31 Jahre
Fastenseminar mit Msgr. Johann Bachmair
Fastenseminare aus
innerem Antrieb
Nach 31 Jahren hielt Msgr. Johann Bachmair am vergangenen Montag sein
letztes Fastenseminar in der Stadtpfarre Wels.
„Es tut mir im Herzen leid, aber ich werde älter und die Vorbereitungen
für das Seminar sind sehr anstrengend. Ich muss auch auf meine
Gesundheit schauen und deshalb habe ich mich schweren Herzens entschlossen,
auf zu hören. Ich danke euch allen, dass immer wieder gekommen
seid. Ich habe die Seminare immer aus einem inneren Antrieb heraus gemacht
und es hat mir immer Freude bereitet“, erklärte Bachmair.
„Ich möchte mich nicht aus der Stadtseelsorge zurückziehen,
aber ich nehme den Dienst als Seelsorger im Krankenhaus sehr ernst und
der fordert mich auch sehr. Ich möchte mich bei allen bedanken,
die zum Gelingen der Seminare über die vielen Jahre hinweg beigetragen
haben“, so der langjährige Referent.

Msgr. Johann Bachmair bei einem seiner letzten Vorträge
in der Stadtpfarre
Bodenständiger
Glaube
In seiner Dankesrede betonte Dekanatsassistent Andreas Hasibeder die
Bedeutung der Fastenseminare für die Seelsorge der Stadt. Bachmair
habe es verstanden, immer wieder wesentliche Inhalte des christlichen
Glaubens auf bodenständige und authentische Weise zu vermitteln.
Ein großes Anliegen sei ihm die persönliche Gottesbeziehung
gewesen, die sich vor allem im täglichen Gebet ausdrücken
müsse und nicht von Beliebigkeit bestimmt sein dürfe. Weiters
sei es ihm stets ein Anliegen gewesen, einen barmherzigen Gott zu verkünden,
der das Innerste des Menschen kenne und dem daher nichts menschliches
fremd sei. Daher sei es möglich, sich diesem Gott in jeder Lebenslage
anzuvertrauen, so Hasibeder.
Gerade beim letzten Seminar habe sich diese Überzeugung Bachmairs
wieder deutlich gezeigt, das unter dem Motto stand: Auf den Straßen
der Welt verbirgt sich Gott – ein Zitat der französischen Arbeiterin
und Mystikerin Madeleine Delbrel, erklärte der Dekanatsassistent.
Sprechende Geschenke
Als Geschenke erhielt Msgr. Bachmair einen bunten Blumenstrauß
als Zeichen dafür, dass es ihm gelungen ist, den Glauben zum Blühen
zu bringen. Weiters eine Flasche Josefswein, Symbol für seine Funktion
wie ein „Nährvater“ des Glaubens gewirkt zu haben und eine Flasche
Marillenschnaps als Zeichen der Gastlichkeit, denn den bekommt man stets,
wenn man bei ihm auf Besuch ist.
Fastenseminar seit
1981
Seit 1981 hielt Johann Bachmair das Fastenseminar ab. Von 1981 bis 2006
in seiner Pfarre, Wels-Hl. Familie und ab 2006 als Dekanatsveranstaltung
in der Stadtpfarre Wels. Der Saal war stets mit bis zu 120 Besuchern
gefüllt, der Eintritt war immer frei.
Von 1973 bis 2006 war Johann
Bachmair Pfarrer in Wels-Hl. Familie, seit 2006 ist er Krankenhausseelsorger
im Klinikum Wels-Grieskirchen.
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