliothek,
die auch die kommunistische Zeit überstanden hat.

In der prachtvollen Stiftsbibliothek
"Moses
für Führungskräfte"
Meditativer Spaziergang 2006 im Stift Reichersberg
Termin: Freitag, 24. März 2006, 17.00 Uhr
Ort: Stift Reichersberg
Artikel
in der Kirchenzeitung (2006/13):
Etwa
60 TeilnehmerInnen folgten am 24. März der Einladung des Forums
Christ und Wirtschaft zum "Meditativen Spaziergang" ins
Stift Reichersberg. Propst Werner Thanecker führte die UnternehmerInnen
und Führungskräfte dabei zunächst durch die Schwanthaler-Ausstellung.
Diese in Qualität, Vielfalt und Umfang einzigartige Sammlung
von Figuren, Entwürfen und Skizzen der Familie Schwanthaler
zeigt Exponate, die privat gesammelt und in einer Dauerausstellung
im Stift Reichersberg nun besichtigt werden können.

Propst Mag. Werner Thanecker (re) führt die Teilnehmer durch
die Schwanthaler-Ausstellung im Stift Reichersberg
In
den historischen Kellergewölben, die im Zuge der Landesausstellung
2004 in ein multifunktionales Veranstaltungszentrum umgewandelt
wurden, hörten die TeilnehmerInnen anschließend interessiert
zu, als Propst Thanecker unter dem Titel "Moses für Führungskräfte"
eine Verbindung vom Alten Testament zu heutigen Herausforderungen
in Wirtschaftsunternehmen herstellte: "Moses macht den Menschen,
für die er Verantwortung übernommen hat, Mut. Er spricht
ihnen Vertrauen zu und formuliert gleichzeitig seine Ängste
vor Gott. Er nimmt die Herausforderungen des Lebens an, überwindet
die eigenen Ängste und geht voran. Dabei weiß Moses auch
um die eigene Weiterentwicklung, indem auf Menschen wie seinen Bruder
Aaron oder Schwiegervater Jitro hört, die ihm wirklich Rat
geben. …"

Im Kellergewölbe des Stiftes hält Propst Mag. Werner
Thanecker (li) das Impulsreferat "Moses für Führungskräfte."
Die
nächste Veranstaltung des Forums Christ und Wirtschaft der
Kath. Aktion OÖ findet am 8. Juni 2006 im Stift St. Florian
statt. Vizekanzler a.D. Dr. Josef Riegler wird dabei den Global
Marshall Plan für eine weltweite ökosoziale Marktwirtschaft
vorstellen.

(v. l. n. r.) Dir. Gerhard Greiner (Vorsitzender des Forums Christ
und Wirtschaft), Propst Mag. Werner Thanecker (Stift Reichersberg),
Prof. Mag. Dr. Ferdinand Reisinger (Geistl. Assistent des Forums
Christ und Wirtschaft)
Treffen
von Kirche und Wirtschaft im Linzer Bischofshof
In
Österreich einmalig trifft sich in regelmäßigem
Abstand die Plattform Kirche und Wirtschaft zum Dialog über
Themen, die beide Bereiche berühren.
Am
Montag Nachmittag, 28.11.2005 kamen im Linzer Bischofshof die Spitzenvertreter
der OÖ. Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung
OÖ mit Vertretern der Katholischen Kirche bzw. des Forums Christ
und Wirtschaft der Katholischen Aktion Oberösterreich zusammen.
Sowohl die Vertreter der Wirtschaft wie die Vertreter der Kirche
strichen die Bedeutung dieses Dialoges hervor.

v.l: Renoldner, Rudinger, Greiner, Neuwirth, Aichern, Teufelberger,
Pöttinger, Edlbauer, Schwarz, Pieslinger, Rabmer-Koller, Aigner,
Reisinger, Trauner
In der Diskussion zwischen Wirtschafts- und Kirchenvertretern wurden
unterschiedliche Meinungen zur Armutsfrage, zur Grundsicherung und
zum Sozialstaat auf den Tisch gelegt, auch die Anliegen des „Global-Marshall-Plans“
für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft wurden beraten.
Über die Zielsetzung, der Wahrung der Würde und des Wohls
der Menschen, herrschte dabei auf beiden Seiten grundsätzlich
Einigkeit.
Dir. Gerhard Greiner betonte als Vorsitzender des KA-Forums
Christ und Wirtschaft zu Beginn, dass in dieser Gesprächsrunde,
das direkte Gespräch – ähnlich einer funktionierenden
Sozialpartnerschaft – gefordert werde. Es werden nicht über
die Medien, sondern im persönlichen Dialog Argumente zu gemeinsamen
Themen ausgetauscht.
Bischof
Dr. Maximilian Aichern wünschte dem neuen Linzer Diözesanbischof
Dr. Ludwig Schwarz ein gutes Einarbeiten und bat, auch ihm das Vertrauen
entgegenzubringen und das Gespräch zu führen.
Aichern formulierte seine thematischen Anliegen: die gemeinsame
Wahrung der Würde der Menschen und das große Thema Arbeit
und Arbeitslosigkeit. Auch der Blick auf die Situation der Frauen
im Arbeitsbereich und die Wahrung gemeinsamer freier Zeiten, wie
der arbeitsfreie Sonntag, war Aichern ein großes Anliegen.
Aichern begrüßte das Zusammenkommen von Wirtschafts-
und Kirchenvertretern und sagte wörtlich:
„Wenn nicht der Dialog geführt wird, kommt es zu keinen tragfähigen
Ergebnissen.“
Bischof
Dr. Ludwig Schwarz begrüßte als neuer Linzer Diözesanbischof
alle Anwesenden und betonte, dass es ihm ein großes Anliegen
sei, den Dialog fortzuführen. Bei diesem ersten Gespräch
werde er ein Hörender sein, so Schwarz weiter.
Wirtschaftskammerpräsident
Dr. Rudolf Trauner betonte die Wichtigkeit des Dialoges zwischen
Kirche und Wirtschaft: „Wir haben eine Bandbreite von Interessen
abzugleichen“, so Trauner wörtlich. Trauner strich vier Anliegen
hervor: Eine positive Grundstimmung müsse gewahrt werden. Viele
Leistungen seinen ohne finanzielle Basis nicht möglich, daher
müsse der Topf zuerst gefüllt werden, damit dann für
folgende Generationen etwas ausgeleert werden könne. Das nachhaltige
Denken sei für unsere europäische Kultur wichtig. Er betonte,
dass die Wirtschaft unersetzlich für die Schaffung von Arbeitsplätzen
sei.
Die Wirtschaftskammer OÖ stelle im Moment die Situation der
Klein- und Mittelbetriebe in den Mittelpunkt. Viele dieser Betriebe
seien in einer schwierigen Lage, beschrieb Vizepräsidentin
Mag. Ulrike Rabmer-Koller und machte darauf aufmerksam, dass das
Sozialwort der Kirchen daher auch Teile der Wirtschaft betreffe.
Die Jugendarbeitslosigkeit sei ebenfalls Thema einer Arbeitsgruppe
der Wirtschaftskammer. In diesem Bereich treffen sich auch Aktionen
der Katholischen Kirche in OÖ wie zum Beispiel: „Stellenwert.
Jugend will Arbeit.“
DI
Klaus Pöttinger, Präsident der Industriellenvereinigung
OÖ sprach das Thema Flexibilisierung der Arbeitszeit an.
Er wolle dabei keine Debatte über den Sonntag anreißen,
sondern über den flexiblen Umgang mit Arbeitszeit der ArbeitnehmerInnen
im Jahr, um sich auf die Auftragslage besser einstellen zu können.
Er sprach darüber hinaus über die Frage nach der Armut
und deren Kriterien und schnitt das Thema der Grundsicherung an,
der er in manchen Punkten kritisch gegenüberstehe. Dkfm. Dr.
Michael Teufelberger sprach als Vizepräsident u. a. über
das Mitdenken der Industriellenvereinigung bei den Ethikfonds der
verschiedenen Geldinstitute.
Einen
theologisch-ethischen Blick auf Themen von Kirche und Wirtschaft
warf DDr. Severin Renoldner, Leiter des Sozialreferates der
Diözese Linz. Er stelle eine Steigerung der Armut in Österreich
fest, so Renoldner und thematisierte die Finanzierung des Sozialstaates,
die Idee des „Global-Marshall-Plans“ und die ökologische Verantwortung
von Unternehmen.
Die
Runde setzte sich aus folgenden Personen zusammen:
Wirtschaftskammer:
Präsident KommR Dr. Rudolf Trauner
Vizepräsidentin Mag. Ulrike Rabmer-Koller
Direktor Dr. Christian Hofer
Mag. Franz Edlbauer
Industriellenvereinigung:
Präsident DI Klaus Pöttinger
Vizepräsident Dkfm. Dr. Michael Teufelberger
Geschäftsführer Dr. Kurt Pieslinger
Dr. Hans Aigner
Kath.
Kirche / Forum Christ und Wirtschaft der Kath. Aktion OÖ
Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz
Bischof Dr. Maximilian Aichern
Dir. Gerhard Greiner
Prälat Wilhelm Neuwirth
Prof. Dr. Ferdinand Reisinger
DDr. Severin Renoldner
Bernhard Rudinger
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Industriellenvereinigung
OÖ
Wirtschaftskammer
OÖ
"Geist
und Leben"
Geschichte und Spiritualität im
Stift Engelszell
Termin:
Freitag, 4. März 2005, 16.00 Uhr
Ort: Stift Engelszell
Artikel
in der Kirchenzeitung (Ausgabe 2005/10):
Von
Trappisten geht Faszination aus
Wirtschaftstreibende im Kloster Engelszell
Die
Trappisten gelten als der strengste Orden der katholischen Kirche:
Dennoch oder gerade deshalb besuchen immer mehr Menschen deren Klöster
– auch Engelszell.
Rund
vierzig Männer und Frauen waren der Einladung von „Christ und
Wirtschaft“ zu einer Begegnung mit Abt Marianus Hauseder gefolgt.
Der Abt von Österreichs einzigem Trappistenkloster führte
durch das Stift und gab Einblick in das Mönchsleben: ohne Urlaub,
ohne Fernseher, ohne Fleischspeisen – gesprochen wird nur das Notwendigste,
um 3.30 Uhr ist täglich das erste Gebet, insgesamt verbringen
die Brüder jeden Tag beinahe vier Stunden in der Kirche. „Wir
beten für die Menschen, die wenig Zeit zum Beten haben oder
nicht beten können. Dieses stellvertretende Gebet ist ein notwendiger
pastoraler Beitrag für die heutige Zeit“, erklärt Abt
Marianus. „Es ist wichtig, dass es solche Orden gibt, die sich quer
zum Zeitgeist stellen. Man hat hier wirklich den Geist des Gebets
gespürt,“ meint Josef Mayrleb nach der Führung durch das
Kloster. Er ist leitender Angestellter der Sparkasse.
Auch
wenn für sie das Leben im Kloster schwer vorstellbar ist, sagen
die Brüder Klaus und Erich Hulan aus Traun: „Es tut gut zu
wissen, dass jemand für uns betet. Durch den Beruf haben wir
zu wenig Zeit.“ Erich Hulan führt ein Metallbau-Unternehmen.
Mit dem Trappistenleben vertraut ist Wolfgang Lindtner. Alle zwei
bis drei Jahre zieht sich der Angestellte der Wirtschaftskammer
OÖ für eine Woche nach Engelszell zurück. Bei den
Mönchen findet er zur Ruhe. Mit Ausnahme der ersten Gebetszeit
um 3.30 Uhr nimmt er am Chorgebet der Trappisten teil. „Über
das Leben nachdenken“, so beschreibt er, was er im Kloster tut.
Dabei macht er regelmäßig die gleiche Beobachtung: „Wenn
ich nicht mehr die Wälder hinter dem Stift durchstreifen muss,
sondern es aushalte ruhig an der Donau zu sitzen und in das Wasser
zu schauen, dann ist in mir Ruhe eingekehrt.“
Eine gute Ausstrahlung hat Birgit Hackl beim Gang durch das Kloster
gespürt: „Dass die Mönche für mich und meine Familie
beten, war ein absolutes Aha-Erlebnis.“ Trotz der Zurückgezogenheit
seien die Mönche erstaunlich lebensnahe, ergänzt ihr Mann
Josef Hackl, Geschäftsführer beim Seilehersteller Teufelberger.
In den vergangenen Jahren hat sich das Kloster Engelszell zu einem
Tourismusmagneten entwic- kelt. Im Vorjahr kamen 16.100 Menschen,
um beinahe 2.700 mehr als 2002.
Menschlichkeit
als Fundament
Zum neuen Europa gehört auch die Solidarität
mit den Schwachen
Veranstaltung
von Pro Oriente und Christ und Wirtschaft in Linz – Bischof Aichern:
„Menschlichkeit auch für Asylsuchende!“
„Menschlichkeit als Fundament eines neuen Europas“ lautete das Thema
einer Veranstaltung am 24. 10. 2003 in Linz, zu der die kirchliche
Stiftung Pro Oriente, die Arbeitsgemeinschaft Christ und Wirtschaft
sowie die Oberbank eingeladen hatten. Dabei betonte der Linzer Bischof
Maximilian Aichern, Ziel müsste ein auf Menschlichkeit und klaren
Werten aufgebautes neues Europa sein, in dem die bestehende Vielfalt
als Bereicherung erlebt wird und wo durch die Zusammenarbeit ein
großes Potential zur Lösung der anstehenden Fragen, auch in globaler
Hinsicht, geschaffen wird. „Zur wahren Menschlichkeit“, so der Bischof,
„gehören Gottesbezug, Familie, und alles, was wir unter Kultur zusammenfassen,
gehört Solidarität gerade auch mit den Schwachen.“ Die bewährten
humanen und sozialen Modelle müßten nach Ansicht des österreichischen
„Sozialbischofs“ beibehalten und ausgebaut werden. Sie sollten auch
auf die Beziehungen zur „Dritten Welt“ sowie bei Flüchtlingen und
Asylanten Anwendung finden. Menschlichkeit im neuen Europa bedeute,
dass nicht Profit und Konsum letzte Kriterien sind, sondern dass
der Mensch im Mittelpunkt steht.
Bezugnehmend auf die gegenwärtige Asyldebatte in Österreich bekräftigte
Bischof Aichern, dass bei aller berechtigten Sparnotwendigkeit,
dies nicht auf dem Rücken der Schwachen, wie es auch Asylsuchende
sind, geschehen dürfe.
Der griechisch-orthodoxe Metropolit von Österreich, Erzbischof Dr.
Michael Staikos, verwies darauf, dass die EU-Erweiterung auch zum
Kontakt mit anderen Religionen führt. Die Kirchen müssten als gesellschaftlicher
Faktor ernst genommen werden. Dankbar äußerte sich der Metropolit
über die Ökumene in Österreich, die hier, „wie in keinem anderen
europäischen Land“, gelebt werde. Ein Zeugnis dieser Ökumene sei
das gemeinsame Sozialwort der 14 christlichen Kirchen in Österreich,
das am 1. Adventsonntag d. J. veröffentlicht wird. Darin, so Staikos,
würden die Kirchen auch aufzeigen, dass Europa eine Wertegemeinschaft
sein muss.
Ein „großartiges Solidaritätsprojekt“ bezeichnete EU-Kommissar Franz
Fischler die EU bei der Veranstaltung in Linz. Von Anfang an sei
die Europäische Einigung „ein einziges großes Friedensprojekt“ gewesen
betonte Fischler. Bei der EU-Erweiterung gehe es um mehr als um
eine rein finanzielle Solidarität. Neben der wirtschaftlichen Perspektive
gehe es auch „um eine menschliche Solidarität mit unseren Nachbarn“.
Fischler lobte in diesem Zusammenhang das Engagement von Pro Oriente
für die Osterweiterung und meinte, die Kirchen seien hier ihrer
Brückenfunktion gerecht geworden.
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