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Initiative
Christlicher
Orient
und Freunde des Turabdin
Friedensplatz 2, A 4020 Linz; Tel/Fax: +43 732 773578,
ico@utanet.at
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KATHPRESS-BERICHT vom 22. 12. 2011:
Bethlehem: Weihnachtsfeiern für Kinder dank Hilfe aus
Österreich
"Initiative Christlicher Orient" stellt Caritas Jerusalem
20.000 Euro für Weihnachtsfeiern und Geschenke zur Verfügung
Wien-Jerusalem, 22.12.11 (KAP) Die Caritas Jerusa-lem
organisiert vor Weihnachten in Bethlehem Weihnachtsfeiern in
Kindergärten, Volksschulen, aber auch in Heimen für Senioren und
für Behinder-te. Bei diesen Feiern werden Geschenke an Kinder
und Senioren verteilt. Finanziert werden diese Feiern und
Geschenke von der in Oberösterreich ansässigen "Initiative
Christlicher Orient" (ICO). Die ICO stellte der Caritas des
Lateinischen Patriarchats von Jerusa-lem dafür heuer 20.000 Euro
zur Verfügung, wie es in einer Presseaussendung heißt.
Der Betrag kommt aus dem Erlös, den der Verkauf von
Olivenholzarbeiten aus Bethlehem und Nachbardörfern erbringt.
ICO-Obmann Hans Hol-lerweger: "So wird den Bewohnern von
Bethlehem doppelt geholfen. Wir kaufen die Produkte vor Ort zu
einem fairen Preis und verhelfen so den Handwer-kern zu einem
Einkommen. Der Gewinn aus der Verkaufsaktion in Österreich geht
ebenfalls wieder nach Bethlehem."
In der Not, die kinderreiche Familien in der Region Bethlehem
besonders hart trifft, seien die Caritas-Geschenke oft die
einzigen, die die Kinder erhalten, betont der ICO-Obmann. Die
Caritas schenke dabei fast ausschließlich notwendige
All-tagssachen wie Kleidung, dazu aber auch Süßigkei-ten, "die
zum Weihnachtsfest einfach dazu gehören", so Hollerweger: "Für
hunderte Kinder und Senioren wird so Weihnachten erlebbar."
Die Verkaufsaktion "Licht für Bethlehem" der ICO wird in
diesem Jahr bereits zum 12. Mal durch-geführt. Obwohl sich die
wirtschaftliche Lage in Bethlehem durch den zunehmenden
Tourismus etwas gebessert hat, sei Hilfe dringend notwendig, so
Hollerweger. Die Mauer, die Israel von den
Palästi-nensergebieten trennt, verhindere eine wirkliche
Änderung der Lage, weil kaum jemand einer Arbeit in Jerusalem
nachgehen könne. Hollerweger: "Die eigentliche Not ist die
Isolierung von der Außenwelt, die vor allem die Jugend hart
trifft und die in dieser Situation keine Zukunft sieht."
Hilfe im Irak und Libanon
Die vom Linzer Theologen em.Prof. Hans Hollerwe-ger
begründete "Initiative Christlicher Orient" hat es sich - neben
intensiven Kontakten mit den orientali-schen Christen und
konkreter Hilfeleistung - zur Aufgabe gemacht, die Information
über die Situation der Christen im Nahen und Mittleren Osten zu
ver-bessern. Dem dient auch die Zeitung "Information
Christlicher Orient", die vier Mal jährlich erscheint.
Stark engagiert ist die ICO im Nordirak, wo zahlreiche
christliche Dörfer finanziell und materiell unterstützt werden.
Auch im Libanon setzt die ICO konkrete Taten. Vor wenigen Wochen
wurde bei-spielsweise im Kloster Deir Jenine im Nordlibanon eine
von der ICO - mit Hilfe der Oberösterreichi-schen
Landesregierung - gesponserte Ölpresse in Betrieb genommen. Mit
der neuen Ölpresse konnten für die christlichen Dörfer der
Umgebung einige Arbeitsplätze geschaffen werden, so Hollerweger.
Gleichzeitig werde die Wirtschaft generell wieder angekurbelt.
Nicht nur christliche Bauern sondern auch muslimische würden
ihre Oliven in der neuen Anlage pressen lassen. Das nächste
Hilfsprojekt vor Ort wird eine Bewässerungsanlage für 2.500 vom
Kloster neu gepflanzte Olivenbäume, kündigte Hol-lerweger an.
(Infos: www.christlicher-orient.at)
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Christen im Orient: Hochkarätige Tagung mit
Kardinal Koch in Salzburg
Präsident des Päpstlichen Einheitsrates sowie der für die arabische
Halbinsel zuständige Bischof Hinder refe-rieren im September bei der
Jahrestagung der "Initiative Christlicher Orient"
Wien, 09.08.11 (KAP) Die aktuelle Lage der Christen im Orient
steht im Mittelpunkt der 14. Jahrestagung der "Initiative
Christlicher Orient" (ICO) vom 19. bis 20. September im Bildungshaus
St. Virgil in Salzburg. Prominenteste Gäste und Redner sind Kardinal
Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, und der für die
arabische Halbinsel zuständige Bischof Paul Hinder. Eröffnet wird
die Tagung unter dem Motto "Aufbruch im Orient" vom Linzer Bischof
Ludwig Schwarz.
Kardinal Koch wird am 19. September um 20 Uhr in einem
öffentlichen Vortrag eine Standortbe-stimmung der Ökumene liefern
und über die Arbeit des Einheitsrates berichten. Bischof Hinder
berichtet am 20. September um 9 Uhr über die prekäre Lage der
Christen in den Golfstaaten.
Einerseits gehe es bei der Tagung um den "politischen Aufbruch"
im Orient, berichtet ICO-Obmann Hans Hollerweger im "Kathpress"-Gespräch.
Andererseits werden die Teilnehmer die Auswirkungen der
vatikanischen Bischofssynode zum Nahen Osten im Herbst 2010 auf das
Leben der Christen in der Region beraten. Das "höchst aktuel-le"
Tagungsthema führe die Teilnehmer "in ein Ge-biet, in dem derzeit
wirklich ein Aufbruch stattfindet, bei dem sich das Schicksal und
die Zukunft der Christen entscheiden wird", so Hollerweger.
Zentrales Anliegen der Nahost-Synode im Vor-jahr war nicht nur
die bessere Zusammenarbeit der katholischen Kirchen des Orients,
sondern auch die Verbesserung der ökumenischen Beziehungen zu den
anderen christlichen Kirchen. Zu dieser Thema-tik wird u. a. der
Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der
Christen, Kardinal Kurt Koch, in Salzburg referieren. Weiters nimmt
dazu der in Jerusalem tätige Orient-Experte Fr. Franz Bouwen
Stellung. Der Salzburger Journalist Martin Stricker soll indes der
Frage nachgehen, wohin die Demokra-tiebewegungen im Nahen Osten
führen könnten.
Die ICO-Jahrestagung findet in Zusammenar-beit mit "Pro Oriente
Salzburg" und dem "Mayr-Melnhof Institut für den Christlichen Osten"
statt.
Die vom Linzer Theologen em. Prof. Hans Hollerweger begründete
"Initiative Christlicher Ori-ent" hat es sich - neben intensiven
Kontakten mit den orientalischen Christen und konkreter
Hilfeleis-tung - zur Aufgabe gemacht, die Information über die
Situation der Christen im Nahen und Mittleren Osten zu verbessern.
Dem dient auch die Zeitung "Information Christlicher Orient", die
vier Mal jähr-lich erscheint. Die Zeitung sowie auch Details zur
Jahrestagung sind im Internet unter www.christ-licher-orient.at
abrufbar.
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Erneut Papstappell zu Syrien und Libyen
„Den legitimen Forderungen der Bürger Rechnung tragen“:
Das fordert Papst Benedikt XVI. von der syrischen Regierung.
Beim Angelusgebet in Castelgandolfo appellierte er am Sonntag,
7. 8., der Gewalt in dem Land ein Ende zu bereiten:
„Mit großer Sorge verfolge ich die immer dramatischeren
gewalttätigen Zwischenfälle in Syrien, die zahlreiche Opfer
gefordert und schweres Leid hervorgerufen haben. Ich bitte die
Katholiken um ihre Gebet: Mögen die Anstrengungen um Versöhnung
stärker sein als alle Trennung und Hass. Zudem erneuere ich
meinen dringenden Appell an die Regierung und die Bevölkerung,
so zügig wie möglich das friedliche Zusammenleben wieder
herzustellen und den legitimen Forderungen der Bürger Rechnung
zu tragen, unter Beachtung ihrer Würde und zur Förderung der
Stabilität in der Region.
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KATHPRESS-Tagesdienst Nr.182, 05. August 2011 Seite 4/5
Weltjugendtag: Auch Jugendliche aus dem Irak nehmen teil
"Initiative Christlicher Orient" finanziert 20
chaldäisch-katholischen Christen aus Kirkuk die Reise nach Madrid -
Initiative führt jedes Jahr mehr als 30 Hilfsprojekte im Nordirak
durch
Linz,
05.08.11 (KAP) Am Weltjugendtag in Madrid (16. bis 21. August)
werden auch junge Christen aus dem Irak teilnehmen. 20
chaldäisch-katholische Jugendliche aus Kirkuk im kurdischen Teil des
Landes werden die Möglichkeit dazu erhalten, teilte die "Initiative
Christlicher Orient" (ICO) mit, die für die Finanzierung der Reise
aufkommen wird. Begleitet werden die Jugendlichen von einer Gruppe
französischer Jugendlicher, die sich bereits seit einigen Wochen im
Nordirak aufhalten und christliche Dörfer und Familien besuchen.
Die in
Linz ansässige "Initiative Christlicher Orient" (ICO) bemüht sich
seit mehr als 20 Jahren, über die Christen im Nahen Osten zu
informieren, sie finanziell zu unterstützen und Begegnungen zu
ermöglichen. Die Unterstützung für die irakischen Jugendlichen ist
eines von mehr als 30 Hilfsprojekten, das die ICO jedes Jahr im
Nordirak durchführt.
Vor allem
in der Diözese Zakho-Dohuk unterstützt ICO christliche
Flüchtlingsdörfer. Allein im heurigen Jahr habe man schon 27
Projekte durchgeführt, so ICO-Obmann Hans Hollerweger im "Kathpress"-Gespräch.
Als Beispiel nannte er die Errichtung eines Gewächshauses im Dorf
Nafkandala, in dem 60 christliche Familien leben.
Weitere
Projekte in der Region würden etwa die Wasserversorgung, die
Einrichtungen für Kindergärten, die Anschaffung von Kleinbussen für
den Transport von Schülern oder medizinische Hilfe betreffen.
Einmal
mehr bekräftigte Hollerweger seinen Appell, den Christen im Irak
verstärkt zu helfen. Er würde sich noch viel mehr Hilfe von
verschiedenen Institutionen und Organisationen wünschen, so
Hollerweger.
In den
1970er-Jahren wurden die Christen vom Regime Saddam Husseins aus
ihrem Land im Nordirak vertrieben und mussten nach Bagdad oder in
den Süden des Irak flüchten; seit 2003 sind viele vor dem
islamistischen Terror aus den Städten in ihre ländlichen
Ursprungsgebiete zurückgekehrt. Doch es fehle an
Zukunftsperspektiven, so Hollerweger.
Es gibt
auch positive Entwicklungen
Neben den
vielen Schreckensnachrichten von Terror und Gewalt, die immer wieder
aus dem Irak kommen, gebe es aber auch positive Zeichen. Hollerweger
verwies etwa auf die jüngste Einweihung der St. Paulus-Kirche bei
Kirkuk: Die kleine provisorische Kirche im Dorf Sikanayan - rund 10
Kilometer von Kirkuk entfernt - sei die erste Kirche, die seit dem
Einmarsch der Truppen der USA und ihrer Verbündeten 2003 im Irak
errichtet wurde.
Der Bau
sei durch viele Spenden ermöglicht worden, auch Staatspräsident
Jalal Talabani habe 10.000 Dollar gegeben. An der Einweihungsfeier
nahmen auch Vertreter der Behörden und muslimische Geistliche teil.
Sikanayan
wurde und wird von der kurdischen Regierung als rein christliches
Dorf errichtet, die Baugründe werden zur Verfügung gestellt. 40
Familien haben bereits ihre Häuser gebaut, weitere 160 Familien
seien dazu entschlossen, berichtete Hollerweger. Mit diesem Projekt
wollten die Behörden die vor allem aus Bagdad geflohenen Christen
ermutigen, im Land zu bleiben und nicht auszuwandern.
Noch gebe es eine
deutliche christliche Präsenz im Land, so Hollerweger. Er verwies
auf die Stadt Karakosh, rund 25 Kilometer von Mossul entfernt. In
der Stadt lebten großteils Christen, rund 35.000 an der Zahl. Von
Attentaten sei die Stadt bislang weitgehend verschont geblieben, was
vor allem auch darauf zurückzuführen sein dürfte, dass die Christen
eine eigene, rund 1.500 Mann starke Miliz aufgestellt haben.
Diese Entwicklung wird
allerdings auch skeptisch beurteilt. So meinte etwa Louis Sako,
Erzbischof von Kirkuk, dass damit die Trennung der Menschen nach
ihrer Religionszugehörigkeit vorangetrieben werde. Sako fordert
vielmehr eine professionelle Polizei und Armee, die alle Bürger
gleichermaßen, unabhängig von Religion oder Ethnie, schützt.
(Informationen unter:
www.dioezese-linz.at/einrichtungen/ico )
Zum
Weltjugendtag in Madrid publiziert "Kathpress" ein Themenpaket, das
laufend aktualisiert wird. Alle Meldungen können unter
www.kathpress.at/weltjugendtag abgerufen werden. |
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Vorsitzender
der Initiative Christlicher Orient Dr. Hollerweger zum Terror gegen
die Christen
Der Vorsitzende der Initiative
Christlicher Orient (ICO) Dr. Hans Hollerweger (Linz) nimmt zu den
Anschlägen gegenüber Christen und Christinnen Stellung. Er besucht
regelmäßig die Christen im Orient und kann aufgrund reicher
Erfahrung sprechen:
„Der Anschlag auf die
syrisch-katholische Kathedrale in Bagdad am 31. Oktober mit fast 60
Toten und der neuerliche Anschlag vor einer koptisch-orthodoxen
Kirche in Alexandria in Ägypten nach der Mitternachtsmesse zum
Neujahrstag mit 17 Toten haben zu weltweiten Protesten gegen den
Terror geführt. ‚Diese niederträchtige Geste des Todes – ebenso wie
jene, Bomben vor die Häuser von Christen im Irak zu legen, um sie
zum Auswandern zu zwingen – beleidigt Gott und die gesamte
Menschheit, die eben für den Frieden betete und mit Hoffnung in ein
neues Jahr ging’, so Papst Benedikt. Christen und Muslime gingen in
Ägypten auf die Straßen und protestierten gemeinsam gegen das
Attentat.
Die Christen wollen in ihrer Heimat
bleiben
In beiden Ländern; Irak und Ägypten,
lebten vor wenigen Jahrzehnten Christen und Muslime friedlich
nebeneinander. Erst mit dem Erstarken fundamentalistischer Kräfte
wird das Miteinander gestört und eine Kluft geschaffen, die auch von
der Mehrheit der Muslime abgelehnt wird. Fundamentalisten wollen die
besseren und eigentlichen Gläubigen sein: Wahabiten, Muslimbrüder
und Al Qaida handeln im Namen der Religion. Sie bringen damit den
Islam, zu dem sie gehören und auf den sie sich berufen, in ein
schiefes Licht. Nicht selten ist es offensichtlich, dass sie vom
Ausland her agieren, um zu destabilisieren und die Christen zu
vertreiben. Es ist diesen Kräften gelungen, dass in Mossul/Irak nur
mehr ca. 10 % der früheren Zahl der Christen geblieben ist. Durch
die neuerlichen Anschläge in Bagdad ergriffen viele Christen die
Flucht nach dem sicheren Norden des Landes. Die Christen des Orients
wollen nämlich in ihrer Heimat bleiben, so meine Erfahrung in den
Gesprächen mit ihnen.
Was kann den Christen helfen?
Auf der politischen Ebene sind die
Regierungen der betroffenen Länder zu bestärken, gegen den
Terrorismus vorzugehen und die Christen zu schützen. Bei den Kirchen
ist mehr Solidarität gefragt, die sich nicht nur in Gebeten und
Wortmeldungen äußern darf, sondern sich in konkreter und ständiger
Hilfe zeigen muss.“
Weitere Informationen:
http://www.dioezese-linz.at/ico
Initiative Christlicher Orient und
Freunde des Turabdin
Friedensplatz 2, A 4020 Linz; Tel/Fax:
+43 732 773578,
ico@utanet.at
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Zuletzt
geändert am
22.12.2011
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