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Unsere Gemeinschaft
Unsere
Spiritualität
So leben
wir
Für
die
Menschen da
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Unser Haus auf afrikanischer Erde...
Ende August rückten 20 Männer
von "HOIMA CONSTRUCTION" hier in Kyengeza an. Sie kamen mit einer Matratze
und einem Bündel, in dem sie ihre wenigen Habseligkeiten verstaut hatten.
Sie werden ungefähr ein Jahr hier Arbeit haben. In drei Tagen hatten
sie die beiden kleinen Holzhäuschen, die als ihre Unterkunft dienen,
bereits fertig.
Zunächst wurde die Zufahrt zu unserer Baustelle gerichtet und das Baugelände
von Gestrüpp befreit. Eine Gruppe startete mit dem Ausgraben der Grundfesten.
Ebenso wurde rund um unser zukünftiges Haus ein
weiträumiger Sicherheitszaun angelegt. Auch hier musste die Erde ausgehoben
werden, um die Pfeiler einbetonieren zu können.
Wir bauen in zwei Etappen. In das erste Gebäude möchten
wir Ende Jänner übersiedeln. Es ist dies der Küchen-Garage-Block,
er besteht aus Küche, Lagerraum, Abstellraum für Geräte, Garage,
Waschküche, Schlafraum für Angestellte, sowie einem weiteren Raum,
wahrscheinlich einmal für den Hausmeister, oder wie man hier sagt: für
einen „Vertrauensmann".
Bausituation in Uganda - Die Bauarbeiten schreiten
langsam voran, aber sie schreiten voran. Alles muss hier mit der Hand gemacht
werden. Die einzigen Geräte sind Schaufel, Beil, Schubkarren, Seil und
einige kleinere Maurerwerkzeuge. Selbst das Gerüst wird aus dem herumliegenden
Holz hergestellt. Das Wasser wird in 20-Liter-Kanistern von einer 400 m entfernten
Wasserstelle hierher geschleppt. Dabei haben sie ein steiles Gelände
zu passieren. Die Arbeiter arbeiten jeden Tag von 8 Uhr morgens bis 17 Uhr
abends, mit einer Stunde Unterbrechung zu Mittag.
Jeder bereitet das Essen für sich selber zu, denn die Gruppe setzt sich
aus Menschen von verschiedenen Regionen zusammen. Die einen essen Bohnen
und Maissterz, die anderen bevorzugen Hirse, Cassava (eine weiße Wurzel)
oder Kochbananen. Auch Moslems sind darunter. Das Essen ist schnell zubereitet.
Die meisten kochen das Essen für Mittag schon am Morgen auf offenem
Feuer. In der Sonne bleibt es sowieso warm. Am Abend, nach getaner Arbeit,
sucht sich jeder das Feuerholz für den nächsten Tag.
Bischof Mukwaya besucht unsere Baustelle - Trotz
seines Alters sprang er über den Baugraben, um in das Haus hineinzukommen.
Sein Chauffeur hat ihm dafür Gummistiefel mitgenommen. Der Bischof meinte,
dieses Haus müsse einmal als Example für die ganze Diözese
dienen. - Auch sonst bekommen wir immer wieder Besucher. Es ist hier Brauch,
dass man am Leben des anderen Anteil nimmt. Und dann sagen die Leute: „Danke
für das Werk, das ihr da vollbringt!" Einmal kamen acht Frauen von der
Pfarre zur Baustelle. Ich war gerade dort und erklärte ihnen die Räume:
Das ist die Küche und das ist die Waschküche und das wird der Waschraum
im Schlafzimmer... Sie verstanden nicht und fragten nochmals: „Schwester,
was tust du da?“ – „Da koche ich!“ - „Und was tust du hier?“ – „Dort waschen
wir die Wäsche!“ - „Und hier?“ – „Dort waschen wir uns selber!“ Dann
lachten sie und sagten: "Ihr Musungus (ihr Weißen) braucht für
alles einen eigenen Raum. Wir tun das alles einfach draußen!"
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