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Kirchenführer |
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Im Jahr 1600 kamen die ersten Jesuiten nach Linz. Für ihre seelsorgliche Tätigkeit erhielten sie zunächst die (später abgetragene) Dreifaltigkeitskapelle. Zwei Jahre später wurde ihnen die damals verwaiste Minoritenkirche zur Verfügung gestellt. Als die Minoriten ihre Kirche wieder zurückverlangten, war der Bau eines eigenen Gotteshauses notwendig geworden.
Am 31. Juli 1669 wurde von Propst David Fuhrmann von St. Florian, einem großen Wohltäter, der Grundstein dazu gelegt. Neun Jahre danach, am 4. September 1678, fand die feierliche Konsekration der vermutlich nach Plänen von Pietro Francesco Carlone errichteten neuen Kirche durch den Passauer Fürstbischof Sebastian Graf von Pötting statt, die dem hl. Ignatius von Loyola - dem Gründer des Jesuitenordens - geweiht wurde.
Damals war die Innenausstattung noch nicht ganz fertig, und von den Seitenaltären waren nur vier vollendet. Adelsgeschlechter wie die Grafen Weißenwolff, Starhemberg und Kuefstein, deren Wappen über den Eingangsbögen angebracht sind, haben die Altäre auf ihre Kosten herstellen lassen.
1773 wurde die Gesellschaft Jesu von Papst Klemens XIV. aufgehoben. 1785 wurde die seither verwaiste Kirche zur Bischofskirche der von Kaiser Josef II. neu errichteten Diözese Linz.
Damals wurde auch das Hochaltarbild entfernt. Es hatte den Hl. Ignatius und eine Allegorie der vier Weltteile dargestellt, gemalt vermutlich von Andrea Celesti. Seither ist dieses Bild bedauerlicherweise verschollen. Es wurde ersetzt durch das Gemälde "Aufnahme Mariens in den Himmel" von Antonio Bellucci und stammt aus dem ehemaligen Nikolaikloster in Wien.
Nachdem Bischof Rudigier einen neuen Dom erbauen ließ, wurde 1909 die Ignatiuskirche wieder den Jesuiten zur Seelsorge anvertraut (nunmehr mit dem Beinamen "Alter Dom" im Unterschied zum "Neuen Dom"). Damals wurde auch ein Ignatiusbild angefertigt (das einzige Bild in der Kirche, das den hl. Ignatius darstellt).
Die Ignatiuskirche Alter Dom beherbergt mehrere besondere Schätze: Den Hochaltar, das Chorgestühl, das Fastengemälde, die Bruckner-Orgel und die Kanzel. Diese sollen im Folgenden vorgestellt werden (bitte anklicken).
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