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Initiative
Christlicher
Orient
und Freunde des Turabdin
Friedensplatz 2, A 4020 Linz; Tel/Fax: +43 732 773578,
ico@utanet.at
wir informieren - wir besuchen -wir helfen
      
„Wer
nichts tut, kommt immer zu spät“!
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Dr. Hans
Hollerweger, Angela Orthner, Diözesanbischof
Dr. Ludwig Schwarz
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20
Jahre Engagement der Initiative Christlicher Orient
In einem
Festakt mit Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz am 22.
Oktober 2009 in der Katholisch-Theologischen
Privatuniversität Linz wurde das 20 Jahr Jubiläum der
Initiative Christlicher Orient (ICO) gefeiert.
ChristInnen im Orient
unterstützen
Die Initiative Christlicher
Orient (ICO) ist ein Verein, der sich zur Aufgabe
gestellt hat, über die Christen im Mittleren Osten zu
informieren, sie finanziell zu unterstützen und
Begegnungen zu ermöglichen. Die Christen leben in all
diesen Ländern als Minderheit (von etwa 35 Prozent im
Libanon bis 0,1 Prozent in der Türkei) in einer
muslimischen Umgebung und werden oftmals benachteiligt
und bedrängt.
Gegründet wurde die ICO von
Univ. Prof. Dr. Hans Hollerweger, emeritierter Professor
für Liturgiewissenschaft an der KTU Linz.
Die bekannteste Aktion von
ICO ist die Aktion „An jeden Christbaum ein Stern aus
Bethlehem“. In der Adventzeit werden an die 40.000
Olivenholzsterne in ganz Österreich verkauft. Der
Verkauf sichert Arbeitsplätze in Bethlehem und der Erlös
fließt ebenfalls wieder nach Bethlehem zurück.
Die ICO mit Prof.
Hollerweger unterstützt auch Menschen in Gebieten, wo
große Hilfsorganisationen nicht tätig sind – im Norden
des Irak. Vor dem Terror rund um Bagdad sind Tausende
Christen in den Nordirak geflohen. Dort sind sie in
Sicherheit. Die kurdische Regionalregierung kann aber
kaum das Notwendigste zur Entwicklung der
Flüchtlingsdörfer beitragen. Hier ist die ICO aktiv, zum
Beispiel mit der Einrichtung von Kindergärten.
Bekannt wurde Prof.
Hollerweger für seinen Einsatz für den Tur Abdin
(Südosttürkei). Die kleinen christlichen Gemeinschaften
drohten zwischen den kurdischen Kämpfern und dem
türkischen Militär zerrieben zu werden. Seit mehr als
zwei Jahrzehnten leistet er Hilfe zur Dorfentwicklung
im Tur Abdin (Türkei).
Aus seiner Beschäftigung mit
dem Tur Adin entstand der Bildband „Lebendiges
Kulturerbe TUR ABDIN“, der inzwischen eine Auflage von
12.500 Stück erreicht hat und als internationales
Standardwerk gilt.
Pionierarbeit von Dr.
Hollerweger
Diözesanbischof Dr. Ludwig
Schwarz dankte besonders dem Gründer der ICO Dr. Hans
Hollerweger für sein Engagement und wies darauf hin,
dass die ICO auch dort den Einsatz nicht scheut, wo es
gefährlich ist. Das war zu Beginn der Arbeit im Tur
Abdin (Südosttürkei) und ist heute im Nordirak der Fall.
Prof. Hollerweger habe
finanziell viel bewegt, ebenso wichtig sei die
Bewusstseinbildung. Bischof Schwarz: „Dass es in unsrem
Land doch eine merklich steigende Aufmerksamkeit für die
Christen im Orient gibt, hängt auch mit der Arbeit von
Prof. Hollerweger zusammen. Er hat hier Pionierarbeit
geleistet.“
Dass ein langjähriger
Partner von ICO, Erzbischof DDr. Louis Sako aus Kirkuk
(Irak) zu den Anregern der Weltbischofssynode für den
Nahen Osten gehört, zeigt wie nahe die ICO an den
drängenden Fragen der Kirchen im Orient ist, so der
Bischof. Papst Benedikt XVI. hat eine
Sonder-Bischofssynode für die orientalischen Kirchen im
Oktober 2010 einberufen.
Angela Orthner, Präsidentin
des OÖ Landtags, betonte, dass die ICO das Wort
Solidarität mit Leben erfülle.
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Kardinal
Walter Kasper bei der ICO-Jahrestagung in Salzburg.
Der Kurienkardinal hofft auf
„entferntes Ökumenisches Konzil“
Kardinal Walter Kasper hofft, dass es eines Tages einmal ein im vollen Wortsinn
„Ökumenisches Konzil“ geben wird. Das meinte der Präsident des Päpstlichen
Einheitsrates am Montagabend bei seinem Vortrag am 14. September 2009 im Rahmen
der ICO Jahrestagung in Salzburg. Kasper äußerte sich dort zu den Dialogen der
katholischen mit den orientalischen Kirchen – diese seien eine zentrale
„Baustelle der Kirche von morgen“. Und mehr noch:
„Ich bin der Meinung, sie sind
eine Vorbereitung auf ein – wie wir hoffen, in nicht allzuferner Zukunft
mögliches – Ökumenisches Konzil im vollen Sinn, wo West und Ost sich
zusammentun. Aber das fällt nicht vom Himmel, das muss vorbereitet sein, sonst
wird es zu einem Fiasko! Das ist jetzt also eine entfernte Vorbereitung dafür,
dass wir uns jetzt langsam annähern und Formeln finden, wie das formuliert
werden könnte…“
Kasper wörtlich: „Ökumene ist
nicht Diplomatie, sie ist auch keine Technik, sie ist eine Kunst, nämlich die
Kunst, Misstrauen zu überwinden, Vertrauen aufzubauen, Freunde zu gewinnen und
Freundschaften zu stiften.“ Nur ein im ursprünglichen Sinn Ökumenisches Konzil
könne „die Wiederaufnahme der vollen koinonia/communio beschließen“. Bis es
soweit komme, seien noch zahlreiche Dialogbemühungen notwendig: Zu sehr habe
sich nämlich der westliche Blick von der traditionsreichen Vielfalt und Tiefe
der orientalischen Kirchen und ihrer Spiritualität und Theologie entfremdet; zu
sehr habe die Geschichte bereits im ersten christlichen Jahrtausend die Kirchen
auseinanderdriften lassen, als dass man diese Spaltung nun ohne weiteres
überwinden könne. Übrigens sei die Kirche keineswegs erst seit der ersten
Jahrtausendwende gespalten:
„Nicht einmal ein halbes
Jahrtausend war sie ungeteilt! Schon die Apostelgeschichte und die Briefe des
Apostels Paulus sind voll von „Häresie“, von „Spaltungen“. Das muss uns von
einem naiven Ökumenismus kurieren – als ob es je einmal eine volle Einheit
sämtlicher Christen geben könne! Das ist eine eschatologische Hoffnung. Aber es
heißt nicht, dass wir nichts tun dürfen. Es gilt das Wort Jesu, gesprochen am
Abend vor seinem Leiden und Sterben, „dass alle eins seien“!“ (Radio
Vatikan, 17. September)
Vorträge
Zu folgenden Themenkreisen kann ein Vortrag mit Powerpoint-Präsentation
vereinbart werden:
Solidarität mit den Christen in Bethlehem
Libanon: Heiliges Land unter den Zedern
Christen im Orient
Christen im Nordirak – Eindrücke von meinen Besuchen
Tur Abdin: Wo die Sprache Jesu gesprochen wird
Aktionen:
Bausteinaktion für christliche Kindergärten im Nordirak
Schafe für den Nordirak - verlängert!
Licht für Bethlehem - Dauerangebot
Initiative
Christlicher
Orient
und Freunde des Turabdin
Friedensplatz 2, A 4020 Linz, Tel/Fax: +43 732 773578,
ico@utanet.at
ico@utanet.at
Hypo OOe., BLZ 54000, Kto: 31322
Zuletzt
geändert am
20.09.2011
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