Christ & Wirtschaft
Forum der Katholischen Aktion Oberösterreich

Veranstaltungen:

Vorschau:

Wir und der Islam - Vom Wildwuchs der Feindbilder
Begegnung für Unternehmer/innen und Führungskräfte

Referent: Prof. Heinz Nußbaumer

Termin: Donnerstag, 21. Juni 2012
Ort: Stift St. Florian
, 17.00 Uhr

 

Rückblick:

Bildersprache des Barock ... auch heute aktuell
Meditativer Spaziergang

mit: Pfarrer Hugo Rafael De Vlaminck
(Stiftskirche Dürnstein)

Termin: Freitag, 23. März 2012
Ort: Stiftskirche Dürnstein, 15.00 Uhr

Die Bildersprache des Barock ist auch heute noch aktuell. Davon konnten sich die TeilnehmerInnen am diesjährigen "Meditativen Spaziergang", zu dem das Forum Christ und Wirtschaft (CuW) der Katholischen Aktion OÖ am 23. März 2012 UnternehmerInnen und Führungskräfte einlud, überzeugen. Pfarrer Hugo Rafael De Vlaminck informierte darüber, wie in der Zeit der Gegenreformation eine einprägsame Bildersprache verwendet wurde, um die Menschen zu erreichen und Antworten auf ihre Lebensfragen zu geben. Nach einer Führung durch die Kirche, den Kreuzgang und die Krypta mündete die Veranstaltung in einer Gebetsmeditation.

UnternehmerInnen und Führungskräfte lauschen Pfarrer Hugo Rafael De Vlaminck
UnternehmerInnen und Führungskräfte lauschen Pfarrer Hugo Rafael De Vlaminck

Die wunderschöne Barockkirche des Stiftes Dürnstein
Die wunderschöne Barockkirche des Stiftes Dürnstein

Als abschließend Pfarrer De Vlaminck auf Ersuchen des CuW-Vorsitzenden Gerhard Greiner auch seine Arbeit für zahlreiche Hilfsprojekte in Rumänien vorstellte, spendeten die TeilnehmerInnen in einer spontanen Aktion mehr als 500 Euro für seine Initiative.
Die Veranstaltung klang - wie könnte es in der Wachau anders sein - mit einem gemeinsamen Heurigenbesuch aus.

 

"Gerechtigkeit und Solidarität als Grundlage christlichen Handelns"
Begegnung für Unternehmer/innen und Führungskräfte

Referent: Bischof Manfred Scheuer

Termin: Donnerstag, 9. Juni 2011
Ort: Stift St. Florian
, 17.00 Uhr

Bischof Manfred Scheuer, Foto: K-BüroBischof Manfred Scheuer: Wirtschaft braucht ethisches Handeln

Am Donnerstag, 9. Juni 2011 ab 17.00 Uhr lud das Forum Christ und Wirtschaft der Katholischen Aktion OÖ zu einer Begegnung für oö. UnternehmerInnen und Führungskräfte zum Thema "Gerechtigkeit und Solidarität als Grundlage sozialen Handelns" ins Augustiner Chorherrenstift St. Florian. In seinen Begrüßungsworten würdigte Bischof Ludwig Schwarz die Leistung und das Engagement der oö. Unternehmen, ihrer Führungskräfte und MitarbeiterInnen, das wesentlich zu einer besonnenen Überwindung der Wirtschaftskrise beigetragen habe. Der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer skizzierte die Eckpfeiler ethischen Handeln in der Wirtschaft und betonte dabei die Verantwortung des Einzelnen.

Über 60 Teilnehmer besuchten den Vortrag von Bischof Manfred Scheuer im Stift St. Florian.
Über 70 Teilnehmer besuchten den Vortrag von Bischof Manfred Scheuer im Stift St. Florian.

Forum Christ und Wirtschft im Prälatengarten: v.l.n.r: Koordinator Bernhard Rudinger, Geistlicher Assistent Prof. Dr. Ferdinand Reisinger, Vorsitzender Gerhard Greiner
Forum Christ und Wirtschaft im Prälatengarten: v.l.n.r: Koordinator Bernhard Rudinger, Geistlicher Assistent Prof. Dr. Ferdinand Reisinger, Vorsitzender Gerhard Greiner

Bischof Ludwig Schwarz wies in seinem Grußwort auf die große Verantwortung von UnternehmerInnen und Führungskräften hin. Sie stünden stets vor der doppelten Herausforderung, einerseits rasche, weitreichende Entscheidungen treffen und verantworten zu müssen und andererseits oft nur ein "kleineres Übel" verwirklichen zu können. Bischof Schwarz betonte, von der christlichen Ethik her sei Arbeit und Leistung ein wichtiger Wert. Dem Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich zufolge müsse Wirtschaft nicht nur sachgerecht, sondern auch menschen- und gesellschaftsgerecht sein und müsse die Belange zukünftiger Generationen bzw. der Umwelt miteinbeziehen. Bischof Schwarz dankte ausdrücklich den oö. UnternehmerInnen, Führungskräften und MitarbeiterInnen für ihre Anstrengungen, die durch Spekulationen verursachte Wirtschaftskrise ruhig und besonnen zu meistern. Schwarz unterstrich, es sei wichtig, im Zusammenhang mit einer Ethik der Leistung die Verantwortung von Entscheidungsträgern ebenso wertschätzend anzuerkennen wie die Leistungen aller Werktätigen durch alle Etagen, die Leistung, Kinder zu erziehen, und die Leistung ehrenamtlich Tätiger. Arbeit und Leistung verdiene Anerkennung und sei ein gemeinsames Gut, das jedem Menschen zustünde, so Schwarz.

Stichwort Generationengerechtigkeit
Der Innsbrucker Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer ging in seiner Rede der Frage nach, wie Gerechtigkeit und Solidarität als Grundlage wirtschaftlichen Handeln realisiert werden können. Zu Beginn seiner Überlegungen griff Scheuer den Gedanken der "Enkelgerechtigkeit" des britischen Ökonomen Keynes von 1830 auf: Bei allem, was man tue, um die heutigen Ansprüche zu erfüllen, sollte man mit gutem Gewissen den Enkelkindern in die Augen schauen können. Diese Generationengerechtigkeit sei heute aktueller denn je. Es gehe um ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Zielen, so Scheuer.

Ethische Verantwortung des Einzelnen
Scheuer betonte, die Weltwirtschaft sei durch enorme Komplexität und nicht prognostizierbare Rück- und Wechselwirklungen gekennzeichnet. Diese Unübersichtlichkeit verführe häufig dazu, der eigenen ethischen Verantwortung auszuweichen. Die Krise habe das Auseinanderklaffen von Finanz- und Realwirtschaft deutlich gemacht: Zusammenbrüche auf Finanz- und Aktienmärkten würden von Einzelnen ausgelöst, für die Geld zum virtuellen Spielkapital geworden sei. Opfer dieser Krisen seien in der Realwirtschaft vorrangig Menschen, die ohnehin in schwierigen finanziellen Verhältnissen lebten und zum Teil in ihrer Existenz bedroht würden.

Gute Arbeit achtet Menschenwürde
Nüchtern betrachtet seien Wirtschaft und Ethik Gegensätze, so Scheuer. Wenn von gerechtem Handeln die Rede sei, beziehe sich dies meist lediglich auf das Einhalten von Verträgen, aber nicht auf Solidarität und Nächstenliebe, die als "Störfaktoren" auf dem freien Markt gesehen würden. Scheuer stellte dem die Frage entgegen, ob nicht Wirtschaften "angewandte Liebe" zu den Menschen sein könne. Gutes Wirtschaften und gute Arbeit zu ermöglichen, habe mit Solidarität und mit angewandter Liebe zu Welt zu tun, so Scheuer. Das Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen betone, dass Erwerbsarbeit Identität schaffe und ein wichtiger Teil des Lebens sei. Dort angeführte Qualitätskriterien seien u. a. Fragen der Gesundheit, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und zumutbare Arbeitszeiten. Gute Arbeit respektiere menschliche Fähigkeiten und die Menschenwürde, gewähre ein angemessenes Einkommen und beziehe auch Fragen der Umwelt mit ein. Wenn Arbeit Menschen ausbeute, sei sie mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar.

Globale Gerechtigkeit
Scheuer nahm auch den weltweiten Aspekt von Gerechtigkeit in den Blick und zitierte Papst Benedikt XVI., der betonte, die Globalisierung dürfe nicht auf Kosten der ärmeren Länder bzw, der Ärmeren in den reichen Ländern realisiert werden. Es brauche einen Gesinnungs- und Politikwandel hin zu gerechter Verteilung der Güter und zu einem ressourcenschonenden Leben und Wirtschaften - und hier sei jeder Einzelne gefordert, sein tägliches Verhalten zu überdenken, so Scheuer. Den Kirchen und Religionsgemeinschaften sei es seit Jahrtausenden ein Anliegen, zu vermitteln, dass ein Stück Einschränkung mehr Lebensqualität und ein besseres, intensiveres Leben bedeuten könne.

Ökosoziale Marktwirtschaft braucht ethische Standards
Scheuer betonte, es sei Aufgabe und Ziel der ökosozialen Marktwirtschaft, wirtschaftlichen Erfolg mit sozialem Ausgleich in Einklang zu bringen. Das christliche Verständnis vom Menschen und die Idee der Demokratie seien der geistige Nährboden, auf dem sich die soziale Marktwirtschaft entwickelt habe, so Scheuer. Sie verbinde Freiheit mit persönlicher Verantwortung und brauche daher Werte und Grundhaltungen, die einen Rahmen geben, wie auch Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika "Centesimus Annus" gefordert habe. Laut Kriminalpsychologe Thomas Müller sei die sogenannte "Workplace Violence", also alle Formen destruktiver Handlungen am Arbeitsplatz, eine der größten gesellschaftlichen und damit auch kriminalpsychologischen Herausforderungen der nächsten 30 Jahre. Scheuer verwies dabei auf Müllers Ansicht, ethisches Handeln, moralische Wertigkeit und Kommunikation lerne man zu Hause in der Familie. In Anlehnung an den Theologen und Unternehmensberater Ulrich Hemel nannte Scheuer vier ethische Mindeststandards für gutes Wirtschaften: Vertrauen und Wertschätzung, transparente Kommunikation, Strategie und optimale Wertschöpfung. Kein Unternehmen könne ohne diese vier Werte auskommen, wenn es seinen Erfolg nicht gefährden wolle, betonte Scheuer.

Unternehmen haben gesellschaftliche Verantwortung
Scheuer sprach auch die Corporate Social Responsibility an, bei der es um nachhaltiges Wirtschaften, um grundlegende soziale Standards und um gesellschaftliche Verantwortung gehe. Scheuer betonte, dass UnternehmerInnen und Führungskräfte zunächst dem Erfolg des eigenen Unternehmens verantwortlich seien, in weiterer Folge aber auch den MitarbeiterInnen, Kunden und Zulieferern und der Gesellschaft. Scheuer dankte allen oö. UnternehmerInnen, die durch ihr Engagement für Kirche und Religion, Gesellschaft, Kultur und Sport diese Verantwortung ernst nehmen.

Forum Christ und Wirtschaft
"Christ und Wirtschaft" ist ein Forum der Katholischen Aktion OÖ im Auftrag des Diözesanbischofs und kirchliche Anlaufstelle für UnternehmerInnen und Führungskräfte. Ziel ist es, einen Beitrag zur besseren Verständigung zwischen Kirche und Wirtschaft zu leisten, kirchlich-diözesane Anliegen bei UnternehmerInnen und Führungskräften einzubringen und umgekehrt Impulse der Wirtschaft an die Kirche bzw. Diözese aufzugreifen. Die Arbeit von "Christ und Wirtschaft" basiert auf der Überzeugung, dass eine menschengerechte Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft auf der Grundlage eines christlichen Welt- und Menschenbildes möglich ist. "Christ und Wirtschaft" unterhält regelmäßige Kontakte zu Interessenvereinigungen der Wirtschaft (v. a. Industriellenvereinigung OÖ, Wirtschaftskammer OÖ) und Bildungseinrichtungen (z. B. OÖ. Volkswirtschaftliche Gesellschaft). Dem Forum ist es ein Anliegen, die die Katholische Soziallehre in den gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozess einzubringen.


Weitere Informationen:

Christ & Wirtschaft

Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich

Bischof Dr. Manfred Scheuer (Diözese Innsbruck)

Stift St. Florian

Grußwort Bischof Ludwig Schwarz herunterladen ...


"Den ganzen Besitz des Klosters betrachte er als heiliges Altargerät" - aus Benediktusregel Kapitel 13, Vers 10
Meditativer Spaziergang

Referent: Abt Bruno Hubl
(Stift Admont)

Termin: Freitag, 25. März 2011
Ort: Stift Admont

Das Forum Christ und Wirtschaft der Katholischen Aktion OÖ lud am 25. März 2011 oberösterreichische UnternehmerInnen und Führungskräfte zu einem „Meditativen Spaziergang“ im Stift Admont ein. Abt Bruno Hubl erläuterte dabei Bezug nehmend auf die Regel des hl. Benedikt die Tätigkeitsbereiche der Klostergemeinschaft: Neben den zahlreichen spirituellen Angeboten, der Pfarrseelsorge und dem Stiftsgymnasium hat die älteste klösterliche Gemeinschaft der Steiermark auch kulturell einiges zu bieten. So gibt es neben der weltweit größte Klosterbibliothek auch mehrere vom Stift geführte Museen. Die wirtschaftlichen Aktivitäten reichen von der Land- und Forstwirtschaft über die holzverarbeitende Industrie und die Energiewirtschaft bis hin zum Tourismus. Etwa 500 MitarbeiterInnen sind in den Betrieben des Stiftes Admont beschäftigt.
Viele TeilnehmerInnen waren nach der Führung durch die Bibliothek und die Stiftskirche so beeindruckt, dass sie ankündigten, bald wieder einmal nach Admont zu kommen um die weiteren „Attraktionen“ anzusehen, für die beim Meditativen Spaziergang zu wenig Zeit war.

Abt Bruno Hubl beim Vortrag.
Abt Bruno Hubl beim Vortrag.

In der baroken Stiftsbibliothek.
In der baroken Stiftsbibliothek.

CuW-Vorsitzender Gerhard Greiner bedankt sich bei Abt Bruno Hubl.
CuW-Vorsitzender Gerhard Greiner bedankt sich bei Abt Bruno Hubl.

 

Controlling unter dem Gesichtspunkt von gesellschaftlicher Verantwortung
Begegnung für Unternehmer/innen und Führungskräfte

Referentin: Univ.-Prof. Mag. Birgit Feldbauer-Durstmüller

Termin: Donnerstag, 10. Juni 2010
Ort: Stift St. Florian
, 17.00 Uhr

Univ. Prof. Dr. Birgit Feldbauer-Durstmüller erläuterte die Aufgaben von ControllerInnen im Gestalten und Begleiten von Management-Prozessen. Dabei plädierte sie für ein breites Verständnis von Controlling: ControllerInnen sollten nicht nur das ökonomische Gewissen eines Unternehmens sein, sondern auch die soziale Verantwortung von Unternehmen im Blick haben und auf die Einhaltung höchster Standards bei ArbeitnehmerInnen- und Umweltregelungen achten.

Die TeilnehmerInnen an der Veranstaltung im Stift St. Florian nutzten außerdem die Gelegenheit, eine Jakob-Prandtauer-Ausstellung zu besichtigen und mit Bischof Ludwig Schwarz ins Gespräch zu kommen. Namens des Forums Christ und Wirtschaft gratulierte dessen Vorsitzender Gerhard Greiner dem Diözesanbischof zum 70. Geburtstag.


Bischof Dr. Ludwig Schwarz lauscht gemeinsam mit den anderen TeilnehmerInnen den Ausführungen der Jakob-Prandtauer-Ausstellungen.

 

Frauen.leben.franziskanisch
Meditativer Spaziergang

Referentin: Sr. Kunigunde Dr. Fürst
(Generaloberin der Franziskanerinnen)

Termin: Freitag, 26. März 2010
Ort: Franziskanerinnen Vöcklabruck
, 15.00 Uhr

Artikel aus der Kirchenzeitung (2010/13):

Dass das Leben im Kloster keineswegs weltfremd ist, davon konnten sich über 40 Wirtschaftstreibende des Forums „Christ und Wirtschaft“ am 26. März bei einem Besuch bei den Franziskanerinnen von Vöcklabruck überzeugen.
Trotz des hohen Altersdurchschnittes der derzeit 247 Schwester – er liegt bei 70 Jahren – gilt der Blick der Zukunft. Auch viele Laien tragen heute in den Spitälern und Schulen das Ordensideal – den Nöten der Zeit zu begegnen – weiter. Das Zusammenleben von jungen und alten Schwestern erfordert Rücksichtnahme und eine Vielfalt an Lebensformen. Drei Frauen leben zurzeit im Ausbildungskonvent. Im Kloster ist ein Mitleben nach einer genauen Vereinbarung auch dann möglich, wenn jemand nicht Schwester werden will. Das persönliche Charisma und das Charisma der Gemeinschaft müssen zusammenstimmen, wenn es um die Frage geht, ob jemand aufgenommen wird, erzählt Ausbildungsleitern Sr. Angelika Garstenauer.


Sr. Angelika führt durch den Ausbildungskonvent der Franziskanerinnen
Sr. Angelika führt durch den Ausbildungskonvent der Franziskanerinnen (Foto: kiz/fellinger)

Generaloberin Sr. Kunigunde Fürst legt Wert darauf, dass auch die alten Schwestern „im Boot bleiben“ werden. So übernehmen Schwestern eine Gebetspatenschaft etwa für eine Schule oder auch für persönliche Anliegen, wenn jemand darum bittet. Der Zukunft sieht die Generaloberin mit einer gewissen Gelassenheit entgegen. Vielleicht, meint sie, wird es eine Gruppe brauchen, die sagt: Wir gründen uns noch einmal neu.

 

Wer hat Schuld?!
Besinnungstag für Unternehmer/innen und Führungskräfte


Referent: Prof. Dr. Ferdinand Reisinger

Termin: Samstag, 14. November 2009
Ort: Stift St. Florian

Dir. Greiner bei der Begrüßung der TeilnehmerInnen
Christ & Wirtschaft Vorsitzender Dir. Gerhard Greiner begrüßt die TeilnehmerInnen am Vortrag "Wer hat Schuld?!"

Die TeilnehmerInnen lauschen dem Vortrag von Prof. Ferdinand Reisinger im Augustiner Chorherrenstift St. Florian
Die TeilnehmerInnen lauschen dem Vortrag von Prof. Ferdinand Reisinger im Augustiner Chorherrenstift
St. Florian

 

Das Europa der Religionen
Ein verdrängtes Thema und seine (alltägliche) Relevanz
Begegnung für Unternehmer/innen und Führungskräfte

Referent: Superintendent Dr. Gerold Lehner

Termin: Donnerstag, 18. Juni 2009, 17.00 Uhr
Ort: Stift St. Florian

Artikel in der Kirchenzeitung (2009/26):

Die Angst Europas vor den Religionen
„Auf jeden Fall! Es gibt sie: die Angst Europas vor den Religionen.“ – Das stellte der Superintendent der evangelischen Kirche A.B., Dr. Gerold Lehner, bei einem Vortrag vor der Arbeitsgemeinschaft Christ und Wirtschaft am 18. Juni im Stift St. Florian fest.

Superintendet Dr. Gerold Lehner
Superintendet Dr. Gerold Lehner

Im jüngsten Europa-Wahlkampf habe sich gezeigt, dass keine der wahlwerbenden Parteien in der Lage wäre, „die große Geschichte Europas so zu erzählen, dass ein Traum von Europa aufleuchtet.“
Die Kirchen wären für Europa so etwas wie ein Stolperstein, der den Schmerz über die Zerstörungskraft der Menschen wachhält.
Das Kreuz als Zeichen dafür, wie Wahrheit und Liebe miteinander verbunden werden könnten, wäre auch politisch für Europa relevant. In St. Florian verwies Lehner dabei auf das Beispiel des hl. Florian: Dieser sei als Christ im Konflikt mit der Staatsmacht für die Wahrheit eingetreten, nicht aggressiv, sondern als einer, der das Martyrium erlitten hätte. Dort läge die wahre Stärke des Christentums.
In Europa könnten starke Wahrheitsansprüche wie der des Christentums und der des Isalm nicht nur nebeneinander, sondern sogar miteinander leben, ist Lehner überzeugt. Dabei plädierte er für eine bessere Einbettung religiöser Minderheiten in die christliche Leitkultur. So schlug er vor, dass eine islamische Fakultät im Rahmen der staatlichen Universität eingerichtet werden solle.

 

"Leben aus starken Wurzeln"
Meditativer Spaziergang in der Benediktinerabtei Seitenstetten

mit Abt Berthold Heigl

Termin: Freitag, 13. März 2009; 15.30 Uhr
Ort: Stift Seitenstetten

Abt Berthold Heigl führte die rund 60 Mitglieder des Forums Christ und Wirtschaft durch Haus, Garten und Meierhof der Benediktinerabtei Seitenstetten.
Er bot Einblicke

  • in das Leben von Mönchen hinter und außerhalb der Klostermauern,
  • in die Botschaft der barocken Baukunst,
  • in die Chancen und Probleme als Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber der Region,
  • in die Möglichkeiten und Grenzen einer Ordensgemeinschaft in der Vielfalt der zugewachsenen Aufgaben in Bildung, Pastoral, Kultur und Wirtschaft.

Im Anschluss nahmen die Unternehmer und Unternehmerinnen an der Vesper teil, dem Abendlob der Mönche. Mit einem gemütlichen Beisammensitzen bei Brötchen und Kuchen klang der Nachmittag aus.

Abt Berthold Heigl bei der Führung
Der Abt gibt den Gästen Einblicke ins Klosterleben.

Barocke Deckengemälde
Das Stift beeindruckt durch barocke Wandgemälde und Baukunst.


Gute Arbeit - Gutes Leben?!
Ziele des Arbeitens und Wirtschaftens auf dem Prüfstand

Begegnung für Unternehmer/innen und Führungskräfte

Referentin: Univ.-Prof.in Dr.in Luise Gubitzer
(Wirtschaftsuniversität Wien)

Termin: Donnerstag, 5. Juni 2008
Ort: Stift St. Florian
Beginn: 17.00 Uhr

Ein Mitschnitt des Referates ist im KA-Generalsekretariat erhältlich.

kath.aktion@dioezese-linz.at

christ-wirtschaft@dioezese-linz.at

 

Damit in allem Gott verherrlicht werde
Gütergemeinschaft als fundamentaler Wert eines Klosters

Meditativer Spaziergang im Benediktinerinnen-Kloster Steinerkirchen

mit Sr. Martha Bayer

Termin: Freitag, 7. März 2008; 15.30 Uhr
Ort: Benediktinerinnen-Kloster Steinerkirchen

Artikel in der Kirchenzeitung (2008/11):

Sr. Martha Bayer leitet die Paramentik-Werkstatt der Steinerkirchner Schwestern

„Damit in allem Gott verherrlicht werde.“ Das ist der Kern der benediktinischen Ordensregel.
Für die Leiterin der Paramentik-Werkstatt der Benediktinerinnen von Steinerkirchen, Sr. Martha Bayer, gilt das bis in die Verarbeitung der liturgischen Gewänder und sonstigen Artikel, die in Österreichs größter Werkstatt dieser Art erzeugt werden.

Rund 50 Mitglieder des Forums Christ und Wirtschaft konnten sich am Freitag, 7. März davon überzeugen. Erst seit 1949 besteht die aus einer benediktinischen Laienbewegung hervorgegegangene Gemeinschaft als Orden. 117 Schwestern gehören ihr heute an. Sie leben in Gütergemeinschaft, in der sie ihr persönliches Eigentum einer gemeinsamen Verwaltung unterstellen.

Im stilvollen Ambiente des Klosters
Dir. Gerhard Greiner und Sr. Martha Bayr begrüßen die Besucher im stilvollen Ambiente des Benediktinerinnenklosters.


Kostbare Handstickereien
In einer dreijährigen Lehre werden junge Frauen zu Gold-, Silber- und Perlenstickerinnen ausgebildet.


Sr. Martha zeigt die fertigen Werke aus der Paramentewerkstatt
Foto: M. Fellinger
Neben Handstickereien nimmt die Batik, eine asiatische Textilkunst-Technik, einen hohen Stellenwert ein.
Sr. Martha zeigt die fertigen Werke aus der Paramentewerkstatt.


Werteorientierte Unternehmenskultur
Anregungen aus der benediktinischen Spiritualität

Begegnung für Unternehmer/innen und Führungskräfte

Referent: Abt Dr. Johannes Eckert (Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München und Andechs)

Termin: Dienstag, 26. Juni 2007
Ort: Stift St. Florian
Beginn: 17.00 Uhr

Unternehmen und Klöster verfolgen unterschiedliche Ziele, doch auf dem Weg der Zielerreichung sowie bei den jeweiligen Instrumenten gibt es überraschende Übereinstimmungen.

Zu diesem Schluss kam der Abt der Benediktinerabtei St. Bonifaz in München und Andechs, Dr. Johannes Eckert OSB, in seinem Referat bei der diesjährigen Begegnung für UnternehmerInnen und Führungskräfte des Forums Christ und Wirtschaft der Kath. Aktion OÖ im Stift St. Florian.

Abt Dr. Johannes Eckert bei seinem Vortrag im Stift St. Florian
Abt Dr. Johannes Eckert OSB
Abtei St. Bonifaz in München und Andechs


Abt Eckert vertrat u. a. die Ansicht, dass Gehorsam als Grundhaltung des Mönchs und Kunden- und MitarbeiterInnenorientierung als Grundhaltung eines werteorientierten Führungsstils Begegnungspunkte aufweisen.

Ein voller Saal im Stift St. Florian
Ein voller Saal im Stift St. Florian beim Referat von Abt Dr. Eckert.

Über eine werteorientierte Unternehmensführung diskutierten die TeilnehmerInnen auch beim anschließenden Empfang mit Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz.

Nach dem Vortrag beim Empfang mit Bischof Dr. Ludwig Schwarz
Nach dem Vortrag von Abt Dr. Johannes Eckert lud Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz zum Empfang.

Werteorientierte Unternehmenskultur zum Anhören (60 min)

 

Ora et Labora
Spiritualität und Arbeit - ein Widerspruch?

Meditativer Spaziergang 2007 im Stift Hohenfurt (Vyšší Brod)

mit Prior P. Justin Berka

Termin: Freitag, 16. März 2007; 14.30 Uhr
Ort: Stift Hohenfurt (Vyšší Brod)

Artikel in der Kirchenzeitung (2007/12):

Von der Vielfalt des wiedererstandenen Stiftes Hohenfurt zeigten sich oberösterreichische Wirtschaftsleute beeindruckt.

Prior P. Justin Berka und seine Gäste bei der Stiftsführung
Prior P. Justin Berka (mitte links) führte die Gäste aus Österreich durch das Stift.

"Wir spüren, dass Gott es will!" Prior P. Justin Berka strahlt Optimismus aus. Vier Jahrzehnte durfte im Zisterzienserstift Hohenfurt nicht Gottesdienst gefeiert werden. Acht vorwiegend junge Brüder machen das Stift an der Moldau heute zu einem Ort, von dem geistliche Impulse für die Region ausgehen. Sie kommen aus ganz Tschechien, auch aus der Slowakei stammt ein Mitbruder. Ihr Studium absolvieren die Zisterzienser von Hohenfurt im Stift Heiligenkreuz.
Von den früheren Besitzungen im Umfeld - rund 4000 Hektar Wald gehörten zum Stift - wurde dem Stift nichts zurückgegeben. Trotzdem: Mit Hilfe vor allem der Zisterzienser Österreichs gelingt es, Schritt für Schritt das Kloster selbst zu sanieren. Gerade noch rechtzeitig, denn die Schäden hatten bedrohliche Ausmaße angenommen.
Zuerst waren nach dem zweiten Weltkrieg die deutsprachigen Patres vertrieben worden, schließlich auch die tschechischen. Im Stift Rein in der Steiermark fanden viele Zuflucht. Hohenfurt gehört heute zur österreichischen Zisterzienser-Provinz. Der Prior ist für die Hilfe dankbar.

Gebet und Arbeit sind Säulen. Am 16. März konnten sich die Mitglieder des Forums Christ und Wirtschaft von der Vitalität des Klosters überzeugen. Sie trafen sich zu einem "meditativen Spaziergang" im Stift Hohenfurt. P. Justin Berka gab dabei Impulse über das Verhältnis von Spiritualität und Arbeit nach der Regel des hl. Benedikt.
Gebet und Betrachtung dürfen nie zum Vorwand werden, die Arbeit zu vernachlässigen, betonte P. Berka. Andererseits dürfe die Notwendigkeit Geld zu verdienen, niemals den Frieden der Seele stören.
Während in früheren Jahrhunderten die Zisterzienser Hohenfurts hauptsächlich vom Ertrag des Waldes lebten, gehört ihnen jetzt nicht einmal das ganze Klosterareal. Sie hoffen vor allem auf Tourismus. Die für das Jahr 2012 geplante Landesausstellung in Braunau, Hohenfurt und Krumau zum Thema "Hopfen, Salz und Cyberspace" könnte hier Belebung bringen. Zu zeigen gibt es viel. Hohenfurt beherbergt eine prachtvolle Stiftsbibliothek, die auch die kommunistische Zeit überstanden hat.

In der prachtvollen Stiftsbibliothek
In der prachtvollen Stiftsbibliothek

 

"Moses für Führungskräfte"
Meditativer Spaziergang 2006 im Stift Reichersberg

Termin: Freitag, 24. März 2006, 17.00 Uhr
Ort: Stift Reichersberg

Artikel in der Kirchenzeitung (2006/13):

Etwa 60 TeilnehmerInnen folgten am 24. März der Einladung des Forums Christ und Wirtschaft zum "Meditativen Spaziergang" ins Stift Reichersberg. Propst Werner Thanecker führte die UnternehmerInnen und Führungskräfte dabei zunächst durch die Schwanthaler-Ausstellung. Diese in Qualität, Vielfalt und Umfang einzigartige Sammlung von Figuren, Entwürfen und Skizzen der Familie Schwanthaler zeigt Exponate, die privat gesammelt und in einer Dauerausstellung im Stift Reichersberg nun besichtigt werden können.

Führung durch die Schwanthaler-Ausstellung
Propst Mag. Werner Thanecker (re) führt die Teilnehmer durch die Schwanthaler-Ausstellung im Stift Reichersberg

In den historischen Kellergewölben, die im Zuge der Landesausstellung 2004 in ein multifunktionales Veranstaltungszentrum umgewandelt wurden, hörten die TeilnehmerInnen anschließend interessiert zu, als Propst Thanecker unter dem Titel "Moses für Führungskräfte" eine Verbindung vom Alten Testament zu heutigen Herausforderungen in Wirtschaftsunternehmen herstellte: "Moses macht den Menschen, für die er Verantwortung übernommen hat, Mut. Er spricht ihnen Vertrauen zu und formuliert gleichzeitig seine Ängste vor Gott. Er nimmt die Herausforderungen des Lebens an, überwindet die eigenen Ängste und geht voran. Dabei weiß Moses auch um die eigene Weiterentwicklung, indem auf Menschen wie seinen Bruder Aaron oder Schwiegervater Jitro hört, die ihm wirklich Rat geben. …"

Impulsreferat "Moses für Führungskräfte"
Im Kellergewölbe des Stiftes hält Propst Mag. Werner Thanecker (li) das Impulsreferat "Moses für Führungskräfte."

Die nächste Veranstaltung des Forums Christ und Wirtschaft der Kath. Aktion OÖ findet am 8. Juni 2006 im Stift St. Florian statt. Vizekanzler a.D. Dr. Josef Riegler wird dabei den Global Marshall Plan für eine weltweite ökosoziale Marktwirtschaft vorstellen.

(v. l. n. r.) Dir. Gerhard Greiner, Propst Mag. Werner Thanecker, Prof. Mag. Dr. Ferdinand Reisinger
(v. l. n. r.) Dir. Gerhard Greiner (Vorsitzender des Forums Christ und Wirtschaft), Propst Mag. Werner Thanecker (Stift Reichersberg), Prof. Mag. Dr. Ferdinand Reisinger (Geistl. Assistent des Forums Christ und Wirtschaft)

 

Treffen von Kirche und Wirtschaft im Linzer Bischofshof

In Österreich einmalig trifft sich in regelmäßigem Abstand die Plattform Kirche und Wirtschaft zum Dialog über Themen, die beide Bereiche berühren.

Am Montag Nachmittag, 28.11.2005 kamen im Linzer Bischofshof die Spitzenvertreter der OÖ. Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung OÖ mit Vertretern der Katholischen Kirche bzw. des Forums Christ und Wirtschaft der Katholischen Aktion Oberösterreich zusammen. Sowohl die Vertreter der Wirtschaft wie die Vertreter der Kirche strichen die Bedeutung dieses Dialoges hervor.

Die Teilnehmer am Gipeltreffen
v.l: Renoldner, Rudinger, Greiner, Neuwirth, Aichern, Teufelberger, Pöttinger, Edlbauer, Schwarz, Pieslinger, Rabmer-Koller, Aigner, Reisinger, Trauner

In der Diskussion zwischen Wirtschafts- und Kirchenvertretern wurden unterschiedliche Meinungen zur Armutsfrage, zur Grundsicherung und zum Sozialstaat auf den Tisch gelegt, auch die Anliegen des „Global-Marshall-Plans“ für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft wurden beraten. Über die Zielsetzung, der Wahrung der Würde und des Wohls der Menschen, herrschte dabei auf beiden Seiten grundsätzlich Einigkeit.


Dir. Gerhard Greiner betonte als Vorsitzender des KA-Forums Christ und Wirtschaft zu Beginn, dass in dieser Gesprächsrunde, das direkte Gespräch – ähnlich einer funktionierenden Sozialpartnerschaft – gefordert werde. Es werden nicht über die Medien, sondern im persönlichen Dialog Argumente zu gemeinsamen Themen ausgetauscht.

Bischof Dr. Maximilian Aichern wünschte dem neuen Linzer Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz ein gutes Einarbeiten und bat, auch ihm das Vertrauen entgegenzubringen und das Gespräch zu führen.
Aichern formulierte seine thematischen Anliegen: die gemeinsame Wahrung der Würde der Menschen und das große Thema Arbeit und Arbeitslosigkeit. Auch der Blick auf die Situation der Frauen im Arbeitsbereich und die Wahrung gemeinsamer freier Zeiten, wie der arbeitsfreie Sonntag, war Aichern ein großes Anliegen. Aichern begrüßte das Zusammenkommen von Wirtschafts- und Kirchenvertretern und sagte wörtlich:
„Wenn nicht der Dialog geführt wird, kommt es zu keinen tragfähigen Ergebnissen.“

Bischof Dr. Ludwig Schwarz begrüßte als neuer Linzer Diözesanbischof alle Anwesenden und betonte, dass es ihm ein großes Anliegen sei, den Dialog fortzuführen. Bei diesem ersten Gespräch werde er ein Hörender sein, so Schwarz weiter.

Wirtschaftskammerpräsident Dr. Rudolf Trauner betonte die Wichtigkeit des Dialoges zwischen Kirche und Wirtschaft: „Wir haben eine Bandbreite von Interessen abzugleichen“, so Trauner wörtlich. Trauner strich vier Anliegen hervor: Eine positive Grundstimmung müsse gewahrt werden. Viele Leistungen seinen ohne finanzielle Basis nicht möglich, daher müsse der Topf zuerst gefüllt werden, damit dann für folgende Generationen etwas ausgeleert werden könne. Das nachhaltige Denken sei für unsere europäische Kultur wichtig. Er betonte, dass die Wirtschaft unersetzlich für die Schaffung von Arbeitsplätzen sei.
Die Wirtschaftskammer OÖ stelle im Moment die Situation der Klein- und Mittelbetriebe in den Mittelpunkt. Viele dieser Betriebe seien in einer schwierigen Lage, beschrieb Vizepräsidentin Mag. Ulrike Rabmer-Koller und machte darauf aufmerksam, dass das Sozialwort der Kirchen daher auch Teile der Wirtschaft betreffe. Die Jugendarbeitslosigkeit sei ebenfalls Thema einer Arbeitsgruppe der Wirtschaftskammer. In diesem Bereich treffen sich auch Aktionen der Katholischen Kirche in OÖ wie zum Beispiel: „Stellenwert. Jugend will Arbeit.“

DI Klaus Pöttinger, Präsident der Industriellenvereinigung OÖ sprach das Thema Flexibilisierung der Arbeitszeit an. Er wolle dabei keine Debatte über den Sonntag anreißen, sondern über den flexiblen Umgang mit Arbeitszeit der ArbeitnehmerInnen im Jahr, um sich auf die Auftragslage besser einstellen zu können. Er sprach darüber hinaus über die Frage nach der Armut und deren Kriterien und schnitt das Thema der Grundsicherung an, der er in manchen Punkten kritisch gegenüberstehe. Dkfm. Dr. Michael Teufelberger sprach als Vizepräsident u. a. über das Mitdenken der Industriellenvereinigung bei den Ethikfonds der verschiedenen Geldinstitute.

Einen theologisch-ethischen Blick auf Themen von Kirche und Wirtschaft warf DDr. Severin Renoldner, Leiter des Sozialreferates der Diözese Linz. Er stelle eine Steigerung der Armut in Österreich fest, so Renoldner und thematisierte die Finanzierung des Sozialstaates, die Idee des „Global-Marshall-Plans“ und die ökologische Verantwortung von Unternehmen.

Die Runde setzte sich aus folgenden Personen zusammen:
Wirtschaftskammer:
Präsident KommR Dr. Rudolf Trauner
Vizepräsidentin Mag. Ulrike Rabmer-Koller
Direktor Dr. Christian Hofer
Mag. Franz Edlbauer

Industriellenvereinigung:
Präsident DI Klaus Pöttinger
Vizepräsident Dkfm. Dr. Michael Teufelberger
Geschäftsführer Dr. Kurt Pieslinger
Dr. Hans Aigner

Kath. Kirche / Forum Christ und Wirtschaft der Kath. Aktion OÖ
Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz
Bischof Dr. Maximilian Aichern
Dir. Gerhard Greiner
Prälat Wilhelm Neuwirth
Prof. Dr. Ferdinand Reisinger
DDr. Severin Renoldner
Bernhard Rudinger

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Industriellenvereinigung OÖ

Wirtschaftskammer OÖ


"Geist und Leben"
Geschichte und Spiritualität im
Stift Engelszell

Termin: Freitag, 4. März 2005, 16.00 Uhr
Ort: Stift Engelszell

Artikel in der Kirchenzeitung (Ausgabe 2005/10):

Von Trappisten geht Faszination aus
Wirtschaftstreibende im Kloster Engelszell

Die Trappisten gelten als der strengste Orden der katholischen Kirche: Dennoch oder gerade deshalb besuchen immer mehr Menschen deren Klöster – auch Engelszell.

Rund vierzig Männer und Frauen waren der Einladung von „Christ und Wirtschaft“ zu einer Begegnung mit Abt Marianus Hauseder gefolgt. Der Abt von Österreichs einzigem Trappistenkloster führte durch das Stift und gab Einblick in das Mönchsleben: ohne Urlaub, ohne Fernseher, ohne Fleischspeisen – gesprochen wird nur das Notwendigste, um 3.30 Uhr ist täglich das erste Gebet, insgesamt verbringen die Brüder jeden Tag beinahe vier Stunden in der Kirche. „Wir beten für die Menschen, die wenig Zeit zum Beten haben oder nicht beten können. Dieses stellvertretende Gebet ist ein notwendiger pastoraler Beitrag für die heutige Zeit“, erklärt Abt Marianus. „Es ist wichtig, dass es solche Orden gibt, die sich quer zum Zeitgeist stellen. Man hat hier wirklich den Geist des Gebets gespürt,“ meint Josef Mayrleb nach der Führung durch das Kloster. Er ist leitender Angestellter der Sparkasse.

Auch wenn für sie das Leben im Kloster schwer vorstellbar ist, sagen die Brüder Klaus und Erich Hulan aus Traun: „Es tut gut zu wissen, dass jemand für uns betet. Durch den Beruf haben wir zu wenig Zeit.“ Erich Hulan führt ein Metallbau-Unternehmen.
Mit dem Trappistenleben vertraut ist Wolfgang Lindtner. Alle zwei bis drei Jahre zieht sich der Angestellte der Wirtschaftskammer OÖ für eine Woche nach Engelszell zurück. Bei den Mönchen findet er zur Ruhe. Mit Ausnahme der ersten Gebetszeit um 3.30 Uhr nimmt er am Chorgebet der Trappisten teil. „Über das Leben nachdenken“, so beschreibt er, was er im Kloster tut. Dabei macht er regelmäßig die gleiche Beobachtung: „Wenn ich nicht mehr die Wälder hinter dem Stift durchstreifen muss, sondern es aushalte ruhig an der Donau zu sitzen und in das Wasser zu schauen, dann ist in mir Ruhe eingekehrt.“
Eine gute Ausstrahlung hat Birgit Hackl beim Gang durch das Kloster gespürt: „Dass die Mönche für mich und meine Familie beten, war ein absolutes Aha-Erlebnis.“ Trotz der Zurückgezogenheit seien die Mönche erstaunlich lebensnahe, ergänzt ihr Mann Josef Hackl, Geschäftsführer beim Seilehersteller Teufelberger.
In den vergangenen Jahren hat sich das Kloster Engelszell zu einem Tourismusmagneten entwic- kelt. Im Vorjahr kamen 16.100 Menschen, um beinahe 2.700 mehr als 2002.

 

Menschlichkeit als Fundament
Zum neuen Europa gehört auch die Solidarität mit den Schwachen

Veranstaltung von Pro Oriente und Christ und Wirtschaft in Linz – Bischof Aichern: „Menschlichkeit auch für Asylsuchende!“

„Menschlichkeit als Fundament eines neuen Europas“ lautete das Thema einer Veranstaltung am 24. 10. 2003 in Linz, zu der die kirchliche Stiftung Pro Oriente, die Arbeitsgemeinschaft Christ und Wirtschaft sowie die Oberbank eingeladen hatten. Dabei betonte der Linzer Bischof Maximilian Aichern, Ziel müsste ein auf Menschlichkeit und klaren Werten aufgebautes neues Europa sein, in dem die bestehende Vielfalt als Bereicherung erlebt wird und wo durch die Zusammenarbeit ein großes Potential zur Lösung der anstehenden Fragen, auch in globaler Hinsicht, geschaffen wird. „Zur wahren Menschlichkeit“, so der Bischof, „gehören Gottesbezug, Familie, und alles, was wir unter Kultur zusammenfassen, gehört Solidarität gerade auch mit den Schwachen.“ Die bewährten humanen und sozialen Modelle müßten nach Ansicht des österreichischen „Sozialbischofs“ beibehalten und ausgebaut werden. Sie sollten auch auf die Beziehungen zur „Dritten Welt“ sowie bei Flüchtlingen und Asylanten Anwendung finden. Menschlichkeit im neuen Europa bedeute, dass nicht Profit und Konsum letzte Kriterien sind, sondern dass der Mensch im Mittelpunkt steht.
Bezugnehmend auf die gegenwärtige Asyldebatte in Österreich bekräftigte Bischof Aichern, dass bei aller berechtigten Sparnotwendigkeit, dies nicht auf dem Rücken der Schwachen, wie es auch Asylsuchende sind, geschehen dürfe.
Der griechisch-orthodoxe Metropolit von Österreich, Erzbischof Dr. Michael Staikos, verwies darauf, dass die EU-Erweiterung auch zum Kontakt mit anderen Religionen führt. Die Kirchen müssten als gesellschaftlicher Faktor ernst genommen werden. Dankbar äußerte sich der Metropolit über die Ökumene in Österreich, die hier, „wie in keinem anderen europäischen Land“, gelebt werde. Ein Zeugnis dieser Ökumene sei das gemeinsame Sozialwort der 14 christlichen Kirchen in Österreich, das am 1. Adventsonntag d. J. veröffentlicht wird. Darin, so Staikos, würden die Kirchen auch aufzeigen, dass Europa eine Wertegemeinschaft sein muss.
Ein „großartiges Solidaritätsprojekt“ bezeichnete EU-Kommissar Franz Fischler die EU bei der Veranstaltung in Linz. Von Anfang an sei die Europäische Einigung „ein einziges großes Friedensprojekt“ gewesen betonte Fischler. Bei der EU-Erweiterung gehe es um mehr als um eine rein finanzielle Solidarität. Neben der wirtschaftlichen Perspektive gehe es auch „um eine menschliche Solidarität mit unseren Nachbarn“. Fischler lobte in diesem Zusammenhang das Engagement von Pro Oriente für die Osterweiterung und meinte, die Kirchen seien hier ihrer Brückenfunktion gerecht geworden.









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Veranstaltungen:

-Rückblick:

-Bildersprache des Barock ... auch heute aktuell
-"Gerechtigkeit und Solidarität als Grundlage christlichen Handelns"
-"Den ganzen Besitz des Klosters betrachte er als heiliges Altargerät"
-Frauen.leben.franziskanisch
-Controlling unter dem

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- Das Europa der Religionen
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